Erneute Kritik an Hessens Spielhallengesetz

Erneute Kritik an Hessens Spielhallengesetz

Der Geschäftsführer der Landesstelle für Suchtfragen (HLS), Wolfgang Schmidt-Rosengarten, machte deutlich, dass das Gesetz seiner Ansicht nach nur unzureichend befolgt werde. Es sei offensichtlich, da sich an dem äußeren Erscheinungsbild der Spielhallen bisher so gut wie gar nichts verändert habe, so die HLS. Die Kritik kommt schnell und sehr eindeutig und die HLS macht hierbei deutlich, dass es eben in erster Linie um die suchtgefährdeten Spieler gehe und man diese zu schützen versuche.

Laut dem in Hessen verabschiedeten Spielhallengesetz dürfen die Spielcasinos vor Ort keine Eigennamen mehr haben. Dies bedeutet für die meisten Casinos vor Ort, dass Namen wie "Las Vegas" oder "Magic Casino", die als Reklame an den Etablissements hängen, eigentlich abgenommen werden müssen. Dich eben dies sei nun seit einem halben Jahr nicht der Fall und dies sei nun auch der Hauptgrund für verschärfte Kritik, denn das Spielhallengesetz wird offensichtlich von den Betreibern nicht ausreichend befolgt und damit wird das Gesetz offensichtlich von den Verantwortlichen nicht eindringlich genug durchgesetzt.

Die Hilfe für die Spielsüchtigen sollte in Zukunft weiter in den Vordergrund gestellt werden. Diese Meinung vertreten bereits einige Kritiker der Spielhallengesetze, die sich derzeit sehr stark unter Beschuss befinden. Auch in Brandenburg stand eigentlich die Verabschiedung des Spielhallengesetzes auf dem Plan, allerdings wurde diese durch die EU gestoppt. Grund für das Eingreifen der EU war der, dass das Spielhallengesetz für Brandenburg offensichtlich die Dienstleistungsfreiheit berühre. Die EU müsse das Gesetz explizit erst genehmigen, bevor es verabschiedet werden kann. Bisher ist diese Genehmigung von Seiten der EU allerdings nicht erfolgt.