Glücksspiel – leichter Zugang für Minderjährige

Glücksspiel – leichter Zugang für Minderjährige

Vermehrt werden Jugendliche an Spielautomaten oder in den Online Casinos vermerkt, da hier nicht ausreichend Kontrolle und Regulierung vorhanden ist, um die Jugendlichen besser zu schützen. Statistiken zeigen auf, dass vor allem männliche Jugendliche der Spielsucht verfallen und die Gefahr für diese Zielgruppe besonders hoch ist.

Suchtproblematiken werden zum Teil bereits sehr gut behandelt. So wird zum Beispiel das Komasaufen bei Jugendlichen durch Präventionsprogramme behandelt. Die Gefahr jedoch, die vom Glücksspiel ausgeht, wird offensichtlich noch nicht so wirklich gesehen, dabei zeigen Statistiken deutlich auf, dass sogar zwei bis drei Prozent der Jugendlichen bereits mit Suchtproblemen in Bezug auf Glücksspiel zu kämpfen haben.

Um diese Aussage zu prüfen sollen laut Psychologe Tobias Hayer von der Universität Bremen Tests durchgeführt werden, bei denen Jugendliche zum Spielen in Automatenspielhallen geschickt werden. Dieser Test soll aufzeigen, wie hoch die Gefahr für Jugendliche tatsächlich ist, um so den Jugendschutz wachzurütteln.

Das Angebot ist im Internet sehr groß. Jugendliche lassen sich gerne dazu verleiten verschiedene Glücksspiele im Internet auszuprobieren. Neben den Echtgeldspielen werden fast alle Spielvarianten auch kostenlos und mit Spielgeld angeboten. Suchtforscher wollen hierbei überprüfen, ob solche Spiele an dieser Stelle als Einstiegsdroge zu sehen sind, bisher konnte dies jedoch noch nicht nachgewiesen werden. Das größte Potential ein krankhaftes Spielsuchtverhalten aufzuweisen haben Menschen, die aus ärmeren Bereichen können und die durch soziale Benachteiligung und Perspektivlosigkeit zum Glücksspiel getrieben werden.

Oft weisen spielsüchtige Personen einen Migrationshintergrund auf, so ergaben es einige Umfragen.

Für die Jugendlichen kann die Spielsucht schwerwiegende Folgen haben. Um an Geld zu gelangen verkaufen viele der Süchtigen ihr gesamtes Hab und Gut. Das Sozialverhalten der meisten kranhaften Spieler verändert sich, meist werden alle Kontakte abgebrochen und die Schule wird vernachlässigt. In schwerwiegenden Fällen kann es sogar zu kriminellen übergriffen kommen, um sich die eigene Sucht so zu finanzieren.

Glücksspielexperten fordern das Verbot von Glücksspielautomaten in Gaststätten und an Imbissständen. Auch sollten nach Meinung der Experten mehr Tests durchgeführt werden, durch die zu sehen sein soll, wie leicht es für Jugendliche ist, an dem Glücksspiel teilzunehmen und um zu sehen, wie dies langfristig eingedämmt oder gar verhindert werden kann.

Minderjährige im Wettfiber

Minderjährige im Wettfiber

Bei minderjährigen Personen wird die große Gefahr gesehen, dass aus dem anfänglichen Nervenkitzel oder der Langeweile sich schnelle eine Spielsucht entwickeln kann. Genau aus diesem Grund ist es erst Personen ab 18 Jahren gestattet, Sportwetten in den entsprechenden Wettlokalen abzugeben.

Unter 18 Jahren sollte den Besuchern der Zutritt zu diesen Wettbüros eigentlich verwehrt werden. Jugendliche im Alter von 15 Jahren schaffen es jedoch immer wieder einen Wettschein auszufüllen. Sie selbst sagen, dass die Abgabe von Sportwetten, durch die Fußballthematik zuerst einmal Spaß macht und gleichzeitig die Möglichkeit besteht, aus wenig Geld viel zu machen.

