Verblasste Fassade alter Casinos

Verblasste Fassade alter Casinos

Diese Folgen treten vorrangig für die Betreiber der traditionellen, landbasierten Casinos ein. Seit dem Boom des Online Glücksspiels müssen diese Casinos mit einem extremen Besucherrückgang und dadurch auch mit einem hohen Rückgang der Einnahmen kämpfen.

Viele der traditionellen Casinos konnten sich am Markt nicht mehr halten und mussten die Pforten schließen. Auch die Zeit nach der Schließung war für viele Casinos und deren Betreiber eine harte Zeit. Was beispielsweise aus dem Casino am Roßplan in Altenburg geworden ist, weiß heute kaum noch einer.

Zwar ist an dem Gebäude noch die verblasste Schrift "Casino" zu erkennen, doch wie es so weit kommen konnte, dass das Gebäude im Laufe der Jahr so verkommen ist, kann man sich heute nicht erklären. Das Casino existierte bereits seit dem Jahr 1836 und wurde für die reiche Gesellschaft hergerichtet, die dort unterhaltsame Abende an den Spieltischen verbringen konnte.

Die Lokalität bot den reicheren Personen, sich von den Normalbürgern abzuheben. Heute öffnen sich die Tore des heruntergekommenen Hauses lediglich ab und an für kleine Skatabende.

Das Gebäude als solches könnte in jedem Fall wieder hergerichtet werden. Das Gebäude müsste komplett saniert werden, jedoch ist sowohl der Standort als solcher als auch das Gebäude mit Sicherheit eine Investition wert. Von außen jedoch wirkt das Gebäude derzeit nicht sonderlich einladend, obwohl sich im Inneren des Hauses eine wirklich einladende Gaststätte befindet. Die Gaststätte mit ihrem eigenen Charme erhält das Casino auf eine gewisse Art und Weise noch am Leben.

Seit Jahren ist die Stadt auf der Suche nach einem Käufer, der im Zuge der Investition das Gebäude restaurieren sollte. Bisher ist jedoch kein passender Käufer auf den Plan getreten. An diesem Beispiel wird deutlich, wie sehr das Online Glücksspiel den traditionellen Casinos auch Schaden zufügen kann, wenn durch die Möglichkeit vor dem heimischen Rechner zu spielen, der Besuch in den traditionellen Casinos nicht mehr eingeplant wird.

Diskussionen über Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein halten an

Diskussionen über Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein halten an

Die restlichen Bundesländer Deutschlands haben sich einheitlich gegen die vollkommene Liberalisierung entschieden und zwar begonnen die Legalisierung vorzunehmen, jedoch in kleinen Schritten. Laut des neuen Gesetzes für den Glücksspielstaatsvertrag sollen künftig 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter vergeben werden.

Online Casinospiele und Online Poker sollen jedoch in Deutschland weiterhin verboten werden. Eine Ausnahme hierfür stellt Schleswig-Holstein dar, denn mit Verabschiedung des eigenen Gesetzes ist das Online Glücksspiel in dem nordischen Bundesland komplett legalisiert.

Während die eine Seite die totale Geldgier hinter den Initiatoren vermutet, betonen diese, dass ein regulierter Glücksspielmarkt der einzig richtige Weg sei und auch die anderen Bundesländer lieber in diese Richtung tendieren sollten. Um Geld scheint es auch in Bezug auf die neuen Regelungen bezüglich der Werbung zu gehen, Dank dem neuen Gesetz in Schleswig Holstein ist das Werbeverbot aufgehoben und einige Vereine können davon enorm profitieren. Der VfB Lübeck zum Beispiel hat das Stadion an der Lohmühle in das Poker Stars Station umgewandelt und erhält dafür rund 120.000 Euro pro Jahr. Damit kommen zusätzlich auch die Sportvereine auf ihre Kosten.

Der Grund dafür, dass sich vorab und auch jetzt noch viele Seiten gegen das Kieler Gesetz aussprechen ist die erhöhte Gefahr der Spielsucht, der Kriminalität und des nicht gewährleisten Könnens des Jugendschutzes. Viele Stimmen meinen, dass dies alles durch die Legalisierung nicht mehr gewährleistet werden könnte und sehen daher bei den Verantwortlichen nur die Geldgier.

Geld macht es möglich, dass etwas erlaubt ist, was sich auf der schwarzen Liste der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung befindet. Für die schleswig-holsteinische Regierung heißt es nun, das Modell vorzuführen und die Vorbehalte auszuräumen, um auch die anderen Bundesländer von dem Modell überzeugen zu können.

Von Seiten der Kieler Regierung wird hingegen immer wieder betont, dass die Legalisierung und die Regulierung des Marktes die einzigen Methoden seien, um dem Schwarzmarkt den Kampf anzusagen. Nach dieser Aussage ist davon auszugehen, dass das freie Online Glücksspiel in Schleswig-Holstein sogar dazu führen soll, dass die Bevölkerung weniger der Spielsucht verfallen könnte, als sie es bisher tut. Was jedoch mit den Einnahmen aus dem legalisierten Glücksspiel passiert ist unklar.

Die Gegner gehen davon aus, dass ein großer Teil in die Staatskassen fließen wird, obwohl gerade diese Gelder dafür genutzt werden sollten, die Suchtprävention zu verstärken und die Gelder in Kultur und gemeinnützige Projekte zu investieren.