Gewinnen erst ab 18?

Gewinnen erst ab 18?

Glücksspiele sind in den meisten Fällen erst ab einem Mindestalter von 18 Jahren erlaubt. Allerdings gibt es hier eine Ausnahme, denn beim Lotto liegt das Mindestalter bei 16. Dies bedeutet, dass Spieler unter 18 Jahren die Möglichkeit haben, Lottoscheine auszufüllen, einzureichen und am Ende auch den Jackpot zu knacken.

Dieses von außen betrachtete große Glück durchlebte die Britin Jane Park, die mit 17 Jahren den Jackpot der Lotterie EuroMillions knackte und damit eine Million Pfund gewann. Doch wenn man die jüngste «EuroMillions»-Gewinnerin Englands heute, zwei Jahre später, nach ihrem Glück fragt, gibt diese an, dass der Millionengewinn für sie selbst kein Glück gebracht habe.

Die erste Reaktion von Millionengewinnern ist natürlich meistens große Freude. In vielen Fällen brauchen die Gewinner eine Weile, bis sie realisieren können, dass sie zum Millionär geworden sind. So ähnlich ging es auch der damals 17-jährigen Jane Park. Das junge Mädchen war Millionärin und konnte sich nun die Träume eines Teenagers erfüllen.

Diese Wünsche wurden von Jane Park auch direkt realisiert. Einige Schönheitsoperationen, teure Designerkleider, ein neues Auto und ein eigenes Haus. Viele Mädchen würden wohl sagen, dass sie von einem solchen Leben träumen. Doch Jane Park blickt wehmütig zurück, denn heute wäre es ihr lieber, wenn sie den Lotto-Jackpot nicht geknackt hätte. Kaum zu glauben, oder?

Geld hat Jane Park unglücklich gemacht

Jane Park gibt an, dass sie sich zwar seit sie Millionärin ist alles leisten könnte, wovon andere vielleicht nur träumen, aber glücklich sei sie dadurch nicht. Sie könnte sich materielle Dinge kaufen, würde sich in ihrem Inneren jedoch leer fühlen. Freunde oder gar einen Freund zu finden sei schier unmöglich, weil die meisten Menschen es hauptsächlich auf ihre Millionen abgesehen hätten. Heute bereut die junge Frau den Gewinn und würde diesen ab liebsten rückgängig machen.

Damit nicht andere junge Frauen und Männer auch so ein Schicksal erleiden, will sie nun die Lotterie verklagen. Hierbei würde es ihr jedoch nicht um ihr eigenes Schicksal gehen, sondern darum, andere junge Menschen zu beschützen. Aus diesem Grund ist es ihr Ziel, dass das Mindestalter auch für das Lottospielen auf mindestens 18 Jahre angehoben wird.

Verurteilung Westlotto durch OLG Köln

Verurteilung Westlotto durch OLG Köln

Der Kläger ist ein in Gibraltar ansässiger und staatlich lizensierter Glücksspielanbieter, der mehr als einmal Klage einreichte. In zweiter Instanz konnte das Unternehmen nun einen Teilerfolg erzielen und Westlotto wurde die Werbung für Glücksspiel im Internet untersagt.

Mit dem Urteil vom November des letzten Jahres ist es dem Glücksspielunternehmen untersagt auf den eigenen Webseiten und auch auf anderen Webseiten im Internet für die Lottospiele zu werben. Auch ist es dem Unternehmen verboten für die Annahmestellen der eigenen Lotterie zu werben. Angaben über die Höhe des Jackpots und einen angebotenen Newsletter zählen laut des Gerichts zu Werbemaßnahmen, die in der Zukunft unterlassen werden sollen.

Gleichzeitig sind die Ergebnisse der unterschiedlichen Verhandlungen in sich widersprüchlich, da auch die Gesetzeslage in Bezug auf das Thema Internet Glücksspiel besonders widersprüchlich ist. So ist es in Schleswig-Holstein beispielsweise erlaubt Online Glücksspiel anzubieten. Im Glücksspielstaatsvertrag werden wiederum zwar private Sportwettenanbieter zugelassen, jedoch wird hier derzeit noch auf die zu vergebenden 20 Lizenzen gewartet.