Die Jugendlichen selbst geben an, dass Sportwetten heutzutage eines der Hauptthemen auf dem Schulhof seien. Doch nicht nur auf dem Schulhof, denn auch in der Innenstadt sieht man einen Laden nach dem nächsten, in dem das Glücksspiel angeboten wird. Durch das erhöhte Angebot steigt auch die Nachfrage, vor allem bei den Jugendlichen. Während einige der Jugendlichen nach eigenen Angaben vorrangig auf die Lieblingsmannschaft beim Sportwetten setzen, gibt es andere junge Menschen, die auf fast jedes Spiel wetten. Gerade bei den Jugendlichen, geht eine große Suchtgefahr von den Glücksspielangeboten aus. Die meisten Jugendlichen sind sich der Gefahr der Spielsucht noch gar nicht wirklich bewusst.

Mit den Sportwetten begehen viele der Jugendliche einen ersten Fehler, denn meist werden Wetten abgegeben, bevor die Jugendlichen anderen Glücksspielangeboten verfallen. Die Möglichkeit, aus wenig Geld schnell viel Geld zu machen, ist oft der Antrieb, der die Menschen zur Sucht verleitet und diese Gefahr ist bei Jugendlichen laut Experten viel Größer.

100.000 Dollar Strafe für Caesars

100.000 Dollar Strafe für Caesars

Diese Gefahr ist für Minderjährige besonders hoch, daher ist es Minderjährigen überall verboten dem Glücksspiel nachzugehen, In Amerika ist es erst Personen ab 21 Jahren gestattet dem Glücksspiel nachzugehen. Dies ist auch gesetzlich so geregelt. Daher blüht dem Caesars nun eine Strafe in Höhe von 100.000 Dollar, da das Casino es zuließ, dass Minderjährige in den Hallen des Etablissements spielten.

Allein bei dem Verdacht, dass ein Casino gegen die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf Minderjährige verstoßen könnte, treibt die Behörden dazu an, diesen Verdacht zu überprüfen. So war es auch im Fall des Caesars Casinos, wobei sich in diesem Fall der Verdacht auch tatsächlich bestätigte.

Caesars Entertainment wurde angeklagt Minderjährigen den Zugang zum Glücksspiel ermöglicht zu haben. Dies bestätigte sich offensichtlich und dem Unternehmen wurde eine Geldstrafe in Höhe von 100.000. Dollar auferlegt. Caesars Entertainment ist somit vorbestraft und steht nun unter genauer Beobachtung der Behörden. Sollte ein Fall dieser Art noch einmal eintreten, so wird das Unternehmen eine weit höhere Geldstrafe zu erwarten haben.

Die Nevada Gaming Commission gibt an, dass Caesars bereits mehrfach gegen das Gesetz zum Schutz der Minderjährigen verstoßen haben soll. Bereits seit dem Jahr 2010 stand aus diesem Grund Caesars Entertainment unter der Beobachtung der Behörde. Bei diesen Beobachtungen ist herausgekommen, dass Caesars sowohl den Minderjährigen den Zugang zum Glücksspiel ermöglichte als auch Alkohol an Personen unter 21 Jahren ausgeschenkt wurde.

Auch wenn die Strafe in Höhe von 100.000 Dollar keine große Strafe für Caesars Entertainment darstellt, so steht das Unternehmen dennoch unter der Beobachtung der Behörden und wird im Falle eines erneuten Verstoßes gegen das Gesetz, eine weit höhere Strafe zu erwarten haben.

Caesars Entertainment bestritt die Anschuldigungen nicht und gab an, in Zukunft mehr auf den Jugendschutz bedacht zu sein. Vor allem in Bezug darauf, dass das Unternehmen die Umsetzung eines Online Casinos plant. Das sogenannte Projekt 21 soll in der Zukunft, auch für Caesars Entertainment, mehr Wert bekommen.