Am Risiko orientiertes, neues Geldwäschegesetz

Am Risiko orientiertes, neues Geldwäschegesetz

Es gibt einen neuen Entwurf zum vorhandenen Geldspielgesetz. Diese Veränderungen der Gesetzgebung orientieren sich vor allem am Risiko. Das Risiko bezieht sich hierbei vor allem auf den Missbrauch einer Branche für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung. Mit diesem Risiko-orientierten Ansatz des Geldwäschegesetzes wird der Kreis der Verpflichteten erweitert, gleichzeitig entfällt die Verpflichtung für einige bisher Betroffene. Grundlegend wird es jedoch durch den am Risiko orientierten Ansatz bei der vierten Geldwäscherichtlinie insgesamt mehr Verpflichtete geben.

Mehr betroffene durch neues Geldwäschegesetz

Mit dem neuen Gesetzesentwurf wird es mehr Verpflichtete geben. Die Zahl der Verpflichteten ist auf 16 angewachsen. Zu den Betroffenen kommen nun Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute, selbständige Gewerbetreibende, einige Versicherungsunternehmen, Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler sowie Rechtsbeistände.

Betroffen vom neuen Geldwäschegesetz sind:

  • Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz: Die Verpflichtetengruppe ist nicht wirklich neu, denn im aktuellen Gesetz sind Unternehmen wie zum Beispiel Bitcoin und PayPal bereits zu finden. Neu hinzugekommen sind die E-Geld-Institute.
  • selbstständige Gewerbetreibende
  • Versicherungsunternehmen: hierbei sind die Versicherungsunternehmen als Verpflichtete anzusehen, die nach einer Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates bestimmte Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäfte betreiben. Diese Versicherungsunternehmen bieten entweder Lebensversicherungen an, die unter diese Richtlinie fallen oder vergeben Darlehen nach dem Kreditwesengesetz.
  • Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler: hier gilt das Gleiche, wie bei den Versicherungsunternehmen. Darüber hinaus fallen die Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler in den Kreis der Verpflichteten, sofern sie nach § 59 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) entsprechende Geschäfte anbieten.
  • Rechtsbeistände: Hier sind diejenigen betroffen, die nicht Mitglied einer Rechtsanwaltskammer sind.

Keine Verpflichtung mehr für Mietmakler und manche Glücksspielbetreiber

Der Gesetzesentwurf bringt außerdem mit sich, dass einige bisher Verpflichtete nun nicht mehr zu diesem Kreis gehören. Dazu gehören die Mietmakler, die ausgenommen sind, sofern sie nicht Geschäfte im Zusammenhang mit dem Kauf oder Verkauf von Immobilien betreiben. Auch wird es einige Glücksspielbetreiber geben, die nicht mehr zu dem Kreis der Verpflichteten gehören werden. Hierzu gehören:

  • Betreiber von Geldspielgeräten mit Gewinnmöglichkeiten
  • Vereine, die öffentlich Pferderennen o.Ä. anbieten
  • staatliche Lotterien, die ihr Angebot nicht online präsentieren
  • Soziallotterien
  • terrestrisch angebotene Lotterien
Lotterien sind nicht mehr beliebt

Lotterien sind nicht mehr beliebt

Im Bereich des Glücksspiels gibt es eine stetige Weiterentwicklung. Während vor Jahren noch der Besuch im Casino ein absolutes Highlight war, zocken die Glücksspielfans von heute lieber vor dem heimischen Rechner.

Die Interessen haben sich verschoben und im Vergleich zu früher ist heute auch die Zielgruppe eine andere. Das Glücksspiel umfasst zahlreiche Angebote: angefangen bei Spielautomaten über Tischspiele bis hin zu Sportwetten und Poker. Auch wenn die Lotterien heute noch zu dem Glücksspiel gehören, so werden diese in dem Zusammenhang kaum noch genannt. Woran das liegt? Lotto ist heutzutage eher unbeliebt.

Der Spieler von heute ist ein junger Mann, der die Online-Welt wie seine Westentasche kennt und am liebsten mehrere Spiele gleichzeitig zockt. In einem Geschäft einen Lottoschein auszufüllen und diesen bei der Dame an der Kasse abzugeben scheint in diesem Zusammenhang eher altmodisch. Spieler von heute setzen lieber ihr Geld auf verschiedene Sportwetten, verfolgen die Sportevents live und ändern ihre Tipps spontan noch einmal ab. Der Reiz dabei: Sportwetten werden digital angeboten.

