Kirchenbank trennt sich von Anteilen an Glücksspielkonzern

Kirchenbank trennt sich von Anteilen an Glücksspielkonzern

Doch nicht nur der Verkauf der Anteile ist bereits beschlossene Sache, auch an wen die Anteile gehen werden, wurde bereits festgelegt, Der Staat hält eine substantielle Beteiligung an dem Glücksspielunternehmen und nun wurde beschlossen, dass die ÖIAG an dieser Stelle neu eingebracht werden soll.

Weiterhin ist geplant, dass der 33-prozentige Anteil der Notenbank-Tochter Münze Österreich sowie das Schellhammer-Paket und die 16,79 Prozent der MTB-Privatstiftung von Maria Theresia Bablik bei der Casag an die ÖIAG gehen soll. Dies sei kein einfaches Unterfangen, so Martinek. Der Preis müsse noch abschließend verhandelt werden, zuerst gehe es um die Festlegung eines Preises für die Casag durch einen Gutachter, der bereits dabei ist diese zu bewerten.

Derzeit hält die Casag weiterhin die Konzessionen für die zwölf bereits betriebenen Spielbanken. Bei der Entscheidung in Bezug auf den Preis sei es außerdem von Bedeutung, ob die Casag auch den Zuschlag für die drei neuen Standorte erhalten wird. Der Wert des Unternehmens wäre deutlich weniger, wenn keiner der drei neuen Standorte an den Glücksspielkonzern gehen würde.

Die Entscheidung in Bezug auf die Konzessionen für die drei Standorte steht derzeit noch aus. Es wird davon ausgegangen, dass sich das Finanzministerium in diesem Fall wieder Zeit lassen wird. Die Casag hat sich neben den Konkurrenten Novomatic, Century Casinos und Stadtcasino Baden/Gauselmann für die neuen Konzessionen beworben.

Es bleibt nun erst einmal weiterhin spannend, ob sich das Glücksspielunternehmen gegen die drei Konkurrenten durchsetzen kann bzw. zumindest einen Teilerfolg verbuchen wird. Daran wird sich der Preis der Unternehmensanteile orientieren, der durch einen Gutachter festgelegt werden soll. Spätestens im Juni soll nach Angabe des Finanzministeriums in dieser Sache eine Entscheidung getroffen werden.