Weiterhin rückläufige Einnahmen in Macau

Weiterhin rückläufige Einnahmen in Macau

Mit dem Boom scheint es in Macau nun jedoch vorbei zu sein. Die Zahlen zeigen deutlich auf, dass die Einnahmen weiterhin zurückgehen. Dennoch konnte im März eine positive Neuigkeit festgestellt werden, denn der Rückgang der Einnahmen im März fiel geringer aus, als die Rückgänge in den vorangegangenen Monaten.

Experten hatten im Vorfeld vorhergesagt, dass der Boom in Macau bis zum Jahr 2016 anhalten würde. Diese Vorhersage trifft nun in der Realität leider nicht zu, denn bereits seit dem letzten Jahr werden in Macau erhebliche Rückgänge der Einnahmen verzeichnet.

Im Februar 2014 konnte der erfolgreichste Monat aller Zeiten in Macau verbucht werden, was die Einnahmen in Höhe von umgerechnet rund 4,42 Millionen Euro deutlich machten. Der Umbruch fand im Juni des letzten Jahres statt, denn hier begann der Rückgang der Einnahmen. Vorher waren die Einnahmen in Macau seit dem Jahr 2009 stetig angestiegen, bevor im Sommer des letzten Jahres erstmalig ein Rückgang der Einnahmen festgestellt wurde.

Kein Ende des Abwärtstrends in Sicht

In 2014 mussten dann letztendlich geringere Einnahmen als im Vorjahr bilanziert werden. Der Abwärtstrend scheint nun auch im Jahr 2015 weiterhin anzuhalten. Die Bilanz des Monats März ist nach Angaben von Experten die schlechteste Märzbilanz seit vier Jahren. Insgesamt wurde hier ein Rückgang in Höhe von 39,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr festgestellt.

Die Gründe für die schlechten Zahlen liegen auf der Hand. Vorrangig wird die Anti-Korruptions-Kampagne der Politiker für die sinkenden Einnahmen in Macau verantwortlich gemacht, denn diese sei der Grund dafür, warum die VIP-Spieler in Macau weiterhin ausbleiben.

Strengere Kontrolle im Kampf gegen Korruption

Strengere Kontrolle im Kampf gegen Korruption

Der Kampf wird gegen illegales Glücksspiel, illegale Geldgeschäfte und Prostitution geführt. Neusten Meldungen zu Folge sollen die Maßnahmen gegen die Korruption verstärkt werden, so ist die überwachung der Beamten vom Festland geplant ebenso wie die Einführung von einer speziellen Identitätsprüfung für VIP-Spieler.

Zu den intensivierten Anti-Korruptions-Maßnahmen in Macau zählt die überwachung der Beamten vom Festland. Diese sollen sich bewusst sein, dass sie genau überprüft werden. Gerade diejenigen, die bereits einen negativen Eintrag in der eigenen Akte haben, sollten es vermeiden eine Fahrt nach Macau auf sich zu nehmen, um vor Ort dem Glücksspiel nachzugehen, so hieß es von Seiten der chinesischen Regierung. Die Reise nach Macau soll den Beamten in Zukunft schon noch erlaubt sein, aber es soll streng überprüft werden, ob die Beamten versuchen einen Spielpalast zu betreten, denn dies sei nicht gestattet. Welche Methoden dazu angewendet werden sollen, um die Beamten vom betreten eines Spielpalastet abzuhalten, wurde nicht öffentlich gemacht.

Identitätsprüfung bei VIP-Spielern

Damit die VIP-Spieler in Macau an den High Roller Tischen spielen dürfen, müssen diese sich seit neustem einer ausführlichen Identitätsprüfung unterziehen. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Meldungen darüber, dass die Anti-Korruptions-Kampagne der Regierung verantwortlich dafür sei, dass die Einnahmen in Macau drastisch zurückgegangen seien. Jedoch gibt es hierzu auch noch andere Meinungen, denn die Betreiber der Spielparadiese haben neben dem Angebot des Glücksspiels auch die Möglichkeit, den Besuchern auf Macau ein entsprechendes Unterhaltungsangebot zu präsentieren.

Dies ist tatsächlich auch das Ziel der Regierung, die Korruption von Macau zu verbannen und die Glücksspielmetropole für Besucher attraktiver zu gestalten, die eine erholsame Zeit mit einem umfassenden Unterhaltungsangebot auf Macau genießen möchten.

Auftrieb für Macau

Auftrieb für Macau

Die die Besucher- und Umsatzzahlen in den vergangenen Monaten in Macau jedoch deutlich zurückgegangen sind, muss erneut an dem Auftrieb der Stadt gearbeitet werden. Hier soll das Projekt Studio City in Macau seinen Teil dazu beitragen. Das neue Las Vegas in der Mitte von Macau soll Touristen anlocken und für Las Vegas zur ernsthaften Konkurrenz werden. Die Studio City soll direkt am Cotai Strip in Macau entstehen.

Das asiatische Las Vegas soll nach Angaben von Architekten und Bauplanern nicht wie Las Vegas aussehen, sondern eher wie Gotham City aus dem Film Batman. Für das Megaprojekt sind ein Entertainment Center, welches bis zu 5.000 Menschen aufnehmen kann, das Riesenrad Golden Eye als höchstes Riesenrad Asiens und zahleiche Casinos und Unterhaltungseinrichtungen vorgesehen. Neben dem Glücksspiel sollen in der Studio City auch Musicals, Event Shows, Konzerte oder Sportveranstaltungen organisiert werden. Es sind viele Highlights geplant, die für die Touristen aus aller Welt von Interesse sein könnten.

