Dritter Partnertag von Lotto Baden-Württemberg

Dritter Partnertag von Lotto Baden-Württemberg

An diesem Tag stand bei der Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk alles im Zeichen der Informationen und so wurden vor Ort viele Neuerungen und Neuheiten präsentiert. Als Gäste besuchten Annahmestellen-Leiter und -Mitarbeiter aus dem ganzen Land den Partnertag von Lotto Baden-Württemberg.

Was der Partnertag von Lotto Baden-Württemberg zu bieten hatte:y

– Empfang von rund 2.000 Besuchern

– ein breites Informationsangebot

– 28 Stände mit Informationsangeboten rund um Lotto & Co.

– spezielle Messeangebote

– direkte Kontaktmöglichkeiten zum Austausch

Analoge und digitale Welt wachsen zunehmend zusammen

In der Eröffnungsrede der Lotto Geschäftsführerin Caspers-Merk betont diese hauptsächlich, dass die Annahmestellen auch heute noch den wichtigsten Vertriebsweg für Lotto Baden-Württemberg darstellen. Auch in Zeiten des World Wide Webs sei es wichtig, dass die analoge Welt präsent bleibe. Etwa 90 Prozent der Spieleinsätze werden nach ihren Angaben durch das terrestrische Netz erwirtschaftet. Hauptschwerpunkt sei hierbei der direkt Service auf allen Vertriebskanälen.

Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde die Informationsveranstaltung ins Leben gerufen, um zu informieren und deutlich zu machen, dass die Mitarbeiter in den Annahmestellen einen großen Teil des Erfolges von Lotto Baden-Württemberg beitragen. Informationsweitergabe sei daher nicht nur von Seiten der Geschäftsführerin zu den Mitarbeitern besonders wichtig, sondern auch von Seiten der Mitarbeiter zu den Kunden. Die Kunden fühlen sich gut aufgehoben, wenn sie gut beraten und informiert werden und dafür seien die Mitarbeiter vor Ort verantwortlich.

Inhaltliche Schwerpunkte:

– neue Nachbarschaftslotterie Logeo

– neues Terminal für die 3.200 baden-württembergischen Lotto-Annahmestellen

– Verbindung zwischen analoger und digitaler Welt

– Präsentation von ilo-proFIT, dem gemeinsamen Vertriebs-Tochterunternehmen der Lottogesellschaften Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland

– Tipps, Anregungen und konkrete zusätzliche Verdienstmöglichkeiten für die Annahmestellen

– Präsentation von dem etablierten Schulungs-und Präventionspartner, der Evangelische Gesellschaft Stuttgart (eva)

– Präsentation des Verbands der Toto- und Lotto-Verkaufsstellen in Baden-Württemberg

Über den Lotto-Boom und illegale Sportwetten

Über den Lotto-Boom und illegale Sportwetten

Nach eigener Aussage sei die Spielsucht eine große Gefahr, auch wenn diese neben den Großen Süchten wie Alkohol oder Tabak die kleinste sei. Auch habe sie selbst bereits Lotto gespielt, ohne großen Gewinn, jedoch mit Freude am Spiel an sich. Seit dem Start von Lotto in Deutschland habe es insgesamt 740 Millionengewinne gegeben, pro Jahr werden es Schätzungen zu Folge jeweils 15 Millionengewinne mehr.

Menschen, die beim Lotto einen Millionengewinn einstreichen, haben die Möglichkeit, sich von der Gesellschaft beraten zu lassen. Etwa die Hälfte davon mache laut Caspers-Merk Gebrauch von diesem Angebot. Die Neumillionäre sind sich oft unsicher, wie sie vorgehen sollen. Wem sagen sie etwas von dem Gewinn? Wie soll weiter vorgegangen werden? Die Lottogesellschaft rät jedem Großgewinner zur Vorsicht, allerdings wussten viele Gewinner auch vorher mit Geld umzugehen, also wissen sie dies meist auch, wenn die Million gewonnen haben.

