Niederlage für Novomatic in Niederösterreich

Niederlage für Novomatic in Niederösterreich

Grund für die Entscheidung war die Klage eines unterlegenen Unternehmens, welches mit drei weiteren Bewerbern bei dem Konzessionsverfahren um das kleine Glücksspiel in Niederösterreich leer ausging. Die Novomatic-Tochter Admiral erhielt den Zuschlag für das kleine Glücksspiel, was nun jedoch als rechtswidrig von Seiten des Höchstgerichts eingestuft wurde. Grund für dieses Urteil: es hätten bis zu drei Lizenzen vergeben werden können, es gab insgesamt fünf Bewerber und dennoch hat das Land Niederösterreich lediglich eine Konzession für das kleine Glücksspiel erteilt.

Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften

Beschwerde wurde von Seiten des gescheiterten Bewerbers, der deutschen Gauselmann-Gruppe in Zusammenarbeit mit der Merkur Entertainment AG, eingelegt. Erst sollte der Verfassungsgerichtshof zuständig sein, dieser entschied jedoch nicht zuständig zu sein, wodurch der Verwaltungsgerichtshof nun die Entscheidung traf, dass es sich bei der Konzessionsvergabe um eine Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften handelt. Wichtig für die Entscheidung war außerdem das Verbot der Novomatic Mitbewerber, die Akten einzusehen. Die Akteneinsicht wurde aufgrund eines zu hohen Verwaltungsaufwandes verwehrt, was das Gericht nun als nicht zulässig einstufte.

Novomatic kommt es trotz dieser Niederlage in der Heimat zu Gute, dass die Landesregierung die 18-Monats-Regelung eingeführt hat. Diese ist im Landesglücksspielgesetz verankert. Hiernach ist es den Anbieter noch 18 Monate nach dem Wegfall der Konzession gestattet, das Glücksspiel entsprechend anzubieten.

In Bezug auf das Urteil sollen nun von Seiten der Behörde und des Finanzministeriums eingehende Prüfungen durchgeführt werden. Erst im Anschluss wird darüber entschieden, wie es nun in Bezug auf die Konzessionen für Niederösterreich weitergehen soll. Der Glücksspielanbieter Novomatic rechnet aktuell nicht mit einer Neuausschreibung.

Niederösterreichischer Automatenhersteller bleibt der Börse fern

Auch wenn man bisher Anderes hörte, möchte "Novomatic", ein Automatenhersteller mit Sitz in Niederösterreich, doch nicht den Gang an die Börse wagen.

Man will sich nun der Emission von Anleihen widmen, der Geschäftsführer sieht diese Möglichkeit als sinnvolle Alternative an. Doch gegen dieses Vorgehen gibt es eine Menge Gründe.

Der Besitzer der Mehrheit des Unternehmens, der es auch ins Leben rief, hält gar nichts davon, einen Teil seiner Macht abzugeben. Er stand dem Börsengang immer sehr ablehnend gegenüber.

Vor Kurzem sagte der Geschäftsführer, dass ein Gang an die Börse nicht zu 100 Prozent abwegig ist. Man will stets Wege erschließen, um die unternehmenseigene Finanzstruktur zu verbessern und die Schritte bezüglich des Kapitals auszuwerten.

Dies sagte er im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz. Im Mai war in den Zeitungen zu lesen, dass dieses Vorhaben schon beendet ist.

"Novomatic" möchte einen Kredit aufnehmen, es hat laut dem Geschäftsführer vielversprechende Wachstumschancen auf dem weltweiten Glücksspielmarkt ausgemacht.

Das Unternehmen hat im Laufe von sechs Jahren drei Schuldverschreibungen veräußert, deren Gegenwert sich auf eine halbe Milliarde Euro beläuft.

Automatenhersteller Novomatic ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus

Dem Generaldirektor von Novomatic zufolge will man seine Stellung noch weiter festigen und verhandelt aus diesem Grund mit einem möglichen Geschäftspartner.

Man hat vor, eine Casinoanlage in der peruanischen Hauptstadt Lima einzurichten, weil der südamerikanische Kontinent perfekt ist, um die Marktstellung noch weiter zu untermauern. Dieser Plan wurde schon bekräftigt.

Aber das Unternehmen äußerte sich nicht genauer dazu, weil beide Geschäftspartner unter Schweigepflicht stehen. Diese Spielstätte würde nicht als erster Vertreter des Unternehmens auf dem Kontinent gelten, da Novomatic Spielgeräte verschickt und verleiht, wie beispielweise die Novoline-Serie, zu der auch "Book of Ra" zählt.

