Schattenseiten Macau

Schattenseiten Macau

Der Leidensweg der jungen Frau, Chloee Chao, begann bereits im Jahr 2012. Schon im Alter von 17 begann die junge Mutter von zwei Kindern für die Casinobranche zu arbeiten. Eigentlich eine sehenswerte Karriere, denn was damals als Kellnerin begann endete als Dealerin bei Wynn Macau in der VIP-Lounge.

Neben dem beruflichen Aufstieg jedoch hatte die junge Mutter dann plötzlich jedoch auch mit den gesundheitlichen Folgen ihrer Arbeit zu kämpfen. Im Jahr 2012 hustete sie schwarzen Schleim, dies ließ sie aufmerksam werden und feststellen, in welcher ungesunden Umgebung sie in den verqualmten Zockerräumen in der Vergangenheit gearbeitet hatte.

Merkliche Folgen der Streiks

Die heute 34-jährige Frau entschied sich etwas an ihrer eigenen Situation zu ändern. Somit gründete die Casinoangestellte eine Gewerkschaft. Sie verfolgte das Ziel für saubere Luft am Arbeitsplatz zu kämpfen. Von Seiten des Casinos jedoch wurde die Aktion der jungen Mutter nicht ernst genommen und nun wächst die Seite der unzufriedenen Angestellten, die mit Hilfe der selbst gegründeten Gewerkschaft nun gegen schlechte Arbeitsbedingungen und für bessere Löhne kämpfen wollen.

Der Kampf gegen die Casino-Lobby hat bereits größere Ausmaße angenommen als erwartet und nun macht sich die Aktion bereits in den Umsätzen der Glücksspielmetropole bemerkbar. Die Umsätze der großen Casinos sind eingebrochen, die Proteste der Mitarbeiter auf der Straße zeigen Wirkung und es bleibt spannend, wie sich der Kampf in Zukunft weiterentwickeln wird.

Mehr Demokratie für Macau

Mehr Demokratie für Macau

Die ehemalige portugiesische Kolonie Macau ist eine Sonderverwaltungszone von China und so wurde Macau schon früh eine Sonderrolle im politischen System zu gesprochen. Demokratie-Aktivisten, zu denen Jason Chao gehört, wurden erst kürzlich festgenommen, allerdings im Anschluss daran auch kurzfristig wieder freigelassen. Chao setzt sich mit der offenen Gesellschaft Macau für die Demokratie ein und versteht nicht, wieso die Behörden dies zu unterbinden versuchen.

Von Seiten der Bewohner Macaus scheint Demokratie gewünscht zu sein. Dies war auch der Anlass für die Aktivisten am vergangenen Wochenende eine Befragung aufzurufen, bei der die Bürger beantworten sollten, ob die dem demokratisch gewählten Regierungschef Fernando Chui vertrauen und ob in Zukunft der Regierungschef demokratisch gewählt werden sollte.

Die Befragung jedoch schien den Behörden ein Dorn im Auge zu sein, denn diese verhinderten die Befragung durch die Aktivisten. Die Wahl des nächsten Regierungschefs steht kurz bevor und es ist zu erwarten, dass Amtsinhaber Chui weiterhin dieses Amt innehaben wird. Gewählt werden soll der Regierungschef durch ein Gremium von 400 Mitgliedern, die auf nicht-demokratische Weise zusammengefunden haben.

Verhinderung von Demokratiebewegungen

Die Sonderrechte, die die ehemals portugiesische Kolonie Macau inne hat, erinnern an die Rechte der Stadt Hongkong. Die Sonderrechte beziehen sich in erster Linie auf wirtschaftliche Themen und Pressfreiheit. Auch in Hongkong ist das Thema Demokratie derzeit brandaktuell.

Vor Ort wird ähnlich wie in Macau gefordert, dass die Bevölkerung mehr Mitsprache erhält, auch in Bezug auf die Wahlen des Regierungschefs. Die Demokratiebewegungen in beiden Sonderverwaltungszonen scheint der Zentralregierung in Peking ein Dorn im Auge zu sein, aus diesem Grund werden Aktivitäten in dieser Richtung von Seiten der Behörden klein gehalten beziehungsweise unterdrückt.

Arbeitskampf in Macau

Arbeitskampf in Macau

Die Angestellten in den Casinos haben Forderungen gegenüber der SJM Holdings erhoben. Mit dem Streik sollen die Abläufe in den Casinos gestört werden, daher haben die Arbeitnehmer sich überlegt, durch Verspätungen und keine Leistung von unbezahlten überstunden deutlich zu machen, dass es zum einen ohne sie nicht funktioniert und zum anderen die Forderungen der Arbeitnehmer ernst genommen werden sollten.

Die Forderungen der Angestellten sind mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen. Aufgrund dieser Forderungen gab es schon in den vergangenen zwei Wochen verschiedene Proteste. Die Forderungen richten sich an das Unternehmen SJM Holdings. Sollte dieses nicht auf die Forderungen reagieren, dann ist mir geplanten Streiks seitens der Arbeitnehmer zu rechnen. Die Bezahlung der Angestellten sei nicht an die Lebensbedingungen vor Ort angepasst.

