Macau erzielt Rekord-Umsätze

Macau erzielt Rekord-Umsätze

Trotz vieler positiver Meldungen ist die Wirtschaftskriese auch vor Ort deutlich spürbar gewesen. Vor allem im Bereich der VIP und High Stakes Gäste war in den vergangenen Monaten eine deutlich Abnahme zu merken.

Der Rekord-Ertrag vom Dezember belief sich dennoch auf eine Summe in Höhe von 28,2 Milliarden Patacas, umgerechnet ca. 3,5 Milliarden US-Dollar. Die Spieler nutzten die Angebote rund um Weihnachten in dem chinesischen Glücksspielmekka aus und bereisten das Gebiet in der Hoffnung auf das große Glück. Das Weihnachtsgeschäft war dadurch für die Region besonders ertragsreich und es konnten Rekord-Umsätze erzielt werden.

Auch die Jahresbilanz sieht für die Glücksspielregion besonders erfolgreich aus, denn nach der Auswertung von Seiten des Gaming Inspection and Coordination Bureau ist im Vergleich zu den Vorjahren im letzten Jahr ein Anstieg n Höhe von 14 Prozent verbucht werden. Die Jahresumsätze beliefen sich auf umgerechnet fast 37,2 Milliarden US-Dollar. Erstaunlicher Weise ist diese enorme Steigerung jedoch nicht auf eine höhere Anzahl an Besuchern zurückzuführen, denn im vergangenen Jahr kamen lediglich 0,5 Prozent mehr Gäste nach Macau.

Es bleibt spannend, wie sich das Glücksspielmekka in der Zukunft weiter entwickeln wird und ob bereits für das nächste Jahr anstiege in gleicher Höhe erwartet werden können. Es wird jedoch durchaus davon ausgegangen, dass sich weitere Erfolge einstellen werden, denn auch für nächstes Jahr sind einige Projektrealisierungen und Investitionen in Planung, die langfristig die Umsätze des Glücksspielmekkas halten oder sogar steigern sollen.

MGM bekommt grünes Licht für Rekordinvestition auf Macau

MGM bekommt grünes Licht für Rekordinvestition auf Macau

Geplant ist die Errichtung eines 5-Sterne-Hotels der Extraklasse. Insgesamt sind 1600 Hotelzimmer, 2500 Spielautomaten und 500 Spieltische innerhalb des Resorts vorgesehen. Auch Konferenzräume, Parkplätze und verschiedene Attraktionen sollen mit dem MGM Projekt auf Macau realisiert werden.

Die Fertigstellung des Projekts soll innerhalb der nächsten drei Jahre stattfinden, denn die Eröffnung soll schon im Jahr 2016 gefeiert werden. MGM ist eines der großen Unternehmen, welches nun erst relativ spät in die neue Glücksspielmetropole Macau investiert. Der Gegner des Unternehmens aus Las Vegas, der Sands-Konzern, hat die Möglichkeit vor Ort bereits lange Zeit zuvor ergriffen.

Während das Glücksspielgeschäft auf Macau immer weiter boomt, sind die Straßen in Las Vegas sinnbildlich wie leer gefegt. Die großen Unternehmen betreiben zwar vor Ort immer noch ihre Casinos, doch die Zeiten der Casinos in Las Vegas sind eigentlich so gut wie vorbei. Das ehemalige Glücksspielmekka wurde durch Macau abgelöst. während Glücksspiel immer mit Kriminalität in Verbindung gebracht wird und in China die Triaden besonders bekannt und gefürchtet sind, wurden neue Regelungen für die neue Glücksspielmetropole erlassen, die sogar diesen Gangstern die Hände bindet.

Auch der Kampf gegen die Kriminalität wird auf Macau durch die neu geschaffenen Gesetze streng überwacht, kontrolliert und vor allem bekämpft. Die Casinos erhalten staatliche Unterstützung in Form von Aufpassern vor Ort und es wurden einige Bankkonten eingefroren, von Personen die in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen sein sollen. Das "Responsible Gaming" soll in Macau nun immer mehr durchgesetzt werden.

