Echtgeldangebot von Zynga bereits 2012

Echtgeldangebot von Zynga bereits 2012

Seit längerem ist im Gespräch, dass der Anbieter nun auch in die Branche des Online Glücksspiels wechseln möchte und in Zukunft plant Echtgeld-Glücksspielprodukte auf internationalen Märkten anzubieten.

Bei einer Videokonferenz mit den Unternehmern wurde nun bereits der konkrete Zeitpunkt hierfür bekanntgegeben. Die ersten Produkte sollen schon im ersten Quartal des Jahres 2013 angeboten werden. Mit dem Einstieg in die neue Branche, wolle Zynga laut Pincus den Forderungen der Aktionäre entsprechen, da der Aktienpreis der Zyngaanteile kürzlich von Dollar 15 auf Dollar 3 pro Aktie abgefallen war.

Die Produkte befinden sich laut Vorstand bereits in der Entwicklung und auch der Erhalt von Lizenzen sei in Arbeit, sodass das Echtgeld-Angebot von Zynga bereits im nächsten Jahr präsentiert werden könne.

Eines der bekanntesten Spiele des Unternehmens ist das Social Game Zynga Poker. Die Spiele auf der sozialen Plattform Facebook freuen sich großer Beliebtheit und daher gehe man auch davon aus, dass sich dies auch in den Echtgeld Spielen deutlich zeigen wird. Das Unternehmen verfügt über einen großen Kundenstamm und die Unternehmer erhoffen sich durch den Branchenwechsel die bestehenden Kunden für die Echtgeld-Spiele begeistern zu können. Ob dieser Wunsch eintreffen wird, bleibt vorerst noch abzuwarten.

Das Angebot von Zynga soll allerdings nicht im Heimatland USA angeboten werden, da vor Ort die Lizenzen schwer zu erhalten sind. Welche Märkte vorgesehen sind, wurde durch Pincus noch nicht bekanntgegeben, lediglich dass das Angebot auf internationalen und regulierten Märkten präsentiert werden soll.

Anhand der Gesetzgebung ist demnach also klar, dass das Angebot auch nicht in Deutschland vertrieben werden kann, da hier nach dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag Online Casinos und Online Poker weiterhin verboten bleiben sollen. Während Schleswig-Holstein durch das eigens verabschiedete Glücksspielgesetz erst eine liberalere Regelung eingeführt hatte, soll dieses jedoch nun durch die neue Regierung wieder zurückgezogen werden.

Auch das nordische Bundesland soll sich demnach dem Glücksspielstaatsvertrag der anderen 15 Ministerpräsidenten anschließen, der bereits am 1. Juli 2012 in Kraft getreten ist. Nach dem Gesetz soll das Lottomonopol weiterhin bestehen bleiben und lediglich eine begrenzte Anzahl von 20 Lizenzen ist für private Sportwettenanbieter vorgesehen.

Die EU-Kommission übte viel Kritik an dem Gesetzesentwurf, doch bisher ist noch nicht absehbar in welche Richtung sich die Gesetzgebung dahingehend weiterhin entwickeln wird.

Albig fordert Rückzug des schleswig-holsteinischen Glücksspielgesetzes

Albig fordert Rückzug des schleswig-holsteinischen Glücksspielgesetzes

Eigentlich hatte die Aufregung sich bereits etwas gelegt, da nach der Verabschiedung des liberalen Glücksspielgesetzes im Norden Deutschlands bereits die ersten Lizenzen für Sportwettenanbieter ausgegeben wurden.

Nun wechselte die Regierung und der neue Ministerpräsident Torsten Albig fordert nun, die Rücknahme des Glücksspielgesetzes und damit einhergehend die Rücknahme der Lizenzen. Darüber hinaus wolle man sich nun dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag der anderen Ministerpräsidenten anschließen, um so eine bundeseinheitliche Regelung für Deutschland zu schaffen.

Albig kündigte nun an, dass der Alleingang hier sein jähes Ende finden soll. Jedoch ist nicht ganz klar, wie der neue Ministerpräsident die Schadensersatzforderungen händeln will, die mit Sicherheit auf das nordische Bundesland drauf zukommen werden, sollte der Rückzug tatsächlich umgesetzt werden. Das neue Regierungsbündnis setzt sich aus SPD, den Grünen und der SSW zusammen.

Kurz bevor diese Koalition geschlossen wurde, verteilte das unter der CDU geführten Innenministerium weitere Lizenzen für Sportwetten in Schleswig-Holstein. Derzeit sind bereits sieben private Sportwettenanbieter im Besitz der schleswig-holsteinischen Lizenzen.

Während in Schleswig-Holstein derzeit vorrangig große Unsicherheit herrscht, ist es immer noch nicht sicher, ob der Glücksspieländerungsstaatsvertrag tatsächlich am ersten Juli dieses Jahres in Kraft treten wird. Bis jetzt hat noch keine Mehrheit an Parlamenten dem in Kraft treten des E15-Entwurfs zugestimmt. Unabhängig davon besteht für Schleswig-Holstein so oder so die Möglichkeit, hier beizutreten, da eine öffnungsklausel vorgesehen ist.

