Mengener Casino Betreiber gehen gegen Stadt Mengen vor

In der kleinen und unscheinbaren Stadt Mengen findet seit kurzem ein ganz besonderer Kampf statt. Sämtliche Spielautomaten Casino Besitzer haben sich zusammengetan und demonstrieren gegen eine für sie nicht zumutbare Erhöhung der Steuern. Damit ist Mengen die erste Stadt, die vorläufig ohne Spielautomaten leben muss.

Sieben Einrichtungen sind von der Boykottierung betroffen. Die Geschäftsführer, die Prokuristen und die Gesellschafter dieser Institutionen erläutern in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Gründe und Folgen dieser Protestaktion. Der Gemeinderat beschloss im Oktober die Erhöhung der Vergnügungssteuer auf ein Viertel der Bruttokasse gilt als Ursache für die Schließung der Casinos.

Zusammen mit den vom Gesetzgeber vorgesehen 19 Prozent Mehrwertsteuer entsteht eine Steuerlast von 44 Prozent bevor die laufenden Kosten abgezogen wurden. Erst danach ergibt sich der theoretische Gewinn, so eine Betreiberinnen, die ihre Mitarbeiter entlassen musste. Auch der Geschäftsführer des Automaten Casinos Extra Games betonte, dass das häufig bekannte Vorurteil der Goldesel-Spielhallen nicht der Wahrheit entspreche. Man habe in Mengen sehr viel finanzielle Mittel investiert. Auch er war gezwungen, seine Mitarbeiter zu entlassen.

Die Entscheidung, die Vergnügungssteuer sei allein auf die Raffgier des Gemeinderats zurückzuführen, so die Betreiber. Schwab sagte, nun müsse die Stadt damit auskommen, dass keinerlei finanzielle Mittel mehr in ihre Kassen gespült werde. Damit sei die Aktion der Casinos noch lange nicht beendet, denn die Betreiber wollen gegen die Stadt Mengen Klage erheben.

Der Gemeinderat würde sich bei keiner anderen Branche eine solche Frechheit herausnehmen. Man lasse so etwas nicht auf sich sitzen und fordere Schadensersatz, so einer der Casino Betreiber.