Runder Tisch zu Glücksspielthemen in der Spielbank Feuchtwangen

Runder Tisch zu Glücksspielthemen in der Spielbank Feuchtwangen

Um diesen Bedarf von Seiten der Staatlichen Lotterieverwaltung und von Kennern und Vertretern aus der Region abzudecken, wurde ein Kommunalpolitischer Runder Tisch in Feuchtwangen einberufen.

Der Runde Tisch fand am 15. September 2016 statt und folgende Beteiligte waren vertreten: Herr MdL Andreas Schalk, Herr Patrick Ruh (Erster Bürgermeister), Frau Dr. Wüstenhagen (Leiterin Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen), Frau Andrea Brehm (Leiterin Tourist-Information Stadt Feuchtwangen), Herr Thomas Müller (Stadtmarketing Feuchtwangen), Herr Bernd Teutscher (Kreisvorsitzender DEHOGA), Herr Herbert Lindörfer (1. Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Kreuzgangspiele e.V. / 3. Bürgermeister), Herr Jürgen Wünschenmeyer (Geschäftsführer Romantische Straße), Herr Ekkehard Schwarz (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Landkreis Ansbach GmbH), Frau Regina Bremm (Geschäftsführerin Romantisches Franken), Frau Ilonka Sindel (Projektleiterin Artenreiches Land), Frau Gabriela Gottwald (Geschäftsführerin Bayerische Bauakademie), Herr Bernd Förster (Landgasthaus Förster Spielbankgastronomie), Frau Böhm (Vital Hotel Meiser), Frau Friederike Sturm (Präsidentin der Staatlichen Lotterieverwaltung), Herr Josef Müller (Vize-Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung), Frau Elisabeth Schock (Direktorin der Spielbank Feuchtwangen), Herr Peter Fetzer (Direktionsassistent der Spielbank Feuchtwangen), Herr Anton Senekovic (Vorsitzendender des Personalrats der Spielbank Feuchtwangen), Herr Arno Metz (stellvertretender Vorsitzender Bezirkspersonalrat) und Herr Oliver Fisch (Leiter des Referats Marketing und Kommunikation der Abteilung Bayerische Spielbanken).

Die Gästeliste zeigt, dass Gäste aus Politik, Wirtschaft, der Kultur- und Tourismusbranche und der Staatlichen Lotterieverwaltung an dem Runden Tisch vertreten waren. Hierbei war es nun das Ziel, den besonderen Herausforderungen der Glücksspielbranche Rechnung zu tragen und dies möglichst umfassend. Die Spielbank Feuchtwangen soll sich als Impulsgeber für die Region etablieren. Hierzu wurden bei dem Runden Tisch folgende Inhalte beschlossen:

– Konzentration auf die touristische Vermarktung der Spielbank Feuchtwangen

– Konzentration und Anwerbung von Individualtouristen, zum Beispiel aus dem asiatischen Raum

– Steigerung der Spielbankpräsenz

– Verstärkung des Eventprogramms

– regionale Unterstützung für die Spielbank durch Firmen und Vereine

– fortgesetzte sowie verstärkte Kooperation aller Teilnehmer

Die Anregung für den Runden Tisch in Feuchtwangen kam von Seiten des Staatssekretärs Albert Füracker, MdL, von der Stadt Feuchtwangen und der Staatlichen Lotterieverwaltung.

Getrennt marschieren, vereint schlagen

Getrennt marschieren, vereint schlagen

Neben dem neuen Motto für die Bad Kissinger Spielbank wurde zudem von Seiten namhafter Vertreter aus Bad Kissingens Politik und Tourismuswirtschaft sowie Repräsentanten der Staatlichen Lotterieverwaltung das künftige Vorgehen, um die örtliche Spielbank als wichtigen Impulsgeber für die Region zu stärken, fest zu etablieren und fit für die Zukunft zu machen beschlossen.

Stark veränderte Rahmenbedingungen im Glücksspielbereich

Im Glücksspielbereich haben sich in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen stark geändert. Hierzu gehören:

– private Spielhallen an jeder Straßenecke

– Glücksspiele im Internet

– zunehmende Konkurrenz für staatliche Spielbanken

– sinkende Erträge

– sinkende Spielbankabgaben für die Stadt

Nicht nur für die Spielbank Bad Kissingen, auch für die anderen Spielbanken Bayerns bedeutet die veränderte Grundsituation eine große Herausforderung. Der Besucherrückgang und der Umsatzrückgang in allen Spielbanken führen dazu, dass die Betreiber über neue Konzepte und Ideen diskutieren müssen, um so die Beliebtheit der Spielbanken bei den Spielern wieder anzukurbeln.

