Positive Jahresbilanz für Macau

Positive Jahresbilanz für Macau

Für das Jahr 2012 konnte in Macau ein Anstieg auf 13,5 Prozent erarbeitet werden, was letztlich Umsätze in Höhe von 38 Milliarden Dollar bedeutet. Mit diesen rasant steigenden Umsätzen lief die Glücksspielinsel Macau der Glücksspielmetropole Las Vegas den Rang ab.

Mit den Zahlen von 2012 und den Erfolgen, die Macau verbuchen konnte, ist Macau nun zum größten Glücksspielmarkt der Welt geworden. Damit wurde demnach auch die eigene Marktposition weiterhin gefestigt. Insgesamt gibt es in Macau 35 Casinos, die stetig steigende Bruttoeinkünfte für die Region verbuchen können.

Erst im Dezember des letzten Jahres wurden Rekordumsätze vor Ort erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden allerdings insgesamt weniger Umsätze verbucht, doch das liegt nicht an dem Glücksspielmarkt in macau, sondern vielmehr an der wirtschaftlichen Lage der gesamten Welt, denn viele Spieler sind mit ihren Einsätzen seit der Wirtschaftskrise vorsichtiger geworden, so auch die Chinesen.

Vorrangig sind es chinesische Bürger, die den Weg nach Macau suchen, um vor Ort den verschiedenen Glücksspielangeboten nachzugeben. Die einfache Erreichbarkeit Macaus von China aus ist ein gutes Argument für die Chinesen den einen oder anderen Ausflug nach Macau zu unternehmen.

Für die Glücksspielinsel sind weitere Investitionen geplant, trotz Wirtschaftskriese. Große Anbieter sind bereits dabei weitere Bauprojekte zu planen oder zu realisieren. Zu diesen Anbietern zählen bekannte Namen wie Las Vegas Sands Corp. und Wynn Resorts Ltd.

2,6 Milliarden Dollar Projekt am Cotai Strip

2,6 Milliarden Dollar Projekt am Cotai Strip

Kein Wunder also, dass vor Ort weitere Casinoprojekte realisiert werden sollen. Neusten Meldungen zu Folge sollen die MGM China Holdings grünes Licht bekommen haben, um in Macau am Cotai Strip ein Casinoprojekt im Wert von 2,6 Milliarden Dollar zu realisieren.

Das Unternehmen setzt sich aus einem Zusammenschluss in Form eines Joint Ventures von MGM Resorts International und Pansy Ho zusammen. Ein Casino dieses Joint Ventures existiert bereits in dem Glücksspielparadies Macau und nun soll das zweite Projekt realisiert werden.

Die Unternehmen bekamen bereits grünes Licht und so werden die Pläne mit Sicherheit bald in die Tat umgesetzt. Die Pläne umfassen die Realisierung eines Casino Resort Projekts, auf einer Fläche von 71.600 Quadratmetern Baufläche. Als Zeitrahmen für den Bau wurde ein Zeitfenster von 36 Monaten angesetzt.

Die Kosten für dieses Mega Projekt sollen Schätzungen zu Folge bei einem Betrag in Milliardenhöhe liegen. Kein Wunder, denn allein der Pachtvertrag soll eine Summe in Höhe von 161,4 Dollar kosten, die in Raten gezahlt werden soll. Festgelegt wurde der Pachtvertrag auf 25 Jahre mit der Option auf Verlängerung.

Einen Namen haben die Unternehmen für das Projekt bisher noch nicht publiziert. Die Pläne zeigen aber auf, dass unzählige Hotelzimmer, Spielautomaten und Spieltische vor Ort entstehen sollen. Mit der Lage direkt am Cotai Strip erhoffen sich die Verantwortlichen einen regen Besucherzulauf.

In Macau sind neben diesem Projekt noch weitere Projekte und Erweiterungen bestehender Casinos geplant. Es wurde jedoch auch bereits angekündigt, dass in Zukunft keine weiteren neuen Projekte von amerikanischen Firmen vor Ort zugelassen werden sollen.