Durch die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesstaaten und die bisher ausgebliebene Ratifizierung des Glücksspieländerungsstaatsvertrages sind in Beug auf die gesetzliche Regelung zum Glücksspiel einige Unsicherheiten aufgetreten. Das Glücksspielunternehmen hat zumindest bereits Revision eingelegt und es bleibt weiterhin spannend, welche Regelungen, Änderungen und Klagen in der Glücksspielbranche in naher Zukunft noch folgen werden. Welche Folgen die eingelegte Revision haben wird und ob das Unternehmen Wertspiel-Lotto etwas an dem ausgesprochenen Urteil ändern kann wird sich in Bälde zeigen.

Schleswig-Holsteins Alleingang trägt immer noch Folgen

Wie schon seit einiger Zeit sorgt das eigens in Schleswig-Holstein verabschiedete Glücksspielgesetz weiterhin für Aufregung.

Nachdem das Bundesland auf eigene Faust ein Glücksspielgesetz verabschiedet hatte, in welchem geregelt wurde, dass ab dem nächsten Jahr sowohl Sportwetten Anbieter als auch Anbieter von Online-Glücksspiel in Schleswig-Holstein Lizenzen erhalten können.

Auch der Vertrieb von Lottospielscheinen soll für private Anbieter in Schleswig-Holstein zukünftig erlaubt sein. Nicht nur bei den anderen 15 Bundesländern stieß dies sauer auf, sondern auch bei dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB).

Der DLTB hatte mehrfach angekündigt das Bundesland Schleswig Holstein auszuschließen. Dies scheinen die verantwortlichen Politiker in Schleswig-Holstein jedoch für leere Drohungen zu halten. Es gäbe keine rechtliche Grundlage, um einen solchen Schritt zu rechtfertigen, so FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki und der stellvertretende CDU-Fraktionschef Hans-Jörn Arp. Daher müsse das Bundesland sich um einen Ausschluss keine Sorgen machen, so die Politiker.

Angeblich sollte es eine Prüfung des Ausschlusses von Seiten des DLTB geben. Nachdem bereits darüber berichtet wurde, gab ein Sprecher des DLTB nun an, dass keine Beschlüsse festgelegt worden seien. Bisher scheinen die Androhungen daher tatsächlich erst einmal nur Drohungen zu sein und dies bewirkt weitere Aufregung für die Beteiligten. Der Alleingang Schleswig-Holsteins sorgt an verschiedenen Ecken und Enden für Aufsehen, Aufregung und Diskussionen und dies scheint auch noch immer nicht abzuebben.

Schleswig-Holstein scheint derweil von den Äußerungen und Drohungen verschiedener Seiten unbeeindruckt und plant weiterhin, das verabschiedete Glücksspielgesetz im nächsten Jahr geltend zu machen und als Bundesland einen liberalisierten Glücksspielmarkt anzubieten. Wie sich die Dinge entwickeln werden, wird wahrscheinlich im kommenden Jahr zu Tage treten.

Buchmacher "Betfred" geht mit der Zeit

Das Unternehmen "Betfred" konnte 1967 bei der Eröffnung seines Wettbüros nicht ahnen, dass es ein knappes Jahrhundert später etliche davon führen würde, auch ein Online Casino ist mittlerweile hinzugekommen.

Zu dieser Zeit war das World Wide Web noch kein Thema. Die Technologie ist seitdem immer weiter fortgeschritten, die Unternehmen können sich dem anschließen oder zumachen. Aber das obengenannte Unternehmen wagte den ersten Schritt und nahm Neues an.

Dies ist auch der Grund warum in diesem Online Casino Spiele und Wetten bereitgestellt werden und es gibt noch Vieles mehr. In dieser virtuellen Spielstätte sind eine Menge Spiele zuhause und dazu gehören unter anderem Spielautomaten und Roulette.