Gesprächskreise wie in Bad Kissingen wurden bereits im November 2014 von Finanzstaatssekretär Albert Füracker (CSU) in allen neun Standorten angeregt. In Bad Kissingen wurden darauf nun strategische Maßnahmen für die Zukunft beschlossen. Hierzu gehören:

– Spielbank, Golfplatz, Therme und die Festivals sollen enger zusammenarbeiten

– Angebot in touristischen Paketen

– in bestimmten Gästeführungen soll künftig die Spielbank als Besichtigungspunkt eingebunden werden

– die Spielbank selbst will sich öffentlich breiter präsentieren

– mehr Öffentlichkeitsarbeit der Spielbank

– das hauseigene Veranstaltungsprogramm soll ausgebaut werden

– Erweiterung durch Events außerhalb des Casinos

– mehr Konzentration auf die Spielbank als Alleinstellungsmerkmal für Bad Kissingen

Entwicklung der Bad Kissinger Spielbank

Entwicklung der Bad Kissinger Spielbank

Horak tritt in diesem Jahr von seiner Position als Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung zurück. Er spricht über seine Erfahrungen im Bereich des Glücksspiels und macht deutlich, dass auch die Region Bad Kissingen in den vielen Jahren vom Glücksspiel profitiert hat. Nach Angaben Horaks flossen in den 14 Jahren zwischen dem Jahr 2000 und 2014 rund 18 Millionen Euro in den städtischen Haushalt von Bad Kissingen.

Erwin Horak war fast 19 Jahre lang Präsident von Lotto Bayern. Diese Position bedeutet, dass Horak in dieser Zeit unter anderem auch für die neun bayrischen Spielbanken verantwortlich war. Die Spielbank Bad Kissingen ist eine von den neun bayrischen Spielbanken. In den Jahren 2003 und 2004 wurde die Spielbank generalisiert und modernisiert. Hier wurden Empfangsbereich und Restaurant neu ausgebaut und gestaltet. Der Umbau sorgte dafür, dass die Spielbank heute in luxuriösem und modernem Glanz erstrahlen kann. Trotz Umbau und Modernisierung gab es auch für die Spielbank Bad Kissingen einige schwierige Zeiten. Vor allem die Konkurrenz durch die Spielhallen und die Online Casinos hat einige Jahre für Umsatzeinbrüche bei der Bad Kissinger Spielbank und auch in den anderen bayrischen Spielbanken gesorgt.

Stadt und Staat profitieren von der Spielbank

Zahlen beweisen, dass auch der Bayerische Staatshaushalt beziehungsweise die Standortkommune direkt von dem Betrieb der Bad Kissinger Spielbank profitieren. Im Zeitraum von 2000 bis 2014 konnte die Stadt Bad Kissingen aus den 61,39 Millionen Euro an Spielbankabgabe rund 18,09 Millionen Euro Gemeindeanteil erhalten. Im gleichen Zeitraum konnten die weiteren bayrischen Standortkommunen auch von den Spielbankenabgaben profitieren, insgesamt gab es hier Einnahmen für die Kommunen in Höhe von 200 Millionen Euro. Im Vergleich mit den anderen bayrischen Spielbanken befindet sich Bad Kissingen auf Platz 5.

Fortbestehen der Erfolgsgeschichte in Garmisch-Partenkirchen

Fortbestehen der Erfolgsgeschichte in Garmisch-Partenkirchen

Die Garmisch-Partenkirchner Spielbank soll insgesamt verschönert werden, nach 60 Jahren Spielbetrieb sei es nun auch an der Zeit. Zuerst einmal steht die überholung des großen Saales an, der das Aushängeschild der Spielbank ist. Das Casino inmitten der Garmischer Fußgängerzone soll komplett in neuem Glanz erstrahlen.

Dass eine 60 Jahre alte Spielbank nun überholt werden soll, ist sicherlich kaum verwunderlich. So oder so stehen einige neue Ziele für die Spielbanken in Bayern an. Die schlechten Zahlen und die Einbußen führten nun dazu, dass die Spielbanken sich in Zukunft Neuerungen öffnen müssen, so kündigte es Erwin Horak, der Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung in Bayern an. In den vergangenen Jahren sorgten die bayrischen Spielbanken meist für nicht so positive Schlagzeilen.