Das Unternehmen mit Sitz in Niederösterreich hat sich bereits in Chile mit Anteilen an einer großen Casinoanlage etabliert. Aber 2010 mussten sie eine Niederlage erleiden, weil ein schweres Erdbeben die Schließung für ein Vierteljahr verursachte. Der Geschäftsführer weist auf die exzellenten Erträge seit der wiederholten öffnung im Juli 2010 hin.

Der Automatenhersteller möchte auch in Europa seinen Einfluss erhöhen. Momentan will das Unternehmen eine Zulassung für ein Züricher Casino und kandidierten dreimal dafür. In Liechtenstein ist Glücksspiel ab sofort gestattet und nun will man mit einem Geschäftspartner eine Konzession für eine Spielbank bekommen.

Die Unternehmensgruppe weist exzellente Geschäftszahlen auf, denn zusammen mit den beiden Schwestergesellschaften verbuchten sie einen rekordverdächtigen Ertrag in Höhe von rund 3 Milliarden Euro.

Hier konnte der Gewinn um 12 Prozent erhöht werden. Der Automatenhersteller hat die wirtschaftliche Krise und die damit verbundenen Verluste gut überstanden, dieses entstanden wegen Osteuropa und dem totalen Verbot von Glücksspiel.

Im letzten Jahr hatte Novomatic ein konstantes Wachstum in jedem Geschäftssektor vorzuweisen. Im B2B-Sektor will der Geschäftsführer den Schwerpunkt auf Mobile Gaming und Online Glücksspiel setzen.

Die künftige Vorgehensweise für eine Existenz im Netz ist aber nicht festgelegt.

Novomatic macht weiterhin Verluste

Die Novomatic AG hat im ersten halben Jahr des aktuellen Jahres offensichtlich ihre Umsatzeinnahmen erhöht, aber beim Betriebserfolg und beim Konzernergebnis wohl wieder Verluste verkraften müssen. Dies ging aus dem vor kurzem veröffentlichen Halbjahresfinanzbericht von Novomatic hervor. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Niederösterreich.

Laut diesem Bericht sank der Betriebserfolg von 145,8 auf 108,9 Millionen Euro, das Konzernergebnis nach Steuern ging von 84,2 auf 56,9 Mio. Euro zurück. Das EGT betrug 92,7 Mio. Euro nach 142,6 Mio. Euro. Die Umsatzgewinne wurden dagegen von 617,2 auf 660,2 erhöht. Einen guten Einfluss hatte hierbei die WM 2010.

Das Unternehmen unterhält 194 Admiral-Wettlokale in österreich. Die gesamte wirtschaftliche Lage der Märkte Novomatics sei in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres noch von Konsequenzen der globalen Wirtschaftskrise geprägt gewesen, stand in dem Bericht.

Manche Staaten in Osteuropa hätten besonders mit der Krise zu kämpfen gehabt. Die andauernde geschrumpfte Bereitschaft zu Investitionen der Glücksspielsunternehmen und schwerere Rahmenbedingungen der Volkswirtschaft hätten das Marktumfeld gezeichnet.

Während die Zahl der vermieteten Geräte im Bereich Glücksspiel auch im ersten halben Jahr 2010 ausgedehnt worden sei, waren die Gewinne aus dem Verkaufssektor noch immer von der noch anhaltenden Zurückhaltung in Bezug auf die Investitionen der Glücksspielunternehmen betroffen.

Im Gegensatz zum Vorjahr habe man schon eine gute Tendenz erkennen können. Laut Novomatic wurden die Errichtung und der Ausbau von Glücksspielunternehmen weitergeführt.

Das Unternehmen unterhielt nach diesen Angaben Ende Juni auf der ganzen Welt über 900 Standorte. Die Ausdehnung habe man speziell durch organisches Wachstum mit Konzentration auf Investitionen auf die Märkte Deutschlands, österreich und Südosteuropa vorangebracht.

Nach dem Bilanzstichtag hat die Unternehmensgruppe den Markeintritt in Malta beendet. Am 1. Juli fand die Wiedereröffnung der Spielbank Dragonara in San Julian statt.

Novomatic besitzt 40 Prozent der Anteile am Lizenznehmer Dragonara Gaming Ltd. Zudem wurde die Konzerngesellschaft Greentube I.E.S. GmbH BeatYa Online Entertainment Ltd., das sich auf browserbasierende Geschicklichkeitsspiele spezialisiert hat, übernommen.

Das Unternehmen sitzt ebenfalls in Malta. Im August dieses Jahres festigte man mithilfe der übernahme der Spielhallenkette Astra Albania Sh.A. die leitende Marktposition weiter.