Es gibt vor Ort immer mehr luxuriöse Hotels und Resorts, jedoch werden die Wohnungen für die Mitarbeiter knapp. Zum einen sind die bestehenden Wohnungen vor Ort kaum bezahlbar für die Angestellten der Casinos und zum anderen gibt es nicht ausreichend Platz für alle Angestellten vor Ort. Daher schließen die Forderungen der Arbeitnehmer auch den Bau von Wohnungen und die Anpassung der Mieten bzw. Gehälter mit ein.

Glücksspiel an erster Stelle

Die Stadt Macau, eine ehemalige portugiesische Kolonie, lebt vorrangig vom Glücksspiel. Vor Ort dürfen nun die inländischen Bewohner für Glücksspielunternehmen tätig sein, Ausländer werden nicht zugelassen. So kommt es, dass vor Ort kaum Einwanderer zu finden sind. Macau ist zudem der einzige Ort in China, wo das Glücksspiel legal ist.

Die schlechte Stimmung bei den Arbeitnehmern in Macau hat sich bereits auf die Geschäfte ausgewirkt, denn die Aktien großer Glücksspielanbieter aus Macau sind an der Börse bereits gefallen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Unruhen vor Ort weiterentwickeln und ob die Verantwortlichen auf die Forderungen der Arbeitnehmer eingehen werden.

Kampf gegen Korruption in Macau

Kampf gegen Korruption in Macau

Der Kampf gegen die Korruption in Macau bringt sogleich Folgen für die Casinos mit sich, denn die reichen Chinesen, von denen viele Casinos besonders zehrten, meiden seit kurzem die Zockertempel der Glücksspielmetropole.

Weniger VIP-Spieler führen zu Umsatzrückgang

In Macau macht sich anhand der Einnahmen die große Veränderung bereits bemerkbar, zum Nachteil für die Casinos vor Ort. Besonders die VIP-Räume der Casinos in Macau waren immer gut besucht und viele chinesische Highroller versuchten vor Ort ihr Glück. Seitdem die Regierung beschlossen hat, stärker gegen die Korruption vorzugehen, bleiben die VIP Räume leer und die Umsätze der Zockermetropole sind bereits deutlich zurückgegangen. Die Einnahmen der Glücksspielstätten sind im Vergleich zum Vorjahr in den vergangenen Monaten bereits um 3,6 Prozent gesunken. Doch nicht nur in Macau halten die gut betuchten Chinesen sich zurück, auch in Hongkong ist bereits ein Rückgang bei den Umsätzen in Luxusboutiquen zu merken.

Die neue Situation ist nach Angaben von Experten eindeutig auf das Vorgehen gegen Korruption zurückzuführen. Geldwäsche soll in Macau und China nicht mehr so einfach möglich werden, was deutlich an Umsätzen in Macau und auch in den Luxusboutiquen zu merken ist. Der Präsident Xi Jinping hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, den Kampf gegen die Korruption noch zu verschärfen, der mit Hilfe einer Anti-Korruptions-Kampagne bereits im Jahr 2012 begann.

Mit dem stärker werdenden Kampf gegen die Korruption müssen nun auch die Casinos in Macau einen neuen Weg finden, um weiterhin hohe Einnahmen zu generieren. Der Weg der noch übrig bleibt ist die Konzentration der Casinos auf die breite Masse. Hier sollte für die Zukunft nicht mehr so viel Wert auf die VIP-Räume und Tische gelegt werden, sondern vielmehr ein Angebot präsentiert werden, welches die breite Masse nach Macau lockt.

Macau ist immer eine Reise wert!

Macau ist immer eine Reise wert!

Eine Reise nach Macau ist nicht nur aufgrund des angebotenen Glücksspiels vor Ort besonders empfehlenswert, sondern auch die Eindrücke vor Ort, die durch Besucher gesammelt werden können, sind einmalig.

Während die luxuriösen Gebäude schon am Tage einen atemberaubenden Anblick bieten, sind die Gebäude durch die nächtliche Beleuchtung direkt noch einmal ein Stück imposanter. Hotel-Casino Komplexe wie das Venetian, das Hard Rock Hotel und Casino und das Sands Macau machen Eindruck und erinnern gleichzeitig an die glanzvollen Seiten von Las Vegas. Wer die Chance hat die Casinometropole mit dem Hubschrauber zu überfliegen, wird aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen.

Doch nicht nur der äußere Anblick vermittelt Luxus und Vergnügen pur, auch im Inneren haben die Komplexe einiges zu bieten. Luxuriöse Hotelsuiten, Hotelanlagen mit Sportangeboten, Konferenzmöglichkeiten und Einkaufszentren bieten den Besuchern vor Ort jede Menge Abwechslung. Die meisten Besucher in Macau reisen für das Glücksspiel an. Heute gilt Macau als absolute Zockermetropole und hat Las Vegas schon vor einiger Zeit eingeholt. Wer sein Glück selbst testen will ist in Macau richtig aufgehoben.

Hier gibt es zahlreiche Casinos mit einem umfassenden Glücksspielangebot in traditioneller und zugleich moderner Atmosphäre. Wer bis heute noch nie nach Macau gereist ist, der sollte sich diesen Anblick nicht entgehen und sich nicht nur von den Eindrücken vor Ort selbst begeistern lassen, sondern vielleicht auch das eine oder andere Glücksspiel in einem der berühmten Casinos vor Ort selbst ausprobieren.