Illegale Bereicherung in der Casino-Diskothek Lugano

Illegale Bereicherung in der Casino-Diskothek Lugano

Grund für die Verhandlung vor Gericht ist der, dass den zwei Männern vorgeworfen wird, sie hätten sich illegal an dem Casino bereichert. Insgesamt sollen die Angeklagten vier Millionen Franken von den Einnahmen abgezweigt haben. Besonders erschreckend ist auch, dass das Etablissement dem Kanton gehört und der Betrug daher diesem zu Lasten fällt.

Neben den Betrugsvorwürfen haben die beiden ehemaligen Inhaber, noch andere Vergehen, wegen welchen sie angeklagt sind oder werden sollen. Zum Beispiel der 46-jährige Peruaner. Ihm wird nicht nur der Betrug in der Casino-Diskothek Nyx vorgeworfen, auch steht er wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung vor Gericht.

Der Mann soll seinem Personal befohlen haben, zwei unerwünschte Gäste in einen Raum zu sperren und diese dort zu misshandeln. Da der Peruaner auch noch Besitzer weiterer Einrichtungen ist, ist es kaum verwunderlich, dass er sich vor Gericht wegen undurchsichtiger Geschäftszahlen rechtfertigen muss, das passt zumindest in dieser Art und Weise sehr gut ins Bild.

Den Betrug im Casino soll der Peruaner in Zusammenarbeit mit seinem 48-jährigen, italienischen Kollegen vorgenommen haben. Dieser hat derzeit noch weitere Prozesse zu verhandeln, allerdings ausschließlich wegen Finanzdelikten. Zu diesen Delikten zählt zum Beispiel eine Spesenabrechnung, bei der Rechnungen gefälscht worden sein sollen, um das Casino auf diese Art und Weise zu betrügen. Als Marketing-Mitarbeiter hatte der Mann unterschiedliche Möglichkeiten, um einen Betrug dieser Art vorzunehmen. Die Stadt jedoch gibt an, dass der Italiener gar nicht direkt als Marketing-Mitarbeiter im Casino angestellt gewesen sei.

Die Männer sind jedoch auch jetzt vor Gericht nicht auf den Mund gefallen und versuchen sie den Betrug so zu erklären, dass sie die schwarz abgezweigten Gelder dazu nutzten, um Umbauten im Casino zu finanzieren und die Angestellten zu bezahlen. Besonders heikel ist die Tatsache, dass das Casino zu großen Teilen der Stadt Lugano gehört und durch diese Betreiben wird.

Diese macht vor Gericht deutlich, dass die Betreiber der Diskothek nicht mit dem Casino in Verbindung gebracht werden sollen und man sich daher von den Angeklagten distanziere. Das Casino ist in diesem Fall Privatklägerin, um die politische Angespanntheit wegen diesem Vorfall nicht zu sehr aufkeimen zu lassen.

Österreichisches Unternehmen tritt kürzer, verschwindet aber nicht

Die Casinos Austria veräußern ihre 45 Prozent starke Beteilung am Grand Casino Luzern. Dieses gehört dann ganz der Casino Kursaal AG Luzern. Die Casinos Austria behalten aber die Anteile an den Spielbanken in Bern, Lugano und St. Moritz bei.

Das Unternehmen verkauft auch seine 5 Prozent starke Beteiligung an der Casino Kursaal AG Luzern. über die Verkaufspreise ist bislang nichts bekannt.

Die Kooperation zwischen dem Casino in Luzern und dem österreichischen Unternehmen begann vor 15 Jahren, die Aufgabe war es, die Zulassungen für Spielbanken für die Luzerner zu bekommen und fachliches Wissen weiterzugeben, so die alleinige Aktionärin.

Nach Meinung eines Investors und Betreibers, der internationale Erfahrung vorweisen kann, sei der passende Moment für die Veräußerung erreicht worden, so die Casinos Austria.

Der Abgeordnete des Verwaltungsrates nannte als Gründe für die Veräußerung auch den schon länger unveränderten Casinomarkt, die Steuern für die Spielbanken und letztlich auch das Rauchverbot.