Glücksspielinteresse in Zahlen:

  • 2007: 55% der Deutschen investieren Geld in Glücksspiele
  • 2015: 38% der Deutschen investieren Geld in Glücksspiele

Die Zahlen zeigen deutlich auf, dass das Interesse an Glücksspielen in den vergangenen Jahren weniger geworden ist. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass die Zahlen sich ausschließlich auf die legalen Angebote beziehen. Während das traditionelle Glücksspiel also an Beliebtheit verliert, boomt das Geschäft mit dem illegalen Glücksspiel. Vor allem die illegalen Sportwetten erfreuen sich bei den Spielern von heute großer Beliebtheit. Die Spieler sind vornehmlich Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren.

Anhaltenden Rückgang bei der Teilnahme am Lotto 6aus49

Während das illegale Sportwettengeschäft boomt, fühlt der Spieler sich von dem Lotterie-Angebot der heutigen Zeit weniger angesprochen. Vor allem beim traditionellen Lotto 6aus49 sinken die Teilnehmerzahlen. Etwas besser läuft es dafür bei dem Eurojackpot, der in Europa angeboten wird. Auch Sofortlotterien haben nicht so sehr mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen.

Dies zeigt deutlich auf, dass das Glücksspielgeschäft heute vor allem schnell funktionieren muss: wenn ich jetzt Geld setze, dann möchte ich auch kurze Zeit später wissen, ob ich gewonnen oder verloren habe. Die digitale Welt kann diesem Wunsch entgegenkommen, doch bei vielen traditionellen Glücksspielangeboten ist diese Flexibilität weniger gegeben. Nicht zu vergessen gilt hierbei: das schnelle Glücksspiel hat großes Suchtpotential, daher werden vor allem Spielautomaten im Zusammenhang mit der Spielsucht als besonders gefährlich eingestuft.

Keine Internetsperren in der Schweiz

Keine Internetsperren in der Schweiz

In den vergangenen Wochen war vermehrt die Rede von der geplanten Gesetzgebung in der Schweiz. Hierbei sorgten vor allem geplante Internetsperren für Aufregung und Diskussionen. Geplant waren diese, um die ausländischen Anbieter von Online-Glücksspielen vom Markt auszuschließen.

Bei den Diskussionen wurde jedoch bereits darauf verwiesen, dass diese Internetsperren hohe Kosten verursachen würden sowie unrechtmäßig und auch unwirksam wären. Nach den neusten Entscheidungen steht fest, dass die Internetsperren nicht Bestandteil von der neuen Gesetzgebung sein werden.

Welche Maßnahmen stattdessen geplant werden:

  • Vorgehen gegen die Veranstalter durch die Eidgenössische Spielbankenkommission
  • die Marktentwicklung von nicht zugelassenen Online-Angeboten soll verfolgt und evaluiert werden
  • Spielbankenkommission soll Anbieter von nicht bewilligten Online-Geldspielen verwarnen und strafrechtlich verfolgen
  • Vorgehen soll fünf Jahre getestet werden
  • bei erfolglosem Test soll die Möglichkeit bestehen, geeignete technische Maßnahmen zu beschließen
  • in diesem Fall ist besonders darauf zu achten, dass die Maßnahmen verhältnismäßig sind und die Meinungs- und Informationsfreiheit respektieren

Kommission folgt dem Bundesrat und dem Ständerat

Die Entscheidung gegen die Internetsperren ist nach der Vorlage des Bundesrats und des Ständerats durch die Kommission gefallen. Auch in der weiteren Ausgestaltung der Gesetzgebung folgt die Kommission dem Bundesrat und dem Ständerat in entsprechenden Entscheidungen. So soll es in Zukunft zwei mögliche Arten von Konzessionen geben. Online-Glücksspiele dürfen demnach in der Schweiz durch Betreiber angeboten werden, auch die Voraussetzung für die Erteilung einer A- oder B-Konzession erfüllen.

Auch folgt die Kommission dem Bundesrat und dem Ständerat im Hinblick auf die Ausgestaltung der Präventionsmaßnahmen gegenüber Spielsucht. Abgelehnt wurde daher die Einführung einer Abgabe zur Finanzierung solcher Maßnahmen. Zugestimmt hingegen wurde dem Verbot der gewerblichen Organisation von Spielgemeinschaften zur Teilnahme an Großspielen durch Dritte.

Auch im Hinblick auf die Besteuerung von Geldspielgewinnen wird dem Entwurf des Bundesrats gefolgt. Hierbei wurde festgelegt, dass zukünftig sämtliche Gewinne von den Steuern zu befreien sind. Der Ständerat hatte bei diesem Thema vorgeschlagen, die Gewinne aus Großspielen (Lotterien und Sportwetten) ab einem Betrag von 1 Million Franken weiterhin zu besteuern, jedoch lehnte die Kommission diesen Vorschlag ab, zu Gunsten des Vorschlags des Bundesrats.

