Deutsche Neuregelungen zum Online Glücksspiel stoßen auf Widerstand

Die Neuregelungen in der Deutschen Glücksspielbranche sorgen für Aufregung, vor allem bei den Online Glücksspielanbietern aus der Branche. Vor wenigen Tagen noch haben die Ministerpräsidenten zusammengesessen und diskutiert, wie der Glücksspielvertrag in Zukunft gestaltet werden soll und welche Regelungen abgeändert werden müssen.

Nach langen Diskussionen konnten die Ministerpräsidenten sich auf einige Details einigen, welche scheinbar nicht alle Anbieter von Online Glücksspiel Portalen freuen. So werden die Stimmen von den erst kürzlich fusionierten Anbietern Bwin und PartyGaming laut. Die Betreiber ärgern sich über die bereits bekannt gewordenen Neuvereinbarungen bezüglich der Online Glücksspielgesetze.

Geeinigt wurde sich nun mehr darüber, dass mancherlei Glücksspielaktivität im Internet in Zukunft legal sein soll. Dies sollte eigentlich Anlass zur Freude geben, doch wie bei so vielen Dingen, gibt es auch bei diesen Neuregelungen ein Aber. Sprecher von Bwin.party machten daher deutlich, dass insbesondere die festgelegte Steuer auf Sportwettaktivitäten, in Höhe von 16,67 Prozent, dem Unternehmen einen Strich durch die Rechnung machen wird.

Bei dieser Besteuerung wird es dem Unternehmen laut Sprechern nicht möglich sein, sich auf dem deutschen Markt zu etablieren und die eigenen Dienste in Deutschland anbieten zu können und das trotz folgender Legalität. Kurz nach Verlautbarung der Neuregelungen mussten die fusionierten Unternehmen Bwin.party Einbußen auf dem Aktienmarkt hinnehmen, denn die Aktien sanken um rund 16 Prozent.

Eine weitere Regelung, die von den Anbietern als Nachteil für die Unternehmen gesehen wird, ist, dass die neuen Regelungen sich lediglich mit dem Bereich Sportwetten befassen, alle übrigen Online Glücksspielangebote jedoch in Zukunft weiter illegal bleiben werden. Durch bestehen bleibende Illegalität werden die deutschen Gamer sich weiterhin beim Spielen strafbar machen und die neue Gesetzesvorlage greift gerade in dieser Hinsicht, die vorher als so wichtig angekündigt wurde, gar nicht.

Der letzte Hoffnungsträger für die Anbieter ist in diesem Fall die Europäische Kommission. Bisher steht die überprüfung noch aus, ob die neue Gesetzesvorlage mit den Rechten der EU übereinstimmt, denn auch dies wurde zu Beginn als Ziel festgelegt. Die EU Kommission musste bereits in einigen anderen Ländern eingreifen und Anbieter wie das Fusionsunternehmen hoffen darauf, dass das in Deutschland auch der Fall sein wird, damit noch eine Chance besteht, dass die eigene Unzufriedenheit sich in Zufriedenheit umwandelt.