Aufschub für Novomatic

Aufschub für Novomatic

Auch wenn dieser Betrag nun angehoben wurde auf 10 Euro, so verstieß die Tochtergesellschaft von Novomatic zu diesem Zeitpunkt gegen das Gesetz, denn durch die Action-Taste konnten die Spieler innerhalb von wenigen Minuten hunderte von Euros verspielen. Zu Beginn des Jahres entschied der Oberste Gerichtshof, dass die Novomatic-Tochter gegen die Gesetze zum kleinen Glücksspiel verstoße. Geklagt wurde ursprünglich von Seiten eines Linzer Automatenherstellers.

Mit der Klage wurde Novomatic von Seiten des Linzer Automatenherstellers unlauterer Wettbewerb vorgeworfen. Nachdem das Urteil ausgesprochen wurde, war für Novomatic eine hohe Strafe vorgesehen, allerdings wurde das Urteil letztendlich nicht als rechtskräftig erklärt. Wäre dieser Fall jedoch eingetroffen hätte Novomatic nicht nur mit einer hohen Strafe rechnen müssen, sondern die Spielgeräte hätten auch direkt aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

Die Spieler hätten die Chance gehabt, den Glücksspielanbieter auf Schadensersatz zu verklagen. Zu diesem Fall kommt es nun jedoch nicht, denn die letzte Instanz des obersten Gerichtshofs entschied nun, dass Novomatic korrekt gehandelt habe, da von Seiten der Verwaltungsbehörden im Vorfeld eine Genehmigung für die Automaten ausgesprochen wurde.

Novomatic befindet sich nun in der nachweispflicht und muss erneut, vor der ersten Gerichtsinstanz vorsprechen. Hier gilt es für den Glücksspielkonzern Nachweise über die Genehmigung für die Automaten zu erbringen. Die letzte Instanz des OGH machte gleichzeitig jedoch bereits deutlich, dass die Spielgeräte mit der Automatikfunktion im Zuge des neuen Glücksspielgesetzes nicht mehr gestattet seien.

Auch Novomatic gestand vor Gericht ein, dass eben diese Geräte nicht der neuen Gesetzgebung entsprächen. Novomatic habe nach Angaben des OGH nun bis zum Jahr 2015 Zeit, die Automaten vom Markt zu nehmen, denn diese übergangsfrist sei festgelegt und innerhalb dieser Zeit dürfe das Angebot von Novomatic durchaus weiterhin auf dem Markt existieren.

Novomatic streckt die Fühler aus

Novomatic ist als in Österreich ansässiges Unternehmen besonders interessiert an der hoffentlich baldigen Ausschreibung der Lizenzen. Neben den 15 Casinolizenzen, steht auch eine Lottolizenz zur Ausschreibung bereit, die unter Anderem auch das Angebot von Online-Glücksspiel beinhalten soll.

Das österreichische Unternehmen hat nun das eigene Interesse auch an der Lottolizenz verkündet. Die Verantwortlichen erwarten die Ausschreibung bereits mit Sehnsucht, um anhand der Bedingungen und Möglichkeiten zu entscheiden, ob eine Bewerbung für das Unternehmen von besonderer Relevanz ist. Durch die positive Finanzlage des Unternehmens, die sich vom Jahr 2009 zum Jahr 2010 offenkundig verbessert hat, wird es dem Unternehmen möglichgemacht, sich auch neuen und weiteren Bereichen zuzuwenden.

Für den Lottobereich benötigt Novomatic jedoch wahrscheinlich mehr Kenntnisse, als die bereits bestehenden. Angekündigt haben Unternehmenssprecher, dass sie bestimmte Bereiche, die von der Lottolizenz eingeschlossen werden, selbst übernehmen können, wie zum Beispiel Internet und Lotto über Videoterminals. Für den herkömmlichen Lottobereich planen die Unternehmer eine eventuelle Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Unternehmen aus dem Lottobereich, doch genaue Angaben wurden dazu bisher noch nicht gemacht.

Laut den Verantwortlichen sollen die Lizenzen in Bälde ausgeschrieben werden in Österreich, da es geplant ist die Lizenzvergabe für den Herbst des Jahres 2011 anzusetzen. Die Bewerber brauchen natürlich auch Zeit ihre Bewerbungen für die Lizenzen fertig zu machen und einzureichen.

Novomatic ist eigentlich seit jeher als Entwickler und Hersteller von Spielautomaten bekannt. Nun ist er jedoch in der eigenen Weiterentwicklung des Unternehmens auch schon als Betreiber im Ausland bekannt. Gerade in Europa hat die Firma sich bereits einen Namen gemacht und ist auch in Deutschland bekannt und beliebt.

Neben den Lizenzausschreibungen in Griechenland sei das Unternehmen auch an Ausschreibungen für Videolotterie-Terminals in Griechenland interessiert. Die Hälfte der zur Ausschreibung vorbereiteten Lizenzen für Österreich sei für den Unternehmer unrentabel, da eine Steuererhebung in Höhe von 17 Prozent angesetzt sei, was sich am Markt in Österreich nicht lohnen würde.

Das Unternehmen scheint sich gleichzeitig in alle Richtungen zu orientieren, um standhaft auf dem Erfolgskurs zu bleiben. Neben den europäischen Ländern wolle sich die Firma auch besonders um die Beteiligung am Südamerikanischen-Glücksspielmarkt kümmern und plant bereits weitere Aktionen in der Schweiz und in Liechtenstein. Die Umsatzsteigerung von 0,5 Milliarden Euro innerhalb eines Jahres soll wiederholt wenn nicht sogar noch gesteigert werden bis zum nächsten Jahr.