Milliardenteure Projekte in Macau sinnlos?

Milliardenteure Projekte in Macau sinnlos?

Weitere Milliardenprojekte sind dennoch in der Bauphase. Welchen Sinn macht es tatsächlich weitere Hotels und Casinos vor Ort zu eröffnen, wenn der Fokus in Zukunft gar nicht mehr auf dem Glücksspiel liegen soll?

Vor wenigen Tagen wurde mit einem großen Aufgebot die Neueröffnung des Milliardenschweren Hotel-Kasino Studio City gefeiert. Hierzu waren sogar die Schauspieler Leonardo DiCaprio und Robert de Niro eingeladen, die die Hauptakteure in dem Kurzfilm von Scorsese sind, der zur Eröffnung des Hotels präsentiert wurde. Passend zu dieser Präsentation hat der gesamte Hotel- und Casino-Komplet die Filmwelt zum Motto und auch die Einrichtung orientiert sich daran. Es gibt neben dem Batman-Flugsimulator noch ein Riesenrad in Form einer Acht. Viele Attraktionen und viel investiertes Geld. Macht dies Sinn, nachdem in Macau die Rede davon ist, dass die Einnahmen aller Casinos weiterhin zurückgehen?

Ein anderer Markt

Seit geraumer Zeit bleiben die High Roller aus China in Macau aus. Dies führt zwangsläufig dazu, dass die Einnahmen vor Ort zurückgehen. Präsident Xi Jinping hat sich dem Kampf gegen die Korruption verschrieben, offensichtlich mit Erfolg. Dennoch werden in Macau weiterhin hochklassige Einrichtungen errichtet, die in den kommenden Jahren eröffnen sollen. Das Konzept in Macau hat sich verändert, der Boom wird in dieser Form nicht weitergehen.

Während vorher viele VIP-Spieler aus China in Macau anzutreffen waren, sollen die Tische von nun an den Massenmarkt-Spielern zur Verfügung gestellt werden. Das dies gleichzeitig weniger Einnahmen bedeutet ist klar. Die reichen Chinesen orientieren sich aufgrund der Anti-Korruptionskampagne um und spielen nun in anderen asiatischen Spielparadiesen wie Südkorea und den Philippinen.

(Bildquelle: scmp.com)