Oberösterreich als Zentrum für illegales Glücksspiel

Oberösterreich als Zentrum für illegales Glücksspiel

Hierzu gehört auch Gert Schmidt, der sich in Österreich der Aufdeckung von illegalen Glücksspielzentren verschrieben hat. Seine Ergebnisse sind teilweise erschreckend: die Region, in der das Glücksspiel am meisten floriert, ist Oberösterreich.

Vergleichszahlen zum illegalen Glücksspiel in Österreich:

– in Oberösterreich gibt es circa 490 illegale Spielgeräte

– in der Steiermark gibt es rund 290 illegale Spielgeräte

– in Oberösterreich ist die Anzahl der illegalen Spielgeräte beinahe doppelt so hoch

Als Grund für die hohe Quote in Oberösterreich sieht Schmidt das Versäumnis der Politik. Hier wurde seinen Angaben nach lange Zeit nicht aufgepasst und demnach konnten die Geräte ungestört aufgestellt und benutzt werden. Nach Angaben des Sicherheitslandesrats Elmar Podgorschek (FPÖ) hingegen wird die hohe Anzahl an illegalen Automaten mit zu wenig Personal begründet.

In Oberösterreich gäbe es schlichtweg nicht ausreichend Kapazitäten, um sich entsprechend um die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels zu kümmern. Auch in Bezug auf die Höhe der Geldstrafen scheinen Podgorschek und Schmidt sich uneinig. Während der Politiker die Höhe der Geldstrafen als in Ordnung ansieht, vertritt Schmidt die Meinung, dass diese viel zu niedrig angesetzt seien und auf diesem Weg der Kampf gegen das illegale Glücksspiel weiterhin erfolglos bleiben würde.

"Kleines Glücksspiel" in Oberösterreich soll mehr Geld bringen

In einem kurzen Zeitraum ist eine Menge geschehen, was das "kleine Glücksspiel" in österreich angeht.

In der Landeshauptstadt lehnte man dieses nun endgültig ab und kürzlich endete die Bewerbungsfrist in Bezug auf die Zulassungen im Bereich dieser Glücksspiele. In vier Jahren sollen alle Spielautomaten, die nicht dem Staat eigen sind, in der Landeshauptstadt verschwunden sein.

Aber den Anhängern von Glücksspiel ist es in der Stadt nach wie vor möglich, ihrer Leidenschaft zu frönen. Man möchte drei Spielstätten eine Zulassung geben und auch ein paar Terminals für die Video Lotterie einrichten.

Wer in österreich an den Spielautomaten hängt, der findet in Oberösterreich eine größere Palette dieser Geräte vor. Wie schon erwähnt, endete die Bewerbungsfrist für die Zulassungen erst kürzlich aus und deren Liberalisierung fand schon im März 2011 statt.

Man munkelt auch, dass sich im Endspurt noch zahlreiche Bewerber eingefunden haben, dazu soll auch die "Admiral Casinos & Entertainment AG", die zum Automatenhersteller "Novomatic" gehören, zählen.

Das Tochterunternehmen wurde im Mai dieses Jahres ins Leben gerufen und wird die Aufgabe haben, im Land als Anbietergesellschaft für die Spielaktivitäten der Mutterfirma zu fungieren.

Oberösterreich erhofft sich von dieser Legalisierung mehr Geld, sprich mindestens 8 und maximal 17 Millionen Euro. Diese Summe soll mit mehr als tausend Automaten erzielt werden, welche in Spielsalons oder privaten Unternehmen stehen.

In Oberösterreich wird dann für die Fans dieser Geräte keine Langeweile mehr aufkommen.