Milliardenteure Projekte in Macau sinnlos?

Milliardenteure Projekte in Macau sinnlos?

Weitere Milliardenprojekte sind dennoch in der Bauphase. Welchen Sinn macht es tatsächlich weitere Hotels und Casinos vor Ort zu eröffnen, wenn der Fokus in Zukunft gar nicht mehr auf dem Glücksspiel liegen soll?

Vor wenigen Tagen wurde mit einem großen Aufgebot die Neueröffnung des Milliardenschweren Hotel-Kasino Studio City gefeiert. Hierzu waren sogar die Schauspieler Leonardo DiCaprio und Robert de Niro eingeladen, die die Hauptakteure in dem Kurzfilm von Scorsese sind, der zur Eröffnung des Hotels präsentiert wurde. Passend zu dieser Präsentation hat der gesamte Hotel- und Casino-Komplet die Filmwelt zum Motto und auch die Einrichtung orientiert sich daran. Es gibt neben dem Batman-Flugsimulator noch ein Riesenrad in Form einer Acht. Viele Attraktionen und viel investiertes Geld. Macht dies Sinn, nachdem in Macau die Rede davon ist, dass die Einnahmen aller Casinos weiterhin zurückgehen?

Ein anderer Markt

Seit geraumer Zeit bleiben die High Roller aus China in Macau aus. Dies führt zwangsläufig dazu, dass die Einnahmen vor Ort zurückgehen. Präsident Xi Jinping hat sich dem Kampf gegen die Korruption verschrieben, offensichtlich mit Erfolg. Dennoch werden in Macau weiterhin hochklassige Einrichtungen errichtet, die in den kommenden Jahren eröffnen sollen. Das Konzept in Macau hat sich verändert, der Boom wird in dieser Form nicht weitergehen.

Während vorher viele VIP-Spieler aus China in Macau anzutreffen waren, sollen die Tische von nun an den Massenmarkt-Spielern zur Verfügung gestellt werden. Das dies gleichzeitig weniger Einnahmen bedeutet ist klar. Die reichen Chinesen orientieren sich aufgrund der Anti-Korruptionskampagne um und spielen nun in anderen asiatischen Spielparadiesen wie Südkorea und den Philippinen.

(Bildquelle: scmp.com)

Glücksspielmarkt erwirtschaftet 2015 Umsätze in Milliardenhöhe

Glücksspielmarkt erwirtschaftet 2015 Umsätze in Milliardenhöhe

Allerdings muss man auch differenzieren, denn nicht überall laufen die verschiedenen Glücksspielangebote gleich gut. Der Boom unterscheidet sich regional und auch in Bezug auf das landbasierte und as Online Glücksspiel. Eine Auswertung von PwC zeigt auf, dass der Glücksspielboom vor allem im Asien-Pazifik-Raum stark ausgeprägt ist.

Im asiatischen Raum sind vor allem die traditionellen Casinos besonders erfolgreich. Während in vielen Ländern der Trend des Casinobesuchs deutlich zurückgeht und auch Las Vegas nicht mehr die größten Umsätze macht, wird das landbasierte Glücksspiel in Glücksspielmetropolen wie Singapur und Macau immer beliebter. Als Grund hierfür werden die liberalen Regulierungen vor Ort angesehen, die sowohl den Anbietern als auch den Spielern großzügige Freiheiten einräumen.

Glücksspiel in Deutschland und im Internet

Auch in Deutschland sieht es rund um den Glücksspielmarkt gut aus. Die Lage ist stabil und den Erwartungen zu Folge soll der Glücksspielmarkt auch im Jahr 2015 weiterhin wachsen. Private Unternehmen beleben den deutschen Glücksspielmarkt. Dass das Online Glücksspiel einen Boom erlebt ist schon seit langer Zeit bekannt. In Europa ist Online Glücksspiel bereits in vielen Ländern legal. Wenn hier in Zukunft an der grenzübergreifenden Online Regulierung weitergearbeitet wird, dann kann das Online Glücksspiel auch in den nächsten Jahren weiterhin boomen.

Macau: Zocker haben Angst

Macau: Zocker haben Angst

Aus Macau gab es oft Schlagzeilen, dass Regierungsbeamte vor Ort Gelder aus den Staatskassen verzockten. Viele der Zocker konnten geschnappt werden und wurden als Folge daraus natürlich aus dem Staatsdienst entlassen, andere Spieler kamen bisher jedoch ungeschoren davon. Es wird davon ausgegangen, dass dies daran liegt, dass der amerikanische Geheimdienst vor Ort sehr aktiv war und die chinesischen Regierungsbeamten erpresste, die durch das Zocken vor Ort mit Staatsgeldern verwundbar geworden waren.

Bedeutungslose Spekulationen

Der Glücksspielbetreiber Sands hatte eine Untersuchung in Auftrag gegeben, bei der genau diese Vermutung, dass CIA Agenten vor Ort die chinesischen Regierungsbeamten unter Druck setzen würden, bestätigt wurde. Die Untersuchung wurde veröffentlicht doch nun reagierte der Betreiber verschiedener Casino Resorts anders auf die Veröffentlichung als erwartet und gibt an, dass es sich bei den Informationen aus dem Bericht lediglich um Spekulationen handle. Was nun er Wahrheit entspricht, ob der amerikanische Geheimdienst in China tatsächlich sein Unwesen treibt und ob die chinesischen Regierungsbeamten in Angst und Schrecken leben müssen ist daher ungewiss. Potential um mit diesem Material einen Krimifilm zu drehen hat die Geschichte dennoch allemal.