Macau im Kampf gegen Kriminalität

Macau im Kampf gegen Kriminalität

Um diese Sicherheit für das Glücksspielmekka Macau wieder herzustellen führte die Polizei zusammen mit den chinesischen und einheimischen Behörden vermehrt Razzien in den Casinos und Hotels der Insel durch.

Diese Razzien waren die Folge mehrerer Morde und Mordanschläge, da zum Beispiel erst kürzlich ein Casinobesitzer angegriffen und ermordet wurde. Insgesamt mussten sich hierzu 1300 Menschen einem Verhör unterziehen und sogar 150 der befragten Personen wurden festgenommen.

Die Polizei erhofft sich davon, dass durch Aktionen dieser Art gegen das organisierte Verbrechen vorgegangen werden kann. Auch die immer noch anhaltenden Bandenkriege, die in den 1990er Jahren ihren Anfang nahmen, sollen damit eingegrenzt werden.

Besonders in Bezug auf die Triaden, die eine mafiaartige Vereinigung darstellen, soll vorgegangen werden, denn diese kämpften zum damaligen Zeitpunkt darum, die Casino-Geschäfte im High-Roller Bereich führen zu können. Auch waren diese Organisationen für das illegale Kreditgeschäft verantwortlich und zum damaligen Zeitpunkt, im Jahr 1999, fielen insgesamt 40 Personen diesen Machenschaften bei Schießereien zum Opfer und starben.

Der Anführer der Tiraden, Kuok-koi, erhielt eine Strafe von 15 Jahren Gefängnis, die nun nahezu vorüber sind. In Bezug auf die Casinos muss laut Behördensprecher immer mit Kriminalität gerechnet werden. Betrugsversuche, Diebstähle und Geldwäsche sind keine Seltenheit in Regionen, wo Casinos sind.

Auch bei der erst kürzlich stattgefundenen Aktion der Polizei wurden Betrüger festgenommen, eine Geldsumme in Höhe von 900.000 Euro beschlagnahmt und die beteiligten Personen wurden wegen Betrug, Geldwäsche, Mordversuch, Mord und weiteren Verbrechen angeklagt. Diese Machenschaften stehen oftmals in Verbindung mit den Triaden.

Entwicklungen in unterschiedliche Richtungen in Macau

Entwicklungen in unterschiedliche Richtungen in Macau

Das Casinogeschäft boomt und die Umsätze der Betreiber werden dauerhaft gesteigert. Gleichzeitig wurde jedoch bemerkt, dass auch die Gewaltverbrechen vor Ort ansteigen und dies wird in gewisser Weise dem Geschäft mit dem Glücksspiel zugeordnet.

Vermehrt sind Meldungen zu den Themen Mord, Gewalt und verschiedenen Anschlägen zu lesen. Erst kürzlich wurde eine Meldung bekannt, dass ein gewaltsamer Anschlag auf einen einflussreichen Casino-Mogul vorgenommen wurde.

Insgesamt gibt es in Macau derzeit 33 Casinos und die Anzahl der Casinos wird voraussichtlich weiterhin steigen. Die Einnahmen dieser Branche belaufen sich derzeit auf eine Summe in Höhe von 33 Milliarden Dollar pro Jahr.

Das blühende Geschäft könnte für die Regierung demnach allen Grund zur Freude bieten, doch diese beschäftigt sich nun vermehrt mit der Sicherheit und der familienorientierten Planung. Dies lässt darauf schließen, dass die Gewaltverbrechen angewachsen sind und dass aus dem Glücksspiel eine Gefahr resultiert, die in den Griff bekommen werden muss.

Offensichtlich handelt es sich bei diesen Gewaltverbrechen um sogenannte Verteilungskämpfe, die in den 90er Jahren schon einmal für Schlagzeilen sorgten. Grund dieser Annahme ist ein überfall, der auf einen Casino-Mogul ausgerichtet war. Hierbei handelt es sich um den Besitzer des "Greek Mythology" Casinos, Mr. Ng Man Sun.

