Über den Lotto-Boom und illegale Sportwetten

Über den Lotto-Boom und illegale Sportwetten

Nach eigener Aussage sei die Spielsucht eine große Gefahr, auch wenn diese neben den Großen Süchten wie Alkohol oder Tabak die kleinste sei. Auch habe sie selbst bereits Lotto gespielt, ohne großen Gewinn, jedoch mit Freude am Spiel an sich. Seit dem Start von Lotto in Deutschland habe es insgesamt 740 Millionengewinne gegeben, pro Jahr werden es Schätzungen zu Folge jeweils 15 Millionengewinne mehr.

Menschen, die beim Lotto einen Millionengewinn einstreichen, haben die Möglichkeit, sich von der Gesellschaft beraten zu lassen. Etwa die Hälfte davon mache laut Caspers-Merk Gebrauch von diesem Angebot. Die Neumillionäre sind sich oft unsicher, wie sie vorgehen sollen. Wem sagen sie etwas von dem Gewinn? Wie soll weiter vorgegangen werden? Die Lottogesellschaft rät jedem Großgewinner zur Vorsicht, allerdings wussten viele Gewinner auch vorher mit Geld umzugehen, also wissen sie dies meist auch, wenn die Million gewonnen haben.

Ein guter Rat ist es immer, das eigene Haus abzubezahlen, Schulden zu tilgen oder sich selbst auch durchaus Mal eine schöne Reise zu gönnen, so Caspers-Merk. Neben den Spielern sind auch das Land und das Gemeinwohl nach Aussage der Lotto-Chefin die Gewinner, denn etwa die Hälfte des Umsatzes fließt in Sport, Kultur, Umwelt und Soziales, während die andere Hälfte wieder an die Spieler ausgezahlt werde.

Die Gefahr der Spielsucht

Laut Caspers-Merk seien vor allem die schnellen Spiele besonders gefährlich für die Zocker. Hierzu gehöre das Lottospiel nicht, denn hier gibt es lediglich zwei Ziehungen die Woche. Automatenspiel und Wettangebote werden von der Lotto-Chefin als sehr gefährlich eingeschätzt. Durch das Angebot im Internet steige die Suchtgefahr, so Caspers-Merk. Die Konzessionen für Sportwettenangebote in Deutschland wurden noch nicht ausgegeben, während die Toto-Lotto Gesellschaft weiterhin auf eine Entscheidung wartet, gibt es im Internet dennoch zahlreiche illegale Angebote.

Caspers-Merk macht deutlich, dass diejenigen unter den Anbietern, die sich an die gesetzlichen Regelungen halten, nicht bestraft werden dürfen. Momentan findet jedoch eine Verdrängung vom Markt statt, da der Staat nicht ausreichend gegen das illegale Angebot im Internet vorgehe. Die Forderung von Seiten der Lotto-Chefin lautet daher ganz klar: die Politik und der Staat müssen das Glücksspiel in Deutschland zeitnah in geregelte Bahnen bringen, damit keine weitere Verdrängung stattfindet und die Anbieter die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben und gemeinsam gegen die Spielsucht gearbeitet werden kann.