Zynga Gründer will Unternehmen "gesundschrumpfen"

Zynga Gründer will Unternehmen "gesundschrumpfen"

Bei Zynga werden nun etwa ein Fünftel der Arbeitsplätze gestrichen. Geplant ist es mit dieser Einsparung rund 100 Dollar pro Jahr sparen zu können. 18 Prozent der Belegschaft sollen gekündigt werden, was in der Summe etwa 364 Mitarbeiter sind. Nachdem das Vorhaben offiziell von Seiten des Chefs Mark Pincus verkündet wurde, legte die Akte des Unternehmens nachbörslich zeitweise um etwa neun Prozent zu.

Grund für die Einsparungspläne ist der Verlust, den das Unternehmen Zynga in den vergangenen Quartalen erwirtschaftete. Im letzten Quartal verlor das Unternehmen rund 46,5 Millionen Dollar. Bereits im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen ein Minus in Höhe von 61,2 Millionen Dollar. Dennoch wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um neun Prozent auf 183,3 Millionen Dollar an.

Rückkehr des Gründers

Der Chef von Zynga, Marc Pincus, hatte das Unternehmen erst verlassen. Allerdings kehrte dieser nun vor einem Monat an die Unternehmensspitze zurück. An den damaligen Erfolg des Unternehmens soll nun erneut angeknüpft werden und zwar nach Angaben von Pincus mit einigen wenigen neuen Spielen. In der Vergangenheit war vor allem das Spiel Farmville auf der Plattform Facebook besonders beliebt, allerdings wurde dann nicht nachgelegt vor allem nicht in mobiler Form, was die Nachfrage gefordert hätte. Nachdem einige Nutzer von Zynga abgewandt hatten ist es nun immerhin sehr erfreulich, dass die Anzahl der Nutzer nicht weiter abgenommen sondern sogar innerhalb von drei Monaten von 98 auf 100 Millionen zugenommen hat.

Zyngas Echtgeld-Spielpläne für 2013

Zyngas Echtgeld-Spielpläne für 2013

Neusten Meldungen zu Folge, sollen diese Pläne bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden. Der Vorstandschef Mark Pincus gibt an, dass die ersten Angebote bereits im ersten Quartal des Jahres 2013 präsentiert werden sollen.

Mit dem neuen Produkt von Zynga, dem Echtgeld Spiel, will das Unternehmen ein neues Terrain betreten und die Kunden in regulierten und offenen Märkten auch von den neuen Zynga Produkten überzeugen. Neben den Informationen, dass die Pläne im ersten Quartal des nächsten Jahres umgesetzt werden kann, gibt Pincus keine weiteren Informationen heraus.

Er gab lediglich an, dass es von den ausstehenden Lizenzen abhängig ist, auf welchen Märkten Zynga aktiv werden wird und auch nähere Angaben zu dem ersten Spiel, welches präsentiert werden soll, wurden bisher noch nicht veröffentlicht.

Im Bereich des Social Gamings ist das Unternehmen Zynga mehr als erfolgreich. Die auf der sozialen Plattform Facebook angebotenen Slotspiele sind bei den Kunden sehr beliebt und die Unternehmer erhoffen sich auch mit den Echtgeld Spielen solche Erfolge verbuchen zu können. Neben den Slotspielen sollen in Zukunft auch Kartenspiele wie Blackjack und Poker von Zynga angeboten werden. Verhandlungen mit Unternehmen wie GTECH G2 und bwin.party belegen die Annahme, dass das Pokerspiel für Zynga auch eine gewisse Relevanz für die Zukunft besitzt.

Doch vor dem Unternehmen Zynga befindet sich derzeit noch ein steiniger Weg, denn der Anbieter hat bisher keine Erfahrung im Bereich der Echtgeld Spiele und zuerst müssen auch erst Lizenzen erhalten werden, bevor das Angebot präsentiert werden kann. Für verschiedene Märkte, wie zum Beispiel in Nevada, wird es von Nöten sein, dass das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit ortsansässigen Unternehmen in Betracht zieht.

Fraglich ist es außerdem, ob die Spieler der Social Games überhaupt ein Interesse an den Echtgeld Spielen haben werden, denn viele Kunden haben Bedenken gegenüber dem Online Glücksspiel Markt geäußert.