Im Kampf gegen die Lottokonkurrenz

Im Kampf gegen die Lottokonkurrenz

Viel wird heute nur noch online gemacht, so auch das Ausfüllen des Lottoscheins. Dies wird über andere Anbieter aus dem Ausland vorgenommen, die eine Gebühr dafür einstreichen, jedoch eigentlich nichts mit dem staatlichen Lotto-Toto-Block zu tun haben. Die Staatslotterien planen nun den Kampf gegen die anwachsende Konkurrenz privater Glücksspielanbieter aus dem Internet zu starten.

Viele der privaten Glücksspielanbieter sitzen in Großbritannien. Hier haben die Lottospieler die Möglichkeit den Service zu nutzen, den Lottoschein online auszufüllen. So ersparen sich die Kunden den Gang zu Annahmestelle. Die privaten Glücksspielanbieter profitieren davon, denn durch den Service nehmen sie Gelder ein, obwohl sie eigentlich mit dem staatlichen Lottoangebot gar nichts zu tun haben.

Die privaten Glücksspielanbieter im Ausland sollen nun durch die Bundesländer gestoppt werden. Das Angebot aus dem Ausland sei hierzulande illegal, so der Vorwurf der Bundesländer. Es würden keine Verträge mit dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) existieren und zudem würden die ausländischen Anbieter für das Glücksspielangebot hier in Deutschland keine Steuern zahlen.

Stopp des Geldtransfers über die Banken

Einen Weg die privaten Glücksspielanbieter aus dem Ausland zu stoppen haben die Zuständigen sich bereits ausgedacht. Es soll ein Verbot für die Banken ausgesprochen werden überweisungen von deutschen Spielern an ausländische Internet-Anbieter zuzulassen. Auch der Rückfluss von Gewinnen soll mit Hilfe der Banken gestoppt werden. Durch das Angebot aus dem Ausland gehen den inländischen Anbietern Gelder verloren. So kommt es auch, dass die Einnahmen sinken und weniger Gelder eingenommen werden, die von Seiten der deutschen Anbieter für gemeinnützige Zwecke investiert werden.

Wie schnell das gehen kann zeige das Beispiel der Sportwetten. Ausländische Anbieter haben in dieser Rubrik bereits den Deutschen Markt erobert. Die Abgaben der ausländischen Anbieter werden nicht in Deutschland getätigt, sondern fallen in den Ländern an, wo die Unternehmen ihren Hauptsitz betreiben. Hierbei handelt es sich meist um Länder wie Malta und Gibraltar, wo nur sehr geringe Abgaben für das Glücksspielangebot fällig werden.

Der deutsche Lottoanbieter bangt nun darum, dass ausländische Anbieter in Zukunft die Einnahmen für das eigene Angebot generieren werden. Während die Regelungen innerhalb Deutschlands zu Gunsten des Spielerschutzes sehr streng sind, haben die Spieler über ausländische Anbieter oft einfachere Karten. Meist zahlen die Kunden, die bei den ausländischen Privatanbietern registriert sind per Bankeinzug oder Kreditkarte. Diese Möglichkeit soll in Zukunft mit Hilfe der Bankenaufsicht verhindert werden.

Man wolle sich mit dem Unterbinden des Banktransfers ins Ausland gegen das illegale Angebot aus dem Ausland wehren, so hieß es von Seiten des DLTB. Die Frage danach, ob das Angebot der privaten Anbieter aus dem Ausland tatsächlich illegal sei, werde derzeit nicht geklärt. Aufgrund der Dienstleistungsfreiheit sollte das Angebot der Privatanbieter aus dem Ausland eigentlich erlaubt sein, denn das Angebot beinhaltet ganz genau betrachtet lediglich Wetten auf das Lottoergebnis. Ob diese Angebote für illegal befunden werden und ob die Konkurrenz mit Hilfe des Bankverkehrs ausgestochen werden kann wird letztlich vor Gericht entschieden.

Vorwurf an Finanzminister Schmidt wegen Bevorzugung

Vorwurf an Finanzminister Schmidt wegen Bevorzugung

Der Vorwurf der Parteibuchwirtschaft wird damit von Seiten des Finanzministers Schmidt vehement zurückgewiesen. Er machte direkt noch einmal deutlich, dass sich Caspers-Merk durch ihre Qualifikationen auszeichne und dies auch in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen habe.

Die Auswahl für die Geschäftsführung der Lotto-Toto-Gesellschaft brachte gewisse Kriterien mit sich zu denen bereits vorab insbesondere ein starkes Durchsetzungsvermögen als Hauptkriterium dazu zählte. Da Caspers-Merk dieses Kriterium bekanntermaßen ausreichend erfüllte, habe man sich laut Schmidt für diese Wahl entschieden.

Es gab keine Ausschreibung für den zu besetzenden Posten. Schmidt hatte jedoch laut eigenen Angaben den Auftrag eine qualifizierte Person auszuwählen, die durch fachliche Kompetenz überzeugt. Unabhängig von der Freundschaft die zwischen den Parteikollegen bestehe, sie auch hier vor allen die Frage der fachlichen Kompetenz ausschlaggebend gewesen, so Schmidt.

Auch die 57-jährige Politikerin Caspers-Merk wies die Vorwürfe vehement zurück. In Ihrer bisherigen Laufbahn konnte sie bereits als Drogenbeauftragte der Bundesregierung und als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium überzeugen. Hier konnte sie ausreichend beweisen, dass fachliche Kompetenz in unzähligen Bereichen vorhanden ist und dies betonte nun auch Schmidt noch einmal in seinen Aussagen, die darauf hinweisen sollen, dass hier keine Parteibuchwirtschaft stattgefunden habe. Ob die Kritiker sich mit den Aussagen der beiden Politiker beruhigen lassen bleibt nun vorerst noch abzuwarten.