Der Glücksspieländerungsstaatsvertrag sieht eine teilweise Liberalisierung vor, nach der insgesamt 20 Lizenzen für private Sportwettenanbieter ausgegeben werden sollen. Diese Lizenzen sollen eine Gültigkeit von sieben Jahren erhalten und landesübergreifend ausgeschrieben werden.

Online Casinos und Online Poker sollen laut des Vertrages auch in Zukunft verboten bleiben, so dass diese ausschließlich in traditionellen Casinos gestattet sein werden. Die EU-Kommission hatte jedoch bereits große Kritik an dem Gesetz verlauten lassen. Im Gegensatz dazu wurde das schleswig-holsteinische Glücksspielgesetz von Seiten der EU-Kommission hoch gelobt.

Albigs Ankündigungen wurden von vielen Seiten bereits als übereilt angekündigt. Die Folgen seiner Vorhaben wären Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe, die nicht tragbar seien, so auch die Partei die Grünen. Der CDU-Abgeordnete Hans-Jörn Arp kündigte außerdem bereits an, dass die legalen Anbieter von Glücksspiel durch Albigs handeln zurück in den Schwarzmarkt gedrängt würden, das illegale Glücksspiel dadurch weiterhin florieren würde und dem Staat Steuergelder abhandenkommen werden.

Von anderen Seiten, beispielsweise des Deutschen Lotto- und Totoblocks, wurden Albigs Vorhaben begrüßt, denn durch den Anschluss an das Gesetz der anderen 15 Ministerpräsidenten würde man bundeseinheitliche Regelungen Schaffen können und damit ein einheitliches Glücksspieldeutschland präsentieren.

Stop der Lizenzvergabe in Schleswig-Holsteins

Stop der Lizenzvergabe in Schleswig-Holsteins

Nach der Wahl und kurz vor dem Regierungswechsel wird nun von Seiten des Bundesarbeitskreises Spielbanken der Vereinten Dienstleitungsgewerkschaft (ver.di) gefordert, dass die Ausgabe der Lizenzen sofort gestoppt wird.

Bei dem Bundesarbeitskreis Spielbanken von ver.di macht sich Unverständnis breit. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass sich das Innenministerium Schleswig-Holsteins vor den Wahlen für die Herausgabe der ersten Lizenzen entschied. Es war abzusehen, dass ein Regierungswechsel stattfinden wird. Des Weiteren war bereits vorher abzusehen, dass die neue Regierung plant das verabschiedete Glücksspielgesetz zurückzuziehen, um sich dem Rest des Landes anzuschließen und dem Glücksspielstaatsvertragsentwurf zuzustimmen.

Die Vergabe der Lizenzen in Schleswig-Holstein habe die ganze Angelegenheit noch komplizierter gemacht, so Bernhard Stracke von der Bundeskoordinierung Spielbanken der ver.di. Die Erwartungen von Seiten der Spielbankenkoordination sind eindeutig: die Landesregierung soll keine weiteren Sportwetten- und Onlinecasinospiellizenzen vergeben. Die Landesregierung hatte laut Stracke, noch vor dem Regierungswechsel noch vier weitere Lizenzen ausgegeben.

Damit wurden bisher insgesamt sieben Lizenzen vergeben. Stracke sieht die bevorstehenden Probleme anwachsen, denn die Glücksspiellizenzen wurden mit einer Gültigkeitsdauer von sechs Jahren erteilt.

Von Seiten der neuen Landesregierung wird mit dem Wechsel von Seiten des Bundesarbeitskreises Spielbanken das Zurückziehen des verabschiedeten

Glücksspielgesetzes gefordert. Des Weiteren wird erwartet, dass die Landesregierung dem E15 Entwurf der anderen 15 Ministerpräsidenten anschließt.

Ob die Realisierung dieser Forderungen durchführbar ist muss nun allerdings noch geprüft werden. Die rechtliche Lage muss überprüft werden, bevor entschieden werden kann, dass das Glücksspielgesetz seine Gültigkeit verliert. Es wird erwartet, dass die lizensierten Unternehmen dann mit hohen Schadensersatzforderungen aufwarten werden.

Bremer Landesparlament stimmt E-15-Entwurf zu

Bremer Landesparlament stimmt E-15-Entwurf zu

Nachdem der erste Entwurf von verschiedenen Seiten barsch kritisiert wurde, wurden einige Regelungen noch einmal angepasst, so dass der derzeitige E-15 Entwurf der 15 Ministerpräsidenten bereits zu Beginn des Jahres verabschiedet werden konnte.

Nun sind die Länderparlamente in Zugzwang, die über die Gültigkeit des Gesetzes entscheiden sollen. Das kleinste Deutsche Bundesland Bremen entschied sich nun für den Glücksspielstaatsvertrag, der in Deutschland höchst umstritten ist.