Die Etablissements hatten und haben auch immer noch mit Besucherrückgängen zu kämpfen. Angefangen haben die schwierigen Zeiten nach Angaben Horaks mit der Einführung des Rauchverbots. Auch die Konkurrenz von Seiten privater Spielbanken und privater Anbieter aus dem Internet würde den Spielbanken Sorgen bereiten. Aus diesem Grund wurden in einigen Etablissements neue Konzepte eingeführt. In Garmisch-Partenkirchen zum Beispiel wurde zuletzt Poker in das Spielangebot mit aufgenommen.

Aufwärtstrend dank neuem Konzept

Neben dem Pokerspiel wurden weitere Highlights in das neue Konzept der Spielbank Garmisch-Partenkirchen integriert. Hierzu zählt auch die Veranstaltungsreihe Cabaret Royal, bei der ein abwechslungsreiches Gourmet-Angebot zur Verfügung gestellt wird und Shows mit prominenten Künstlern präsentiert werden. Bei der Garmisch-Partenkirchner Spielbank ist bereits ein Aufwärtstrend zu bemerken. So stieg der Bruttospielertrag um sechs Prozent. Die Besucherzahlen konnten einen Anstieg um acht Prozent verbuchen.

Von der Spielbankenorganisation zum Bürgermeisterkandidat

Von der Spielbankenorganisation zum Bürgermeisterkandidat

Er fährt einen Ford Fokus und trägt einen einfachen und eleganten Anzug und dennoch ist er für die Organisation des Spielbetriebes in den neun Spielbanken Bayerns zuständig. Vielleicht liegt es daran, dass Bayern nicht Las Vegas ist oder daran, dass in Bayern das Glücksspiel in geregelten und kontrollierten Bahnen verläuft, so oder so ist der Bürgermeisterkandidat zufrieden mit seinem Job, den er seit dem Jahr 2000 bei der staatlichen Lotterieverwaltung inne hat. Zu seinen Aufgaben zählen die Bereiche Planung, Organisation, Vertrieb und IT-Technik. Durch seine Zuständigkeit in der Spielbank ist ihm selbst das Spielen vor Ort verboten.

In einem Interview in der Spielbank macht Müller deutlich, dass er um den schlechten Ruf des Glücksspiels und der Spielbanken Bescheid wisse und gleichzeitig gibt er an, dass er sich trotzdem nicht für seine Tätigkeit schämen müsse. Das Angebot soll die Spieler unterhalten, wobei hier nicht das Hauptziel ist den maximalen Gewinn auszuschütten. Das Glücksspiel in Bayern wird in kontrollierter und kanalisierter Form angeboten, somit seien sich die Mitarbeiter der Spielbanken auch durchaus der sozialen Verantwortung gegenüber der Gäste bewusst. Hier sei ein klarer Unterschied zu den sogenannten Spielhöllen zu erkennen. Durch Ausweiskontrollen am Eingang soll der Jugendschutz in Bayerns Spielbanken gewährleistet werden, während Spieler unter 21 Jahren bereits in den Spielhöllen ihr Geld verzocken können.

Er selbst stehe dem Glücksspiel auch skeptisch gegenüber. Das Spielen selbst sei nicht seine Welt, daher sei das Spielverbot auch kein Verzicht für ihn. Die Kanalisierung des Glücksspiels in Bayern sei für ihn daher eine wichtige Aufgabe. Er selbst begann seine Arbeit im Bereich des Glücksspiels in einer Zeit, als sich die Spielbanken gerade im Aufbau befanden. Dadurch war er maßgeblich an dem Aufbau der Casinos Bad Steben und Bad Wiessee beteiligt. Auch für die Erneuerung der anderen Spielbanken war der Bürgermeisterkandidat verantwortlich. Neben dem Aufbau entwickelte Müller außerdem ein neues Sicherheitskonzept für die Spielbanken in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt. Die Position als Bürgermeisterkandidat sei für Müller eine neue Herausforderung. Nachdem er nun 14 Jahre in seiner Position gearbeitet habe, sei es an der Zeit sich neuen Herausforderungen zu stellen.

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