Glücksspiel fördert Umweltprojekte

Glücksspiel fördert Umweltprojekte

Dieses Mal wurde eine Summe in Höhe von 43.850 Euro durch die Bingo-Umweltstiftung an die Grafschaft übergeben. Mit dem Geld können mehrere Projekte in der Region realisiert werden. Geplant ist unter Anderem eine Renaturierung eines Teiches im Schüttorfer Vechtetal.

Dank der Bingo-Stiftung konnten in diesem Jahr insgesamt 17 Einzelprojekte in der Grafschaft finanziert werden. Der Geschäftsführer der Bingo-Umweltstiftung, Karsten Behr, reiste extra aus Hannover an, um den Scheck an die Grafschaft zu überreichen. Insgesamt wurden in diesem Jahr nach Angaben des Geschäftsführers Spenden im Wert von rund 100.000 Euro für unterschiedliche Projekte gesammelt.

Knapp die Hälfte dieser Summe wurde für Umweltprojekte an die Grafschaft gespendet. Grund für diese hohe Spende sind die unterschiedlichen, geförderten Projekte der Grafschaft, die große Bereiche des Naturschutzes abdecken. Damit sei der Sinn und Zweck der Spende bestens erfüllt, so Behr.

Mehr Bedeutung für Naturschutz

Die Naturschutzstiftung ist begeistert von der hohen Summe, die zur Förderung der Einzelprojekte dient. Mit einem Betrag in Höhe von 17.700 Euro wurde die Renaturierung eines Teiches im Schüttorfer Vechtetal gefordert, wobei ein ehemaliger Fischteich in seinen ursprungszustand zurückversetzt wurde. Etwa 26.150 Euro werden in die Naturschutzwoche für Kinder investiert.

Naturschutz soll durch die unterschiedlichen Projekte auf allen Ebenen eine große Bedeutung erhalten. Neben der Unterstützung durch die Naturschutzstiftung wird zusätzlich Unterstützung durch den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland geleistet.

Naturschutz mit Bingo

Naturschutz mit Bingo

Das Besondere bei diesem Bingoangebot ist, dass die Einnahmen an eine Stiftung gehen, die unter anderem Naturschutz- und Entwicklungsprojekte fördern. Durch diesen Anreiz interessieren sich auch Personen für das Glücksspiel, die eigentlich gar nicht auf die üblichen Angebote eingehen würden. Da jedoch Naturschutz ein wichtiges Thema für viele Menschen ist, lassen diese sich durch diese Werbemaßnahme einfacher vom Glücksspiel ansprechen.

Trotz der Unterstützung eines guten Zwecks stellt das Glücksspiel für viele Spieler eine große Gefahr dar. Die Spielsucht scheint sich bei vielen Menschen langsam ein und wird nur schwer erkannt. Doch nicht nur das ist ein Problem hierbei, auch die Behandlung von spielsüchtigen Personen, die sehr schwer nur von dem Glücksspiel fernzuhalten sind. Nach dem Glücksspielforscher Prof.

Gerhard Meyer sei Bingo jedoch durchaus vertretbar. Das Bingospiel sei kein potentielles Glücksspiel, durch welches die Spielsucht ausgelöst werden könnte. Spieler neigen dazu, sich für Spiele mit schneller Spielfolge zu entscheiden. Das Bingospiel wird meist nur einmal in der Woche durchgeführt und sei laut dem Professor daher keine Gefahr für potentielle Spielsüchtige.

Mit der Bingo-Umweltlotterie sollen in Niedersachsen Glücksspielangebote in Verbindung mit Naturschutz staatlich gefördert werden. Damit wollen die Verantwortlichen ein Glücksspielangebot schaffen, welches staatlich reguliert ist und kontrolliert wird, sodass die Suchtprävention hierbei vordergründig ein besonders wichtiges Thema ist.

Wenn hierbei gleichzeitig Natur- und Umweltschutz eine Rolle spielen, dann ist das Angebot laut Experten besonders positiv. Reguliertes Glücksspiel in Verbindung mit einem guten Zweck, so sollte nach der Meinung der Experten das Glücksspiel im Allgemeinen behandelt und angeboten werden.