Ein guter Rat ist es immer, das eigene Haus abzubezahlen, Schulden zu tilgen oder sich selbst auch durchaus Mal eine schöne Reise zu gönnen, so Caspers-Merk. Neben den Spielern sind auch das Land und das Gemeinwohl nach Aussage der Lotto-Chefin die Gewinner, denn etwa die Hälfte des Umsatzes fließt in Sport, Kultur, Umwelt und Soziales, während die andere Hälfte wieder an die Spieler ausgezahlt werde.

Die Gefahr der Spielsucht

Laut Caspers-Merk seien vor allem die schnellen Spiele besonders gefährlich für die Zocker. Hierzu gehöre das Lottospiel nicht, denn hier gibt es lediglich zwei Ziehungen die Woche. Automatenspiel und Wettangebote werden von der Lotto-Chefin als sehr gefährlich eingeschätzt. Durch das Angebot im Internet steige die Suchtgefahr, so Caspers-Merk. Die Konzessionen für Sportwettenangebote in Deutschland wurden noch nicht ausgegeben, während die Toto-Lotto Gesellschaft weiterhin auf eine Entscheidung wartet, gibt es im Internet dennoch zahlreiche illegale Angebote.

Caspers-Merk macht deutlich, dass diejenigen unter den Anbietern, die sich an die gesetzlichen Regelungen halten, nicht bestraft werden dürfen. Momentan findet jedoch eine Verdrängung vom Markt statt, da der Staat nicht ausreichend gegen das illegale Angebot im Internet vorgehe. Die Forderung von Seiten der Lotto-Chefin lautet daher ganz klar: die Politik und der Staat müssen das Glücksspiel in Deutschland zeitnah in geregelte Bahnen bringen, damit keine weitere Verdrängung stattfindet und die Anbieter die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben und gemeinsam gegen die Spielsucht gearbeitet werden kann.

Den neuen Glücksspielstaatsvertrag wehrhaft machen

Den neuen Glücksspielstaatsvertrag wehrhaft machen

Eine derzeit viel diskutierte Methode für den Kampf gegen illegales Glücksspiel ist die Überwachung der Finanzströme. Dies funktioniere nach Angabe von Caspers-Merk in anderen europäischen Ländern bereits. In Deutschland sollte das niederländische Innenministerium dafür zuständig sein, jedoch scheitere es bisher offensichtlich noch an der Umsetzung.

Bei den illegalen Angebotsseiten handele es sich um hochprofessionelle und ansprechende Webseiten. Daher sei es kein Wunder, dass die Spieler sich von dem Angebot angelockt fühlen. Der Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel an der Uni Hohenheim, Tilman Becker, nennt es "Staatsversagen", dass der Staat nichts gegen die illegalen Angebote unternimmt. Dies wird von Seiten des Staats gerechtfertigt, indem angegeben wird, dass die Betreiber im Ausland nicht zu verfolgen seien. Die Lottoanbieter aus dem Ausland nutzen die inländischen Lottoziehungen, machen damit Geld und stecken sich dieses in die eigene Tasche. Der Staat geht hierbei leer aus.

Kritik an Sportvereinen

Die Kritik richtet sich jedoch nicht nur an die illegalen Anbieter, die mit ihren professionellen Internetauftritten die Spieler anlocken, sondern vielmehr auch an Sportvereine. Caspers-Merk machte deutlich, dass sie kein Verständnis dafür habe, dass sogar drei Fußball-Bundesligisten mit Anbietern von Sportwetten zusammenarbeiten, die in Deutschland über keine Lizenz verfügen. Nach Angaben der Vereine jedoch seien die Anbieter nicht illegal.

Durch die Lizensierung im Ausland seien die Angebote legal, allerdings werde hier wiederum nicht berücksichtigt, dass diese dadurch die in Deutschland gültigen Vorgaben beispielsweise zum Spielerschutz, zur Suchtprävention oder zur Werbung nicht erfüllen müssten.