Macau verzeichnet Umsatzboom

Macau verzeichnet Umsatzboom

Nach den neusten Angaben konnten die Umsätze im vergangenen Jahr enorm erhöht werden. Mit Einnahmen von etwa 28,7 Milliarden Euro nahm Macau im Jahr 2012 nahezu das Vierfache der Einnahmen in Las Vegas ein. Macau gilt heute als umsatzstärkste Casinostadt der Welt.

Millionen Chinesen zieht es immer wieder in das Glücksspielmekka. Nach verschiedenen Interviews mit den chinesischen Spielern wird schnell deutlich: den Chinesen geht es beim Spielen nicht um Unterhaltung und Vergnügen sondern tatsächlich ausschließlich um Geld. In China ist Glücksspiel generell verboten und daher ist es kaum verwunderlich, dass so viele Chinesen ihren Weg nach Macau finden. Hier gilt eine Sonderregelung, die es den Chinesen vor Ort gestattet dem Glücksspiel nachzugehen.

Auch wenn es den Chinesen nach eigenen Aussagen ausschließlich um das Gewinnen geht, so gibt es dennoch einen anderen Gewinner in den meisten Fällen: das Casino. Die Einnahmen Macaus in Höhe von rund 28,7 Milliarden Euro kommen immerhin nicht von irgendwo, sondern letztlich sind dies die Verluste der Spieler, die vor Ort ihr Glück auf die Probe stellen.

Macau war einst ein verschlafenes Fischerdörfchen. Heute zählt die Region zu den wohlhabendsten Orten von Ostasien. Trotz der Herrschaft durch China hält die Glücksspielinsel den Sonderstatus und erlaubt vor Ort Glücksspiel. Diese Erlaubnis bestand schon vor der Chinesischen Herrschaft, als die Insel noch in portugiesischer Hand war. Heute gibt es vor Ort alle großen und international bekannten Hotelketten vor wie zum Beispiel The Sand, The Wynn und das Venetian.

Besonders vorteilhaft ist diese erfolgreiche Bilanz vor allem für die Einwohner von Macau, denn diese profitieren von den steigenden Umsätzen durch das Casinogeschäft. Die Steuern bleiben in der Stadt und für die Bewohner sind sowohl ärztliche Versorgung als auch Altersversorgung kostenlos.

Eine weitere Besonderheit sind auch die Prämienauszahlungen an die Bewohner, denn zum Beispiel im vergangenen Jahr erhielten alle Einwohner fast umgerechnet 1000 Euro. Für die Chinesen vom Festland wurde die Anzahl der Besuche jedoch nun bereits beschränkt, denn diese dürfen nach neusten Regelungen nur noch einmal im Monat nach Macau einreisen.

Weniger Macau Touristen im November 2012

Weniger Macau Touristen im November 2012

Im November wurde eine rückläufige Anzahl der Touristen im Vergleich zum Jahr 2011 festgestellt. Der Rückgang betrug eine Höhe von 1,8 Prozent und es konnte eine Besucheranzahl in Höhe von 2,37 Millionen Personen im November 2012 in Macau registriert werden. Veröffentlicht wurden diese Zahlen von dem Statistics and Census Service.

Insgesamt sank die Anzahl der asiatischen Besucher im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr 2011 um 1,9 Prozent ab. Gleichzeitig war ein Anstieg der Besucheranzahl von den Spielern aus China zu bemerken, denn hier wurde ein Anstieg in Höhe von 2,9 Prozent registriert. Ein Anstieg in Höhe von 7,7 Prozent wurde in Bezug auf die Anzahl der europäischen Touristen im vergangenen Jahr registriert, während die Anzahl der amerikanischen Besucher um 3,0 Prozent abfiel.

Dies zeigt im Gesamtrückblick auf, dass im Großen und Ganzen dennoch mehr Besucher in der Glücksspielmetropole ihr Glück auf die Probe stellten. In den Monaten Januar bis Dezember wurde im Gesamtüberblick ein Anstieg von jeweils 0,5 Prozent verbucht. Damit stieg die Besucheranzahl im Jahr 2012 auf insgesamt 25,59 Millionen Personen.

