Lotterie erfüllt Wünsche eines Mönchs

Lotterie erfüllt Wünsche eines Mönchs

Nichts desto trotz scheint es Mönche zu geben, die sich selbst dieser Sünde nicht entsagen können. Ein solcher Mönch aus Bangkok gewann erst kürzlich in der staatlichen Lotterie. Und hierbei handelte es sich nicht nur um einen Kleingewinn, sondern um einen Gewinn in Höhe von sechs Millionen Baht.

Bei dieser Situation sind gleich mehrere Dinge verwunderlich. Zum einen, dass der Mönch einen solch hohen Gewinn generieren konnte und zum anderen, dass er überhaupt an der Lotterie teilnahm, obwohl Glücksspiele für Mönche tabu sind. Der Mönch gab sogar zu, regelmäßig im Monat mehrere Lottoscheine ausgefüllt und eingereicht zu haben. Nun hätte der Gläubige dies auch verheimlichen können, hätte er den Gewinn nicht zum Anlass genommen, mit seinem Lottoglück zu prahlen. Dadurch, dass Phra Prawit Techapalo aus dem Cheepakhao Tempel in Samut Sakhon allen seinen Bekannten den Gewinnschein gezeigt hatte und mit seinem Gewinn geprahlt hatte, kam die Sünde des Mönchs überhaupt erst ans Tageslicht.

Fauxpas mit glücklichem Ende

Der Mönch Techapalo wurde von seinem Vorgesetzt darauf hingewiesen, dass das Glücksspiel für Mönche eine Sünde sei. Die Geschichte hat jedoch für den Mönch trotzdem keine negativen Folgen. Daher kann der Sieger sich über eine stolze Summe freuen, von der er, wie er selber sagt, seiner Mutter ein Haus bauen und seinem Kind später eine gute Ausbildung finanzieren möchte.

Spielsucht eines buddhistischen Mönchs

Spielsucht eines buddhistischen Mönchs

Umso erstaunlicher ist ein aktueller Fall, bei dem ein buddhistischer Mönch mehr als 200.000 Dollar für das Glücksspiel ausgegeben haben soll. Der 38-jährige Vietnamese aus Louisiana hatte zwischen den Jahren 2010 und 2014 den Vorsitz einer buddhistischen Einrichtung inne und soll diesen ausgenutzt haben, um mit den Geldern des Klosters seine Spielsucht zu finanzieren.

Als Vorstand des Klosters soll der Mönch Zugang zu drei verschiedenen Konten gehabt haben. Die Vorwürfe besagen, dass er hier regelmäßig große Summen abgehoben haben soll. Insgesamt ist die Rede von einer Summe in Höhe von rund 263.000 Dollar. Das Geld soll der Mönch genutzt haben, um hiermit seinen Spieltrieb in den umliegenden Casinos zu finanzieren. Offensichtlich war die Sucht so weit vorangeschritten, dass der gläubige Buddhist teilweise pro Abend Summen in Höhe von bis zu 10.000 Euro beim BlackJack verspielte.

Mönch am Flughafen verhaftet

Die Behörden hatten von den Machenschaften des Mönchs erfahren, weil dieser eine große Summe Geld im Casino abgehoben hatte. Die Verhaftung erfolgte im November 2015 am Flughafen New York. Der Mönch muss sich heuer vor Gericht verantworten. Nach eigenen Angaben habe er in unregelmäßigen Abständen Geld auf die Konten des Klosters zurücküberwiesen. Im Falle einer Verurteilung muss der gläubige Buddhist mit einer Haftstrafe von 20 Jahren rechnen plus einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 250.000 Dollar. Die Rückzahlung der entwendeten Gelder wird der Mönch in jedem Fall vornehmen müssen.