Glückssträhne in Luxemburg

Glückssträhne in Luxemburg

Ein Spieler konnte in den vergangenen Wochen im Casino 2000 eine Glückssträhne feiern, denn zweimal hintereinander räumte er vor Ort an einem Slot den Jackpot ab. Der staatliche Gewinn, den der Spieler somit insgesamt einfuhr, ist der dritthöchste in der Geschichte des Casinos 2000.

Die Glückssträhne des Spielers aus Luxemburg begann im Casino 2000 in Mondorf, wo er beim ersten Mal den Jackpot in Höhe von 200.000 Euro knackte. Er entschied direkt eine Woche später erneut in das Casino zu gehen, um sein Glück vor Ort ein wenig zu feiern, tätigte einen geringen Einsatz und gewann beim zweiten Mal erneut den Jackpot, diesmal in Höhe von 460.000 Euro. Insgesamt gewann der Spieler damit innerhalb von zwei Wochen eine Gesamtsumme in Höhe von 660.000 Euro.

Dritthöchster Gewinn in der Geschichte der Spielbank

Der Spieler hat nach diesen zwei Gewinnen im jeweils sechsstelligen Bereich natürlich allen Grund zur Freude. Von Seiten des Casinos 2000 wurde bekannt gegeben, dass die beiden Jackpots zusammengenommen den dritthöchsten Gewinn der Spielbank darstellen. Den ersten Platz und damit den höchsten Gewinn in der Spielbankgeschichte des Casinos 2000 lag bei 1,6 Millionen Euro, die an einen Spieler ausgezahlt wurden. Doch auch die insgesamt 660.000 Euro, die dem aktuellen Glückspilz ausgezahlt wurden, können sich selbstverständlich sehen lassen.

Überfall auf luxemburgische Spielbank

Überfall auf luxemburgische Spielbank

Einer der Täter konnte geschnappt werden und wurde nun zu einer Haft von 16 Jahren verurteilt. Der Täter musste sich vor Gericht für die Tat verantworten und wurde von dem zuständigen Richter für Schuldig befunden. Neben der Haftstrafe hat der Täter zudem einen Schadensersatz in Höhe von 4000 Euro an einen Nebenkläger zu zahlen. Der zweite Verdächtige, der festgenommen wurde, wurde vor Gericht freigesprochen.

Nach der Tat, bei der eine Beute in Höhe von 85.000 Euro durch die Täter ergaunert wurde, befanden diese sich scheinbar planlos auf der Flucht. Die ermittelnden Polizisten konnten am Fluchtfahrzeug der Gangster DNS-Spuren sicherstellen. Durch diese Spuren wurden die Ermittler auf den Täter aufmerksam. Das Fluchtfahrzeug wurde in der französischen Stadt Metz gefunden, wo dieses zudem mit Benzin übergossen, allerdings nicht angezündet wurde. Hier konnten die Spuren durch die Ermittler sichergestellt werden, die diese wiederum zu dem Verurteilten führten.

Verdacht auf Bandenkriminalität

Die Verurteilung in diesem Fall ist ein erster Erfolg für die ermittelnden Polizisten. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass die Gangster einer kriminellen Bande aus Lyon angehören. Bei der Bande wird davon ausgegangen, dass diese bereits für mehrere Überfälle auf Spielbanken der Region verantwortlich ist. Ob in diesem Fall weitere Ermittlungen angestellt werden, ist bisher noch nicht bekannt. Der eine Fall kann nun zumindest nach Jahren abgeschlossen werden, da die Verurteilung des verantwortlichen Kriminellen nun erfolgte.

Glücksspiel-Tagung in Luxemburg

Glücksspiel-Tagung in Luxemburg

Hierzu kamen Bernhard Stracke (ver.di), Christoph Dreher und Carsten Meerpohl als Teilnehmer zusammen. Insgesamt gehören 900 Gewerkschaften in 140 Ländern zu der UNI und bei der Sitzung wurden diese durch insgesamt 20 Delegierte aus acht Ländern Europas vertreten.

