Schwedisches Online Monopol sorgt für Aufregung

Schwedisches Online Monopol sorgt für Aufregung

Öffentlich machte sie deutlich, dass im EU-Recht nirgendwo verankert sei, dass ein Glücksspielmonopol nicht dem bestehenden Recht entspreche. So sieht die Vorsitzende keine Gefahr eine Klage beim Europäischen Gerichtshof zu verlieren.

Weiterhin gab Svenska Spel Anitra Steen an, dass Schweden nicht aufgefordert worden sei, den Online Glücksspielmarkt des Landes für weitere Marktteilnehmer zu öffnen. Grund für das Drängen nach der Marktöffnung sieht Steen in den illegalen Glücksspielanbietern, die eine öffnung des Marktes befürworten würden.

Auch seien Verlagsorganisationen wie Tidningsutgivarna verantwortlich für den öffentlichen Druck, diesen Verlegern gehen laut Steen die Gelder aus, da die Werbeeinnahmen in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen seien. Mit der öffnung des Online Glücksspielmarktes könnten die Verleger Gelder aus illegalen Glücksspielangeboten schlagen und würden damit die eigenen Verluste kompensieren, so Steen.

Nachdem die Vorsitzende einen so öffentlichen Angriff gegen Tidningsutgivarna gestartete hatte, schlug der Verlag auch öffentlich zurück. Von Seiten des Verlags kam öffentlich die Information, dass es zwar nach Europäischem Recht erlaubt sei die Freizügigkeit und Dienstleistungen im Bereich von Spielen und Wetten zu beschränken, jedoch habe der Europäische Gerichtshof das schwedische System bisher nicht befürwortet.

Derzeit würde die Institution noch mit den genauen Untersuchungen befassen, bevor hier eine endgültige Entscheidung fallen wird. Von der Europäischen Kommission selber kam die Aufforderung an das Land Schweden die EU-Vorschriften über den freien Verkehr von Dienstleistungen in Bezug auf die Regulierung und überwachung der Glücksspielmonopole zu erfüllen. Hierfür hat die Kommission dem Land eine Frist von zwei Monaten gesetzt, bevor der Fall zum Europäischen Gerichtshof weitergetragen werde.