Während die Neuformulierung des geänderten Glücksspielstaatsvertrages in Arbeit war, entschied sich das Bundesland Schleswig-Holstein für den Alleingang und verabschiedete ein eigenes Glücksspielgesetz. Dieses wurde von Seiten der EU-Kommission hoch gelobt. Das Kieler Glücksspielgesetz entspricht allen Voraussetzungen, die Brüssel gestellt hatte, um den EU-Richtlinien gerecht zu werden. Nachdem das Gesetz bereits Anfang des Jahres in Kraft trat, wurden nun schon die ersten Lizenzen vergeben, sehr zur Freude der privaten Glücksspielanbieter.

Der E-15-Entwurf der Ministerpräsidenten wird immer noch scharf kritisiert, da Experten der Meinung sind, dass der Gesetzesentwurf weiterhin nicht den EU-Richtlinien entspreche. 20 Sportwettenlizenzen sollen laut E-15-Entwurf vergeben werden, also wird damit den privaten Anbietern mehr Zutritt zum deutschen Glücksspielmarkt gewährleistet. Dennoch wird gerade die Begrenzung der Lizenzen auf lediglich 20 von verschiedenen Seiten stark kritisiert.

Gleichzeitig fällt den Kritikern negativ auf, dass Online Casinos und Online Poker weiterhin komplett verboten bleiben sollen. Das staatliche Monopol wird durch den E-15-Vertrag in keiner Weise angetastet. Diese Punkte werden kritisiert und mit der Androhung mit diesen Punkten vor den Europäischen Gerichtshof zu treten, haben die Kritiker gedroht. Ob der E-15-Entwurf dies durchstehen würde, ist bisher noch ungewiss.

Das Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein hingegen stieß zumindest in Brüssel auf Begeisterung. Trotzdem soll nun, mit dem Wechsel der Landesregierung, das Gesetz außer Kraft gesetzt bzw. als wirkungslos erklärt werden. Ob dieses Vorhaben rechtlich umsetzbar ist, ist bisher noch ungewiss. Würde das Gesetz von der neuen Regierung aufgehoben werden, so würde auch Schleswig-Holstein sich dem derzeitigen Glücksspielstaatsvertragsentwurf anschließen. Damit würde die Liberalisierung, wie sie bisher zumindest in Schleswig-Holstein stattgefunden hatte, wieder ausgebremst werden.

Das Bremer Landesparlament hat sich nun für den E-15-Entwurf ausgesprochen und es wird erwartet, dass auch die anderen Landesparlamente sich dem Gesetzesentwurf anschließen und diesem zustimmen werden. Was im Anschluss daran passieren wird, kann man derzeit noch nicht voraussehen. Sicher ist jedoch, dass damit einhergehend unzählige Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof eingereicht würden.

Kurt Beck über den Glücksspielstaatsvertrag

Kurt Beck über den Glücksspielstaatsvertrag

Beck gibt an, dass in der Vergangenheit eindeutig bewiesen wurde, dass der Glücksspielstaatsvertrag als Gesetz notwendig sei, um die Kriminalität in Bezug auf das Glücksspiel und die Gefahr der Spielsucht einzudämmen. Dies machte die Meinung des Ministerpräsidenten sehr deutlich.

Die Spielsucht stellt eine hohe Gefahr für die betroffenen Personen und deren Familienangehörigen und Freunden dar. Nicht nur, dass die Spieler sich selbst hoch verschulden können und in den finanziellen Ruin getrieben werden, so leiden oft auch die sozialen Kontakte darunter und der betroffene Spielsüchtige wird oft dazu verleitet, sein Umfeld zu bestehlen sondern auch in die Kriminalität zu verleiten. Laut Beck soll der Glücksspielstaatsvertrag die Menschen vor allem vor der Spielsucht schützen und somit auch vor den weitreichenden Folgen, die daraus resultieren können.

Mit der Gesetzgebung des Glücksspielstaatsvertrages sollen die Spieler und ihre Familien davor geschützt werden, sich selbst und ihr komplettes Umfeld zu gefährden. Durch den Glücksspielstaatsvertrag ist es nur Unternehmen der Glücksspielbranche und vertrauenswürdigen privaten Anbietern gestattet das Angebot zu verbreiten, um auf diese Art und Weise auch die Spieler schützen zu können. Dies machte Beck in seiner Stellungnahme zu diesem Thema deutlich.

Beck gibt außerdem an, dass "Lotto am Mittwoch" ein gutes Beispiel dafür ist, wie gut das regulierte Glücksspiel in Deutschland funktionieren kann. In den 30 Jahren, in denen "Lotto am Mittwoch" nun existiert, wurden unzählige Gewinne an die Lottospieler ausgeschüttet.

Insgesamt ist die Rede von 50 Prozent Gewinnausschüttung an die Gewinner, weitere 38 Prozent der eingenommenen Summe wurden als Lottosteuer und Konzessionsabgaben an das Land gezahlt. Insgesamt wurden seit dem Jahr 1982 28,7Milliarden Euro durch "Lotto am Mittwoch" eingenommen. Die eingespielten Gelder kommen so auch dem Wohl der Bevölkerung zu Gute.

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