Neben wichtigen Gesprächen stand bei der Tagung in Luxemburg dieses Mal auch eine Besichtigung des einzigen Casinos vor Ort an. Hierzu besuchten die Teilnehmer der Tagung das Casino 2000 in Bad Mondorf. Es wurde am darauffolgenden Tag direkt ein Vortrag über die derzeitige Situation in Bezug auf das Glücksspiel in Luxemburg gehalten und der Geschäftsführer des Casino 2000, Guido Berghmans, stellte sein Unternehmen vor. Berghmans ist außerdem als Vizepräsident der Europäischen Spielbankenvereinigung bekannt.

In einer Diskussionsrunde mit den Teilnehmern der Tagung wurde ausführlich besprochen, wie sich die Folgen des Glücksspiels auf die Umsätze der Casinos auswirken. Auch wurden die Auswirkungen der jetzigen Spielbankensituation auf die Arbeitnehmer diskutiert und erörtert. Natürlich wurden Problematiken aufgeworfen, gleichzeitig saß man auch zusammen, um Lösungsansätze zu finden. Die Teilnehmer wurden sich schnell einig, dass die traditionellen Casinos Stärkung von außen brauchen. Die Interessen der Teilnehmer und deren Gewerkschaften schienen, wie sich herausstellte, sehr ähnlich zu sein.

Auf einer Tagung, bei der es um Glücksspiel geht, darf das Thema Spielsucht nicht fehlen. Frau Eleonora Iacobelli von EURODAP präsentierte einen Vortrag zum Thema "Spielen als soziales Phänomen". Das Spielen sei ihrer Rede nach ein Teil der Natur des Menschen und dennoch bestehe für jeden Menschen die Gefahr, hiervon abhängig zu werden. Grundsätzlich sprach die Expertin sich für eine staatliche Regulierung des Glücksspiels aus, da dieses so besser kontrolliert werden könnte und entsprechende Regelungen und Gesetze auch die Spieler in erster Linie vor den Gefahren der Sucht schützen könnten.

In der Folgenden Zeit sollen die Politiker der verschiedenen Länder davon überzeugt werden, wie sinnvoll es ist Regelungen und Regulierungen einzuführen. So werden in Bezug auf das Glücksspiel nach Meinung der Experten nicht nur die Spieler selbst geschützt, sondern vielmehr auch die Arbeitsplätze, die unzählige Menschen innerhalb der Glücksspielindustrie beschäftigen.

Die Gewerkschaft ver.di für Deutschland habe sich gegen eine Regulierung des Glücksspiels in Deutschland ausgesprochen und unterstützt weiterhin das Vorhaben, dass die durch den Glücksspielstaatsvertrag verbotenen Glücksspiele in Deutschland auch weiterhin verboten bleiben sollen.

Casinoentscheid verschoben, Neuausschreibung in Luxemburg

Casinoentscheid verschoben, Neuausschreibung in Luxemburg

Bis hier eine Entscheidung fallen wird, wird erst einmal noch mit einer längeren Wartezeit gerechnet. Dies teilte der Staatsgerichtshof in der vergangenen Woche mit. Grund für eine verlängerte Wartezeit ist das Individualbeschwerdeverfahren, welches nun unterbrochen werden muss, damit der EFTA-Gerichtshof ein Gutachten anfertigen kann. In diesem Gutachten soll dargelegt werde, ob das Vergabeverfahren der Spielbankenkonzessionen europarechtskonform und welche Anforderungen gegeben sind.

Es soll geprüft werden, ob die Ausschreibung der Spielbankenkonzession rechtens ist oder eine Verletzung der europarechtlichen Vorgaben stattfand. Sollte dies eintreffen, würde eine Neuausschreibung auf dem Plan stehen. Nach dem Verwaltungsgerichtshof ist dieser Fall bereits eingetroffen, doch nun soll die Rechtsprechung von Seiten des Gerichtshofes der Europäischen Union (EuGH) durchgeführt werden.