Hier dürfen Bingo, Lottospiele und Rubbellose nicht fehlen. Das virtuelle Spiel ist keine Neuheit mehr und der globale Blick liegt auf den Geräten für Unterwegs.

Hier besteht die Möglichkeit, Sportwetten im Bereich Fußball und Pferderennen zu tätigen und man findet auch reine Unterhaltungsspiele, bei denen kein Account vonnöten ist.

Selbstredend gibt es noch unterschiedliche Aktionen, die den Besucherstrom erhöhen und die Gäste zum Bleiben einladen sollen. Jeder neu angemeldete Spieler bekommt einen Begrüßungsbonus und Stammkunden kommen in den Genuss von Bonusaktionen.

Registrierte Spieler haben einen automatischen Zugriff zum VIP-Club, der abhängig vom Level weitere Belohnungen bereithält. Immer dann, wenn ein Spieleinsatz vorgenommen wird, bekommt der Spieler Punkte.

Diese erhöhen den Level im VIP-Bereich oder es besteht die Möglichkeit, diese in Bares umzuwandeln. Es finden jede Woche Turniere statt, die ein paar Gründe mehr bieten, bei "Betfred" zu bleiben.

Nur so kann sich ein kleiner Buchmacher zu einem stattlichen Unternehmen mausern.

Bremen stellt sich stur

Auch nach dem Richterspruch des EuGH möchte der Innensenator von Bremen, Mäurer das Staatsmonopol im Bereich Glücksspiel behalten. Das Urteil kann den Vertrag nicht aufheben, so der Innensenator. Er bekräftigt die Meinung Bremen in vielen Aspekten. Er findet hier keinen Impuls für tiefgreifende Veränderungen. Am 8. September entschied der Gerichtshof, dass das Glücksspielmonopol in der Bundesrepublik dem geltenden EU-Recht zuwiderlaufe.

Wenn das Staatmonopol nicht mehr da ist, würde Privatwettanbieter in Deutschlande keine Hindernisse mehr haben. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Der Innensenator legte das Urteil in Luxemburg anders aus und findet sich in vielen wesentlichen Punkten wie der Bekämpfung der Spiel- und Wettsucht bestätigt.

Deshalb möchte er den einmal bestrittenen Weg weitergehen. Er denkt, dass ein Glücksspielmonopol immer noch vonnöten sei, denn es habe die Aufgabe, das vom Bundesverfassungsgericht angestrebten Ziel, die Wettsucht und Wettleidenschaft einzudämmen sowie Spieler vor betrügerischen Aktivitäten zu bewahren.

Es diene auch dazu, Gefahren, die aus dem mit dem Wetten verknüpften Folge- und Begleitkriminalität zu bannen, so Mäurer. Besonders diese Argumente findet der Gerichtshof in seinem Urteil nicht bestätigt.

Ein Glücksspielmonopol, wie es in der Bundesrepublik existiert, kann keinen angemessenen Schutz vor der Spielsucht leisten, so die Richter. Immerhin macht in Deutschland starke Werbung für das Lottospielen und außerdem haben die Glücksspielgesellschaften und Spielbanken den Gewinn im Auge. Prinzipiell sei ein solches Monopol gestattet, aber nicht in der deutschen Form.

Der Innensenator möchte den Sachverhalt nun von Verwaltungsgerichten überprüfen lassen. Die Regelungen des Vertrags und auch des Ausführungsgesetzes in Bremen sind aber trotz des Richterspruchs des Gerichtshofes immer noch gültig, so der Senator.

Der Sportdirektor von Werder Bremen sprach sich schon am 8. September wohlwollend für den Richterspruch aus. Dies sei ein Entschluss in der richtigen Richtung, so der Sportdirektor, der einer kontrollierten und regulierten Wettmarktöffnung auch Privatanbieter wohlwollend gegenüber steht.

Nach der Meinung des Fußballmanagers entgehen dem deutschen Fiskus viele Einnahmen flöten. So würden diese zukünftig in Deutschland bleiben. Dies gewährleiste mittels entsprechender Steuern die Unterstützung des Sports und der sozialen Organisationen, so der ehemalige Nationalspieler.