Garantierte Jackpotausschüttung beim Lotto

Garantierte Jackpotausschüttung beim Lotto

Trotzdem man mit sechs Richtigen und ohne Zusatzzahl auch Gewinne in sechsstelliger Höhe abräumen kann, kann es manchmal ärgerlich für den Spieler sein, zu wissen, dass man mit nur einer richtigen Zahl mehr einen Jackpot in Höhe von 31 Millionen Euro abgeräumt hätte. Den Hauptjackpot können Spieler im Normalfall jedoch nur dann knacken, wenn sie sowohl sechs Richtige als auch die richtige Zusatzzahl getippt haben. Dies ist nur dann anders, wenn eine garantierte Jackpotausschüttung beim Lotto bevorsteht.

Was ist die garantierte Jackpotausschüttung und wann tritt diese ein?

– garantierte Ausschüttung ist nach den Teilnahmebedingungen vorgesehen, wenn in 12 aufeinander folgenden Ziehungen der Lottojackpot nicht geknackt wurde

– Gewinntopf muss nach Teilnahmebedingungen immer mit der 13. Ziehung ausgespielt werden

– bei der 13. Ziehung gewinnen die Spieler mit dem Supersechser (sechs Richtige plus richtige Zusatzzahl)

– wenn niemand den Supersechser tippt, gewinnt der Spieler mit sechs Richtigen

– gibt es niemanden, der sechs Richtige tippt, dann wird der Spieler mit fünf Richtigen als Gewinner gefeiert

– wenn mehrere Spieler die gleichen Zahlen tippen, wird der Jackpotgewinn unter den Gewinnern aufgeteilt

Die garantierte Ausschüttung beim Lotto passiert hin und wieder, aber nicht regelmäßig. In diesem Jahr wurde der Jackpot bereits einmal in der garantierten Ausschüttung an einen Spieler ausgespielt, der nur sechs Richtige ohne Superzahl hatte. Diese Verlosung fand an dem Wochenende vor Pfingsten statt und der Spieler konnte sich über eine Summe in Höhe von 37.050.634,80 Euro freuen. Auch wenn es für die Spieler mit dem Gewinn bei der garantierten Ausschüttung nicht klappt, so heißt es dennoch nicht, dass diese den Kopf hängen lassen sollten. Lotterien wie der Eurojackpot verlosen regelmäßig Jackpots in Millionenhöhe. Zuletzt lag der Eurojackpot bei einem Betrag in Höhe von 53 Millionen Euro.

Ist Novomatic wirklich korrupt?

Ist Novomatic wirklich korrupt?

Natürlich werden große Unternehmen durch die Presse immer gerne mit Korruption in Verbindung gebracht. Ist der Vorstand von Novomatic kriminell? Sind die Absichten des Unternehmens wirklich böse?

Fakten zu Novomatic:

– ein integrierter Gaming-Technologiekonzern

– unter den Top drei der Welt

– die klare Nummer eins in Europa

– Produktion von Hightech-Gaming-Equipment

– Entwicklung der Software

– weltweit über 1600 Gaming Locations inklusive Spielbanken, Automatencasinos, Sportwetten-Outlets und Lotterien

– Entwicklung in 20 Technologiezentren, verteilt auf 13 Länder

– Software-Unternehmen

– weltweit sind rund 26.000 Mitarbeiter bei Novomatic angestellt, davon etwa 3500 in Österreich

Gamingbegriff als Grund für schlechte Presse

Als Gaming-.Unternehmen hat man es nicht leicht sich der Presse gegenüber zu behaupten, denn auch in der heutigen Zeit ist das Glücksspiel noch immer mit einem negativen Ruf behaftet. Schlechte Presse gehört somit auch für den niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic zum Alltag. Doch was ist Wahres dran an den schlechten Schlagzeilen? Die Unternehmensführung spricht in einem Interview darüber, dass es vor allem dann schlechte Schlagzeilen gibt, wenn Novomatic im Zusammenhang mit Spielautomaten gesehen wird.

Gerade in Österreich und Deutschland seien die einstmalig einarmigen Banditen noch immer etwas Schlechtes nach Meinung der Bevölkerung. Geht es um Lotto hingegen sind die Nachrichten meist positiv, da Lotto in entsprechenden Ländern staatlich betrieben wird. Zudem führt Erfolg bei solch großen Unternehmen oftmals dazu, dass Neider verantwortlich für negative Schlagzeilen ist.