Mario Gomez zeigt bei der EM 2012, was er kann

Mario Gomez zeigt bei der EM 2012, was er kann

Doch seit den Toren gegen die Niederländer ist deutlich, dass er etwas auf dem Kasten hat und es in der Mannschaft des Bundestrainers Löw noch hoch schaffen wird. Die Deutschen verfügen über eine besonders starke Mannschaft, die besonders durch das kraftvolle Mittelfeld geprägt ist. Hier will man die Attacken des Gegenspielers aufhalten und wenn das nicht geht, diese schwermachen.

Andererseits ist auch hier die "Kreativzentrale", von hier werden die Attacken geplant und dann auch ausgeführt. Ungeachtet dessen bracht man hier auch einen Stürmer, der Torchancen auch zu Toren umwandeln kann. In diese Kategorie gehört Mario Gomez. In fast jedem europäischen Land hört man den Namen und die Menschen kennen ihn. Für den Spieler mit spanischen Wurzeln hat man Spitznamen auserkoren.

In der Presse hat Italien vor Kurzem bestätigt, dass es nur einen "Super-Mario" gibt, welcher aktuell in der Mannschaft Deutschlands zu finden ist. In Großbritannien hat Gomez den Spitznamen "Goalmez" weg. Dies ist eine Anspielung auf seine Treffer.

Die Bundesrepublik hat zwei Spiele absolviert und drei Tore gemacht, für alle drei ist Gomez verantwortlich. Mit dieser Quote konnte man entspannt gegen Dänemark antreten und hat die Träumereien der Niederländer angehalten. Man war gespannt, ob er sich als "Torschützenkönig" etablieren kann, was man ihm mehr als nur gegönnt hätte.

In seiner Spielerkarriere hatte er es alles andere als einfach. Ungeachtet der 35 Millionen Euro, die Bayern für ihn bezahlt hat, musste er wegen Unstimmigkeiten mit dem Trainer lange auf der Bank verbringen. Es dauerte ein Weilchen, bis er Van Gaal von sich überzeugen konnte. Als dies geschafft war und er zeigen konnte, was er draufhat, war es nur eine Frage der Zeit, bis er vom vierten Stürmer bei den Bayern zum "Torschützenkönig" der Bundesliga wurde.

Diese Schwierigkeiten hatte er auch bei der EM 2012. Nach einem recht müden Einstiegsspiel gegen die Portugiesen, das ihm zahlreichen Tadel aus dem Umkreis von Mehmet Scholl einbrachte, zeigte er im Spiel gegen die "Oranjes", was er konnte und blieb dabei auf dem Boden. Sein ruhiges Gemüt brachte ihm zahlreiche Pluspunkte ein.

Nach dem Prinzip, dass man mehr Taten als Worte zeigen muss, zählt er nun zu den populärsten Spielern der diesjährigen EM.

FC Bayern für Glücksspielwerbung

FC Bayern für Glücksspielwerbung

In der bereits ausgestrahlten Werbung sind unter Anderem Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Finanzchef Karl Hopfner, Arjen Robben, Thomas Müller, Mario Gomez, Holger Badstuber, Toni Kroos und Manuel Neuer.

Spieltisch und Pokerface gehören selbstverständlich zu den Werbespots dazu, in denen für die grüßte Sportwettenarena der Welt Werbung gemacht wird. Im Kleingedruckten bekommen die Zuschauer auch kurze Infos zum Suchtrisiko, Mindestalter für Teilnehmer und Beratungsstellen für Spielsüchtige zu lesen.

Spielsuchtexperten warnen allerdings vor Werbung dieser Art. Die Werbung ist wohl gelungen, so Gerhard Meyer, der Experte für Spielsucht an der Universität Bremen, doch gleichzeitig suggeriert sie den Zuschauern, dass das Wetten als Spiel betrachtet werden kann, ähnlich wie das Fußballspiel.

Die Spielsucht wird laut Meinung verschiedener Suchtexperten extrem unterschätzt und teilweise sogar nicht richtig anerkannt. Aus dem Fußball ist erst im letzten Jahr ein Spieler, nämlich Ren? Schnitzler, mit seinem Buch an die öffentlichkeit gegangen und gab den Lesern Einblick in sein Leben als Spieler.

Das Suchtpotential bei Online Sportwetten wird von Experten als sehr hoch eingestuft. Das Wettangebot im Internet ist riesig und die Verlockung für die Kunden offensichtlich groß. Zum Thema Sportwetten im Internet wurden schon viele Studien gemacht und veröffentlicht. Unter anderem stellte sich im Zuge dieser Studien heraus, dass Fußballfans zwar bessere Sportwetten als Laien setzen, sich jedoch meist überschätzen, weil sie trotz ihres Wissens dennoch sehr oft eine Menge Geld verlieren.

Das Spielen im Internet unterliegt laut Experten zu wenigen Kontrollen und auch für Spielsüchtige gibt es kaum Schutz. Meyer erklärt das am Beispiel eines 21 jährigen Jungen, der sich sperren ließ und sich es dann einige Tage später anders überlegte. Er eröffnete bei Bwin einfach ein neues Konto unter dem gleichen Namen, aber mit anderer E-Mailadresse und verspielte einen Geldbetrag im fünfstelligen Bereich. Dieses Beispiel zeigt laut Meyer eindeutig auf, dass es den Spielern zu leicht gemacht werde und wenig Grenzen und Kontrollen vorhanden sind.

Die Werbung der Fußballspieler wird von vielen Seiten kritisch gesehen. Experten raten davon ab, als Fußballstar für Glücksspiel Werbung zu machen, da man in seiner Rolle als Star für viele Jugendliche und auch Kinder als Vorbild und Idol fungiert und die Spieler somit eventuell auf eine falsche Fährte lockt.

Darüber hinaus ist Fernsehwerbung für Glücksspiel laut Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland weiterhin illegal. Was die gedrehte Werbung also für Folgen haben wird, bleibt derzeit noch abzuwarten.