Milliardenprojekt mit Zukunftsaussichten

Für das Megaprojekt ist eine Investition in Höhe von drei Milliarden Euro geplant. Aktuell arbeiten die Verantwortlichen noch an der Umsetzung des Baus, welcher im Stil von Gotham City gehalten werden soll. Hierzu haben die verantwortlichen sich mit der Produktionsfirma aus Hollywood, Warner Brothers, zusammengeschlossen, um möglichst viele Szenen aus Gotham City in den Bau der Studio City mit einzubinden.

Die Zockermetropole Macau im Wandel

Die Zockermetropole Macau im Wandel

Nun jedoch hat auch Macau Konkurrenz bekommen, vor allem durch neue Casinostandorte wie Singapur, Vietnam und den Philippinen. Die Sonderverwaltungszone Macau wurde in wirtschaftlich turbulenten Zeiten an China zurückgegeben. Damit keimte bei der Bevölkerung die Hoffnung auf, dass hierdurch wirtschaftlicher Aufschwung nach Macau kommen würde. Mit der Konzentration auf das Casinogeschäft fand der wirtschaftliche Boom in Macau tatsächlich statt.

Der Wirtschaftliche Boom in Macau steht jedoch auch eng im Zusammenhang mit Spielsucht und organisierter Kriminalität. VIP Hinterzimmer bieten eine Plattform für reiche Chinesen, die vor Ort um große Geldbeträge zocken. Kredithaie betreiben in Macau Geldwäsche und auch Prostitution und Menschenhandel sind in dem Zockerparadies ein Thema. Der chinesische Staatschef Xi Jinping bremst den Erfolg in Macau doch aktuell deutlich ab, denn er führte die Anti-Korruptions-Kampagne in China ein, die auch die Sonderverwaltungszone Macau betrifft. Hiermit soll gegen Geldwäsche, Prostitution und illegales Glücksspiel vorgegangen werden. Die Kampagne scheint erste Wirkung zu zeigen, denn die reichen Chinesen vermeiden nun die VIP-Räume in Macau, was vor Ort anhand der zurückgehenden Einnahmen bereits deutlich spürbar ist.

Kein Abbruch der Casinoindustrie in Macau

Trotzdem dem Boom im Macau offenkundig ein Ende gesetzt wurde, scheinen die Pläne vor Ort nicht gestoppt worden zu sein. In den nächsten Jahren sollen vor Ort weitere Megacasinos entstehen. Dies würde erneut Arbeitsplätze schaffen. Die Pläne der Regierung konzentrieren sich, trotz der Anti-Korruptions-Kampagne, auch weiterhin auf die Casinoindustrie, allerdings wolle man weg von den VIP-Spielern und hin zu den einfachen Mittelklassespielern und Familien.

Somit sollen neben den Casinoangeboten vor allem in Zukunft auch Freizeitangebote präsentiert werden, um sowohl Spieler als auch Familien vor Ort unterhalten zu können. Ob das Konzept in Zukunft aufgehen wird und ob die Umsatzeinbrüche in Macau wieder abgefangen werden können, wird sich in der Zukunft entscheiden.

(Bildquelle: asia.arounder.com)

Das Ende von Macaus Glückssträhne?

Das Ende von Macaus Glückssträhne?

Doch nun lauten die aktuellen Meldungen aus der Glücksspielmetropole ganz anders, denn die Regierung hat eine Anti-Korruptions-Kampagne gestartet, durch die die Einnahmen auffällig zurückgegangen sind. Bisher besuchten vor allem die VIP-Spieler die chinesische Glücksspielinsel, um vor Ort in den High Roller Räumen ihr eigens Glück auf die Probe zu stellen. Diese VIP-Spieler bleiben nun, nachdem die Kampagne gestartet wurde, den Casinos in Macau größtenteils fern.

Die VIP-Spieler kamen meist vom chinesischen Festland und genossen die VIP-Behandlung auf der Glücksspielinsel Macau. Mit seiner Anti-Korruptionskampagne unterbindet Präsident Xi Jinping die Geldflut vom chinesischen Festland. Damit scheint die Glückssträhne der Zockermetropole Macau zu Ende zu gehen. Breits im letzten Jahr sind die Einnahmen in Macau mehr und mehr zurückgegangen und auch nun zu Jahresanfang musste Macau einen Rückgang in Höhe von 17,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.

Neues Konzept gegen Rückgang der Einnahmen

In Macau ist man bereits dabei sich ein neues Konzept auszudenken, welches die Einnahmen wieder ansteigen lässt. Hier wird nun in Zukunft nicht mehr auf die VIP-Spieler gesetzt, sondern die Verantwortlichen planen Macau als Urlaubsort für Familien und Spielerfreunde zu gestalten. Somit sollen in Zukunft Mittelklassetouristen nach Macau reisen, um vor Ort zum Einen den eigenen Urlaub zu verbringen, aber auch das Glücksspielangebot vor Ort auszuprobieren. Ob dieses Konzept aufgehen wird, wird sich in Zukunft zeigen.