Nach Angaben des Verwaltungsgerichtshofs sei das Transparenzgebot nicht ausreichend berücksichtigt worden. Die Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien hätte offenkundiger bereits am Anfang der Ausschreibung bekannt gegeben werden müssen, so der Verwaltungsgerichtshof. Die Mängel seien zu gewichtig, als dass die Ausschreibung anerkannt werden könne, daher wird von Seiten des Verwaltungsgerichtshofs eine Neuausschreibung gefordert.

Von Seiten der Beschwerdeführerin hingegen, wurde angegeben, dass der Verwaltungsgerichtshof das Transparenzgebot zu überspitzt darstellen und gewichten würde. Der Maßstab würde nicht mit dem europarechtlichen Maßstab konform gehen. Durch die Erstellung des Gutachtens von Seiten des EFTA-Gerichtshofs soll nun Licht in die Sache gebracht werden. Da sich dadurch das Verfahren jedoch weiterhin in die Länge zieht, können die Casinopläne in der Region vorerst nicht realisiert werden und es bleibt abzuwarten, wie in dieser Sache in Zukunft entschieden wird.

Im Bereich Sportwetten geht es drunter und drüber

Allmählich wird es Zeit, dass der gordische Knoten in Bezug auf den kommenden Glücksspielvertrag gelöst wird.

Der aktuell in Kraft befindliche Vertrag wird zum Ende 2011 nicht mehr gültig sein und vor rund einem Jahr hatte der EuGH in Luxemburg dieses Dokument als nicht rechtmäßig eingestuft.

Das ist auch der Grund, warum er für zahlreiche Betreiber im Wettbereich nicht mehr von Belang ist. Das Regierungspräsidium in der nordrhein-westfälischen Stadt Düsseldorf setzte eine Unterlassungsverfügung in Kraft. Diese beinhaltet, dass der Bundesligist Bayer Leverkusen nicht mehr Wettbetreiber im privaten Bereich bewerben soll.

Sportwettenbetreiber haben aber auch übereinkünfte in Sachen Werbung mit Bundesligisten wie Schalke 04, 1899 Hoffenheim und dem SC Freiburg. Der momentan in Kraft befindliche Vertrag sieht vor, dass die Reklame für Wetten im Sportbereich untersagt ist.

Aber dieses Gesetz hat keine Handhabe mehr, so macht erstgenannter Fußballverein ohne Scheu Reklame für den Betreiber "Tipico" und auch Schalke unterzeichnete einen Werbevertrag mit "Bet-at-home". Ob der Verein nach wie vor für den Betreiber werben kann, unterliegt der Stadt Gelsenkirchen.

Auch bei den Vereinen Hoffenheim und Freiburg ist es nicht sicher, ob man die Werbung weiterhin betreiben kann. Die Betreiber der Wetten sind sich keiner Schuld bewusst, für sie ist der momentane Vertrag nicht von Belang.

Es steht aber fest, dass die nicht eindeutige juristische Situation für Missverständnisse sorgen wird und deshalb ist es dringend notwendig, etwas dagegen zu unternehmen und unmissverständliche Vorgaben zu schaffen.

Die Debatte in Bezug auf den kommenden Vertrag läuft schon auf Hochtouren und vor einiger Zeit erarbeiteten die Länderchefs eine Gesetzesvorlage, mit der nur Schleswig-Holstein nicht einverstanden war.

Das Nordlicht erarbeitete einen Vertrag, der sich vom Entwurf der anderen Bundesländer dadurch unterscheidet, als das die Europäische Kommission damit einverstanden war. Das Bundesland will seinen Alleingang durchziehen, doch wie es im Hinblick auf Glücksspiel in den anderen Ländern weitergehen soll, steht nicht fest.

Es ist sehr wichtig, diese Situation sobald wie möglich zu verbessern.

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