Das österreichische Unternehmen möchte laut der Informationen in wachsenden Märkten wie beispielsweise Italien und im Online Gaming aktiv sein. In der Schweiz behält es seine Anteile an den Spielbanken in Bern, Lugano und St. Moritz.

2009 hatten die Casinos Austrias schon Minderheitsbeteiligung am Grand Casino in St. Gallen, in Pfäffikon im Kanton Schwyz und am Casino in Schaffhausen abgestoßen.

Österreichisches Unternehmen will neue Aufgaben antreten

Nun ist es amtlich, dass die österreichische Casinos Austria AG nach eigenen Informationen in Kürze ihren Unternehmensanteil von 45 Prozent am Grand Casino in Luzern an den Mehrteilseigner, der Kursaal Casino AG Luzern abtritt.

Auch die Teilhabe am neuen Alleineigner von 5 Prozent wird gänzlich veräußert. Keines der beiden Unternehmen wollte sich über den Verkaufspreis äußern. Bereits seit 15 Jahren kooperiert das österreichische Unternehmen mit dem Luzerner Grand Casino.

Der Zweck sei es gewesen, die Zulassungen für die Spielbanken für den Standort Luzern zu bekommen und Fachwissen weiterzugeben, so die Kursaal Casino AG Luzern in einer Pressemitteilung. Diese Aufgabe sei erfüllt worden, weswegen nun der richtige Zeitpunkt für die Veräußerung erreicht sei, sagt ein Sprecher des österreichischen Konzerns.

Nach Aussage des Verwaltungsrat seien auch der schon jahrelang gleichbleibende Casino Markt, die hohen Steuern für die Spielbanken soweit das Rauchverbot ausschlaggebend für diesen Schritt gewesen.

Casinos Austria hat für das Luzerner Grand Casino nur die besten Wünsche und will neue Areale erschließen. Man möchte zukünftig mehr in wachsende Märkte wie Italien und in den Sektor "Online Casino" stecken.

In der Schweiz hat der Konzern nach wie vor Anteile an den Casinos in Bern, Lugano und St. Moritz inne. Im letzten Jahr hatte das österreichische Unternehmen schon Anteile am Grand Casino in St. Gallen, am Pfäffikoner Casino und am Schaffhausener Casino veräußert.

Ende mit Schrecken- Betrügereien im Casino haben endlich ein Ende

Endlich konnte man im Kasino von Lugano aufatmen, denn die Polizei nahm eine Gruppe von Männern, zu denen auch etliche Angestellte des Casinos gehörten, fest. Diese Leute haben sich unehrlich erworbene Gewinnsummen von umgerechnet 345.000 Euro ergaunert. Der Boss dieser Bande ist italienischer Staatsbürger und kommt aus dem schweizerischen Tessin.

Es wird angenommen, dass er mit einer kriminellen Organisation aus dem Norden Italien gemeinsame Sache machte, um noch in weitere Casinos einzudringen und diese im Laufe der Zeit massiv zu schwächen. In den vergangenen Monaten wurden sieben mutmaßliche Verdächtige, die in Verbindung mit dem Betrug in Lugano stehen sollen, festgenommen.

Die Nachforschungen festigen die Vermutung, dass die grauen Eminenzen dieses Vorhabens in Italien ansässig waren. Nach den Aussagen der Staatsanwaltschaft, ließ der Boss der Gaunerbande nichts unversucht, um die Angestellten zu Mittätern zu machen. Darunter befanden sich Mitarbeiter, die mit dem Auffüllen der Automaten betraut waren und sogar ein Croupier für das Roulettespiel.

Doch die Bande machte auch Fehler, denn ihre kriminellen Aktivitäten konnten mit Hilfe von Unterlagen, die das Casino zur Verfügung gestellt hatte, komplett aufgedeckt werden. Wo das gestohlene Geld versteckt ist, ist noch unklar.

Der Fall in Lugano ist der sechste dieser Art, bei der Casinomitarbeiter involviert waren. Leider verleitet das Auffüllen der Spielautomaten des öfteren dazu, Geld zu entwenden. Nun soll überlegt werden, wie man diesen Schwachstellen entgegenwirken kann.