Neuer Gesetzesentwurf in Florida Bill SB812

Auch in anderen Teilen der Welt werden Online Poker und Online Glückspiel als interessantes Diskussionsthema angesehen und weltweit finden derzeit unterschiedliche Gesetzesentwürfe und Regulierungsvorschläge statt.

So nun auch im Staat Florida in Amerika. Vor einigen Tagen wurde dort mit einer Mehrheit von 10:2 Stimmen die sogenannte Bill SB812 genehmigt. Mit der Verabschiedung dieser Bill soll in Florida nun an einem Online Netzwerk gebastelt werden, welches wiederum Online Poker im Staat regulieren und strukturieren soll.

Ziel für Florida ist es eine strukturierte Lizenzvergabe für den Staat aufzubauen. Nach dem Gesetzesentwurf brauchen die potentiellen Lizenznehmer einen Nachweis über bisher gesammelte Erfahrungen im Online Glücksspiel bzw. eine Lizenz in irgendeinem anderen Land, die dem Betreiber das Anbieten von Internetspielen erlaubt. Wenn dies also vorhanden ist, dann sollte die Chance auf die Online Poker Lizenz in Florida groß sein. Mit dieser Lizenz dürften die Betreiber den in Florida ansässigen Gamern ihr Angebot zur Verfügung stellen.

Laut Statistik gibt es in Florida bisher rund 900.000 Einwohner, die am Online Poker teilnehmen. Wenn das Online Poker Angebot also legal würde, dann könnte der Staat hiermit durch Steuereinnahmen Gelder in die Kassen fließen lassen, was sich für die Region als enormen Vorteil herausstellen könnte. Laut des Gesetzesentwurfs sollen die Betreiber der Online Poker Casinos 10 Prozent von ihrem Bruttoeinkommen als Steuern zahlen. Zudem kommt eine Art Grundgebühr für die Genehmigung selbst dazu. Zu guter Letzt sollen Betreiber von Card Rooms eine Art Kaution hinterlegen, die eine bestimmte Summe abdecken wird.

Da dieser Gesetzesentwurf nicht der erste zur Regulierung des Online Pokers ist, werden die Vorschläge kaum ernst genommen. Erwartet wird erneut, dass die Bill am Ende nicht durchgesetzt wird. Es ist noch nichts entschieden, aber viele denken, dass die Republikaner dagegen stimmen werden und da sie die Mehrheit im Senat inne haben, wird das Konzept wieder zum Scheitern verurteilt sein.

Neue Trends in der Spielbranche

Im Universum des Online Glücksspiels stellt man Werbe- oder Bonusaktionen besonders gerne den leidenschaftlichen Stammspielern bereit.

Diese lassen monatlich ein paar hundert Euro beim Online Poker oder anderen Spielen im Casino. Die Betreiber von Online Casinos rechnen mit einer Tendenz zu den Hobbyspielern, sprich Besuchern, bei denen das Vergnügen und nicht der Gewinn im Vordergrund steht.

Die Popularität der Spiele im Netz wurde nicht nur bei den Stammspielern größer sondern auch bei denen, die das Online Glückspiel eher ungezwungen angehen. Der Trend entgeht auch den Entwicklern der Spiele nicht, die nun etwa tun müssen.

Momentan kann die namhafte Facebook-Anwendung Zynga Poker über 36 Millionen Nutzer verzeichnen. Diese Zahl liegt über denen der meisten anderen Internetseiten für Poker und an diese werden sie nicht herankommen. Das ungezwungene Hobbyspiel wird der letzte Schrei in der Industrie des Online Glücksspiels und Anbieter sollten diesen Kelch nicht an sich vorübergehen lassen.

Einem Bericht der "Casual Gambling on the Internet", der von der Beratungsfirma MECN organisiert wurde, zufolge werden soziale Medien das nächste absolute Nonplusultra, dies muss von den Entwicklern und Betreibern dieser Branche aufgegriffen werden.

Die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter gingen als Beispiel voran und haben den Weg für das Ansprechen von neuem Publikum und Spieler geebnet. Besonders die Betreiber, die noch dabei sein wollen, sollten mit ihren möglichen neuen Kunden in Verbindung kommen, denn dieses Jahr verspricht erfolgreich zu werden.

WikiLeaks schlägt hohe Wellen

Die umstrittene Seite WikiLeaks steht mit dem Online Glückspiel nicht in Verbindung, der Vergeltungsschlag Operation Payback aber schon. Die Hacker knacken Online Banken und sorgen für eine Menge Aufruhr.

Der Wirbel um WikiLeaks mag spannend, ärgerlich oder einfach nur langweilig gewesen sein, doch die Seite hatte keinerlei Einfluss auf das Alltagsleben. Doch seitdem der Kopf der Seite, Julian Assange, festgenommen wurde, hat sich das Blatt gewendet, denn Aktivisten, die seine Freilassung durchboxen wollen, knacken nach und nach die Systeme, wozu auch die Rechner der Online Banken gehören.

Diese Leute lehnen es vehement ab, als Hacker bezeichnet zu werden, doch was sind sie Anderes? Diese Tätigkeiten haben auch Konsequenzen für vorweihnachtliche Einkäufe im Netz und die Online Casinos, denn viele Kunden der Online Buchmacher klagen über Schwierigkeiten bei ihren Einzahlungen.

Falls man die Nachrichten im Fall Operation Payback mitverfolgt hat, dann ist es einem nicht entgangen, dass es Hackern schon geglückt ist, Visa und Mastercard massive Schwierigkeiten zu bescheren.