Im Durchschnitt halten sich laut Statistik die Besucher etwa einen Tag in Macau auf. So bewies auch der Vergleich zum Vorjahr hier einen Anstieg in Höhe von 0,1 Tag. Zusammengefasst ergeben die Zahlen deine durchaus positive Bilanz für die Glücksspielmetropole Asiens.

Ein Streifzug durch Macau

Ein Streifzug durch Macau

Vor Ort gibt es lediglich 570.000 Einwohner, doch Menschen sieht man auf den Straßen viel mehr, denn die Besucher der insgesamt 35 Casino Tempel nächtigen in den riesigen Hotels in Macau.

Zum Beispiel das "Venetian Resort", welches der italienischen Stadt Venedig nachempfunden ist und durch das man mit einer Gondel über Wasser gleiten kann. Dieser Hotelkomplex, in dem auch ich eine Gondelfahrt genießen konnte, ist das Venedig Chinas, da es sich in Macau an der chinesischen Südküste befindet.

Glücksspiel ist auf dem Festland Chinas eigentlich verboten und daher ist es kaum verwunderlich, dass täglich unzählige Boote die Spieler nach Macau schippern, damit diese ihrem Hobby nachgehen können. Allein im Jahr 2012 wurden in Macau 30,4 Milliarden Euro Umsatz mit dem Glücksspiel gemacht, weit mehr als in dem ehemaligen Glücksspielmekka Amerikas.

Auch ich ließ mich mit dem Speedboot von Hongkong nach Macau bringen. Etwa 70 km über Wasser, die etwa in einer Stunde zurückgelegt wurden. Mit mir fanden sich fast ausschließlich Asiaten auf dem Boot ein und ich trat an diesem Tag als einziger Europäer die Reise zum Glücksspielmekka Asiens an. Einer Studie zu Folge wird die Glücksspielinsel Macau täglich von 80.000 Touristen besucht, von denen etwa 98 Prozent der Studie zu folge Asiaten sein sollen.

Doch auf der Insel bin ich dann nicht mehr der einzige Europäer. Der 59-jährige Deutsche Harald Brüning lebt seit 1985 in Macau. Es ist vor Ort der Verleger der englischsprachigen Zeitung "The Macau Post Daily", weshalb er mir bei unserem Zusammentreffen auch direkt mehr von den Anfängen der Glücksspielinsel berichten konnte. Seit 1999 ist die Wahlheimat des Deutschen nun unabhängig. Als Vorzüge der Insel zählt der deutsche multikulturelles Flair und Reichtum auf. Die Steuereinnahmen verbucht das Gebiet für sich und so können viele Angebote, wie Altenpflege, vor Ort kostenlos angeboten werden.

Bei meinem Streifzug durch die Stadt sehe ich nicht nur unzählige kulinarische Köstlichkeiten und Restaurants, auch eine beeindruckende Altstadt mit Kolonial-Architektur in Pastellfarben und europäischen Prachtbauten mit chinesischen Lettern. Die Stadt versprüht beeindruckendes Flair, so wie Las Vegas in den Anfängen, nur auf eine ganz eigene Art und Weise.

Auch wenn Macau Las Vegas den Rang abgelaufen hat, so ist Macau dennoch keine billige Kopie der amerikanischen Glücksspielmetropole. Dennoch gibt es einige Angebote, die in Las Vegas in gleicher Form existieren. So gab es das erste "Venetian Resort" in Las Vegas und wurde in Macau in doppelter Größe nachgebaut.

Natürlich ist das Casino des Hotels ein absolutes Glanzstück. Hier finden sich täglich 18.000 Spieler wieder, die vor Ort ihr Glück auf die Probe stellen. Ein Dresscode existiert vor Ort nicht und Alkohol ist streng verboten. Für meinen Geschmack schauen die Spieler sehr ernst und angestrengt drein, was Sinn ergibt nachdem mir erklärt wird, dass die Europäer aus Spaß spielen, die Chinesen jedoch Spielen, um damit Geld zu machen.

Reisebericht von Frank Marschall aus Göttingen