(Quelle:faz.net)

Einnahmen in Macau sinken um 36.2 Prozent

Einnahmen in Macau sinken um 36.2 Prozent

Der Abwärtstrend in Macau begann bereits im Sommer des letzten Jahres. Nun wurde ein Vergleich angestellt und in diesem Jahr wurde ein Rückgang der Einnahmen in Höhe von 36,2 Prozent festgestellt. Im Januar 2013 lagen die Einnahmen noch bei 26.864 Million Macau-Pataca im Juni 2015 dagegen nur noch bei 17.355 Million Macau-Pataca. Experten gingen noch in den vergangenen Jahren davon aus, dass der Glücksspielboom in Macau ewig anhalten könnte, doch mit dieser Annahme täuschten sie sich offensichtlich.

Die Regierung verfolgt nun den Plan, dass Macau auch unabhängig von dem Glücksspiel interessant für Besucher gemacht werden sollte. In der Zukunft stehen Angebote für Familien und mittelständische Besucher im Vordergrund. Das Konzept vor Ort müsse angepasst werden, um langfristig wieder erfolgreich sein zu können, so lautet der aktuelle Plan. In der Vergangenheit war Macau vor allem deshalb so erfolgreich, weil die asiatische Glücksspielmetropole viele VIP-Spieler in die Casinos vor Ort lockte, die dort große Einsätze tätigten. Auch war das Geschäft für die Wale vor Ort sehr erfolgreich, die verstärkt für den anhaltenden Boom sorgten.

Regierung setzte dem Boom ein Ende

Anfänglich wurde davon ausgegangen, dass die Fußball-WM schuld daran sein könnte, dass im vergangenen Jahr die Zahlen sanken. Da der Abwärtstrend nun jedoch weiterhin anhält, ist man sich sicher, dass der Kampf gegen die Korruption, der von der Regierung angezettelt wurde, schuld daran ist, dass die Einnahmen Macaus sich weiterhin im Sinkflug befinden. Moralische Grundsätze sollen in Macau wieder großgeschrieben werden und das Pech der Spieler solle in Zukunft nicht mehr verantwortlich sein für den Boom in der Glücksspielmetropole. Ob das neue Konzept tatsächlich einen Ausweg aus der schwierigen Lage darstellen könnte bleibt abzuwarten.

Macau und seine geheimnisvolle Anziehungskraft

Macau und seine geheimnisvolle Anziehungskraft

Nach Las Vegas ist Macau die beliebteste und bekannteste Zockermetropole der Welt und vor allem hat Macau das Glücksspielparadies Nummer Eins, Las Vegas, bereits um Längen überholt. Macau lebt vom Glücksspiel, dies zeigt auch der erste Eindruck, denn hier reihen sich die großen Casino- und Hotelkomplexe dicht an dicht aneinander. Insgesamt 30 Casinos finden die Besucher vor Ort und können hier ihr eigenes Glück auf die Probe stellen.

Auch fernab vom Glücksspiel hat die Sonderverwaltungszone Macau einiges zu bieten, jedoch ist ein Besuch im Casino auch den Personen ans Herz gelegt, die sich eigentlich nicht für das Glücksspiel interessieren. In den Casinos sind die unterschiedlichsten Menschen, unterschiedlicher Herkunft vorzufinden, die sich auf ihre gemeinsame Leidenschaft stürzen: dem Glücksspiel.

Doch die Casinos machen nicht nur von Innen einen besonderen Eindruck, auch sollen die riesigen Hotel- und Casinokomplexe größer und eindrucksvoller sein als die in der Glücksspielmetropole Las Vegas. Fernab von den Casinos wird auch in Macau viel Wert auf ein abwechslungsreiches Freizeitangebot gelegt. So können die Besucher hier ausgedehnte Spaziergänge auf den angelegten Spazierwegen unternehmen, Shoppingtouren in den riesigen Einkaufszentren machen, sich vom Unterhaltungsangebot und den Shows überraschen lassen oder die kulinarischen Köstlichkeiten der gehobenen Gastronomie ausprobieren.

Mix aus chinesischer und portugiesischer Kultur

Eine einzigartige Atmosphäre entsteht in Macau durch den Mix aus chinesischer und portugiesischer Kultur, die vor Ort wiederzufinden ist. Neben dem beeindruckenden Anblick des Lichtermeers Macau bei Nacht, können die Besucher auch am Tage durch die alten Teile der Stadt spazieren, in denen noch viel von der portugiesischen Kultur und Tradition zu erkennen ist. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Largo do Senado, die St. Augustinus Kirche, die Ruinen der Pauluskirchen und weitere historische Gebäude in den alten Stadtteilen Macaus sollten bei einem Macaubesuch in jedem Fall besichtigt werden.