Überweisungen und Aktivitäten der Banken werden unterbrochen. So kann man sicher sein, dass man für diese Aktivitäten die große Aufmerksamkeit bekommt. Es sieht wohl so aus, als ob diese Aktion noch eine Zeitlang für Aufruhr sorgen wird.

Die Hacker sagten, dass sie den Online Betreibern noch immense Schwierigkeiten bereiten können. Diese Aktionen hätten Folgen für Online Casinos und Sportwetten im Netz. Jeder, der einen Nutzen von Internet und Banken im Netz hat, kann nur beten, dass die Befürworter von WikiLeaks bald begreifen, dass ihr unrechtmäßiger Aktionismus, der obendrein Unschuldige betrifft, nicht des Rätsels Lösung sein kann.

Diese Aktivitäten, wozu auch Hacken gehört, sind sicherlich nicht das passende Mittel um die Freilassung von Assange durchzusetzen, welcher auch illegaler Aktivitäten bezichtigt wird. Nur ein Gerichtsprozess kann klären, ob er zu Recht festgenommen wurde oder nicht.

Erobert Spanien bald Neuland?

Das Diskussionsthema Nummer Eins unter spanischen Politikern ist momentan das Online Glückspiel, weil die Regierung damit plant, eine neue Steuer zu erheben. Die Möglichkeit, eine kohärente Abgabe für sämtlich Betreiber von Online Glücksspiel und Online Casinos einzuführen, ist die beste und einfachste Methode, doch die Lokalpolitiker können sich dafür nicht erwärmen.

Der Stadtabgeordnete der Hauptstadt ist der Ansicht, dass diese neue Steuer für Online Glücksspiel regionale Interessen nicht berücksichtige. Im Land habe der Markt für Online Glücksspiel noch keine so starke und feste Position, wie es in den Nachbarländern der Fall sei.

Die staatliche Lotteriegesellschaft Spaniens die "Loterias y Apuestas del Estado" ist es bisher erfolgreich gelungen, ausländische Betreiber vom spanischen Markt fernzuhalten und zu verhindern, dass Reformen des Staates in diesem Bereich durchgeführt werden konnten.

Die monopolistische Position der Lotteriegesellschaft war und ist immer noch sehr fest. Deswegen sind Insider der Branche nicht der Ansicht, dass sich eine Legalisierung sowie eine Strukturierung des spanischen Glücksspiel im kommende Jahr durchboxen wird.

Man rechnet auch damit, dass frühestens Ende des übernächsten Jahres eine Lösung des Landes vorliegt. Einerseits können die internationalen Anbieter von Glücksspiel in Spanien gerade tun und lassen was sie wollen.

Ein Prozess zur Legalisierung, wie er gerade in Frankreich geschieht, würde für die Anbieter nur heißen, dass sie sich mit Extralizenzen auseinandersetzen müssten. So ist es ihnen momentan möglich ihr Angebot frei zur Verfügung zu stellen ohne noch mehr Abgaben entrichten zu müssen.

Holland im Zwiespalt

Die niederländische Zeitung "Telegraaf" schrieb über Vermutungen, dass der Wechsel der Regierung in Holland das Glücksspielverbot abändern könnte. Nach der Zeitung sagen Regierungsquellen, dass eine Rechtmäßigmachung des Online Glückspiels und ein Kontrollrahmen hier erwünscht sind.

Der Ursprung für diese Veränderungen liegt vermutlich in erhofften steuerlichen Gewinnen von 270 Millionen Euro. Weitere europäische Staaten wie Frankreich und Italien beispielsweise haben das Glücksspiel im Netz schon gesetzmäßig gemacht und andere Staaten tun es ihnen gleich.

Holland sollte auf keinen Fall hinter den anderen Staaten herhinken. Fachleute sind der Ansicht, dass die Niederlande das Modell von Frankreich lieber hätten, denn ein starker Betreiber von Seiten des Staates würde mit einem strikt kontrollierten Markt in Konkurrenz stehen.

Eine Studie seitens des Justizministers von Holland vom August 2010 bringt die Idee vor, dem Online Glücksspiel liberaler zu begegnen. Der Report hatte auch die Idee, lediglich Zulassungen für Online Poker zu verteilen und die anderen Arten des Online Glücksspiels wie beispielsweise Sportwetten Bingo und Casino unrechtmäßig zu lassen.

Die öffentlichmachung des Reports in der Zeitung rief viele Reaktionen hervor. Der Sender "Radio Netherlands" berichtete, das mehr als eine halbe Million Niederländer in regelmäßigen Abständen im Netz spielen, ungeachtet dessen, dass es nicht erlaubt ist.

Ein Sprecher des Holland Casino, welches das Staatsmonopol für Casinos im Land darstellt ließ durchblicken, dass man gerne eine Internetseite für Online Glücksspiel in einer Umgebung unterhalten würde, die rechtmäßig sei.

Der Sprecher sagte auch, dass die Sicherheit und alle weiteren kritische Gesichtspunkte im Hinblick auf die Online Casinos Beachtung finden müssen. Bislang existiert noch keine einheitliche Lobby für das Glücksspiel im Netz.

Das Suchtzentrum "Tactus" macht der Regierung den Vorschlag, nicht zum Glücksspiel zu ermutigen. IVO, ein Rahmen für Suchtforschung hält allerdings dagegen.

Die Sprecherin der Einrichtung ist der Ansicht, dass wenn das Thema richtig angepackt werden würde und die entsprechenden Kriterien für Anbieter schaffen würde, dann wäre die Gesetzlichmachung eine gute Sache.