Der Angriff wurde von sechs Männern ausgeführt, während der Geschäftsmann nichtsahnend bei seinem Abendessen im eigenen Restaurant saß. Der übergriff war gewaltvoll und mit Keulen und Hämmern wurde der Unternehmer stark verletzt. Diese Art und Weise lässt auf die chinesische Mafia schließen, denn die Vorgehensweise erinnert an diese Organisation.

Neben übergriffen dieser Art ist auch die Anzahl der Morde in der Vergangenheit enorm angestiegen. Auch diese Morde stehen in gewisser Weise immer im Zusammenhang mit dem Glücksspiel. Aussagen zufolge wurden erst wenige Tage zuvor zwei Männer getötet, die mit Spielschulden belastet waren. Die Probleme scheinen in dieser Richtung anzuwachsen, vorrangig scheint es um Probleme mit Spielschulden und der Kreditfirma zu geben.

In Macau sind die Kreditfirmen enorm angewachsen, obwohl diese Kredite vor Ort illegal sind. Die Kreditinstitutionen werden Junk Operators genannt. Diese vergeben vor Ort Kredite in unbestimmter Höhe und schließen mit dem Kreditnehmer einen Knebelvertrag, in dem unglaubliche Rückzahlungs-Bedingungen verankert sind, ab.

Zum Beispiel Zinsen in enormer Höhe gehören zu einem solchen Knebelvertrag. Oftmals werden Familien, Freunde und Angehörige von den Kreditgebern mit einbezogen, wenn der Kreditnehmer nicht bezahlen kann. Auch Körperverletzung, Gewalt und Mord gehören hierdurch in der heutigen Zeit offensichtlich Zur Tagesordnung.

Neue Projekte in Macau

Neue Projekte in Macau

Macau geht demnach weitere Schritte auf dem Weg zum Welt Zentrum Tourismus und Freizeit. Dies geschieht mit der Umsetzung von neuen Projekten.

Der neue Hotel- und Casinokomplex von Wynn Macau soll vier Milliarden US-Dollar beanspruchen. Die Realisierung des Projekts soll bis zum Jahr 2016 erfolgen. Das Bauvorhaben wird auf COTAI realisiert, in der Nähe bereits bestehender Hotel- und Casinokomplexe wie das Venetian, Galaxy oder Sands.

Ganz in der Nähe des neuen Casinokomplexes befindet sich auch das bekannte Hotelresort mit Entertainment Bereich, das City of Dreams. Hier gab es eine zusätzliche Ankündigung, nämlich die Präsentation des anstehenden Variete Programms mit dem Namen "Taboo".

Ab dem Sommer wird diese neue Show in dem Nachtclub Cubic angeboten. Die aus Las Vegas bekannte Wynn Gruppe realisiert in Macau nun den zweiten Komplex. Der erste Komplex bestehend aus Hotel und Casino wurde im Stadtzentrum Macau umgesetzt. Das neue Resort soll in COTAI entstehen, bis zum Jahr 2016.

Die Pläne für den neuen Wynn Komplex beinhalten insgesamt 2000 Hotelzimmer, 500 Spieltische, 10 Restaurants, verschiedene Shops, Konferenzmöglichkeiten, einen SPA-Bereich und einen Nachtclub. Das Highlight des Resorts, welches sich über 206.000 Quadratmeter erstrecken soll, ist die Lagune vor dem Hotel, die auf 32 Quadratmetern vor dem Casino errichtet werden soll.

Das Resort soll damit nicht nur Glücksspieltouristen anlocken, sondern auch Geschäftsleuten eine Möglichkeit bieten, gut unterzukommen und daher sind die optimalen Anbindungen zum Verkehrsnetz von besonderem Vorteil. Gerade jetzt ist die Erweiterung des Bahnnetzes in vollem Gange.

Das erste Variete Programm auf Macau wird in Form von Taboo ab Juni angeboten. Der Choreograph ist Fabien Thome und die Show verspricht atemberaubende Akrobatik von den Künstlern. Stars wie Lucky Hel, Elena Gatilova und Jennlee Shallow werden auf der Bühne bei dem Variete Taboo zu sehen sein. Das City of Dreams Resort bietet die neue Show in Bälde für Gäste ab 18 Jahren an und der Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 22 Uhr.