Online-Nutzung Jugendlicher auf dem Prüfstand

Online-Nutzung Jugendlicher auf dem Prüfstand

Diese Gefahren gehen zum großen Teil auch von den Glücksspielangeboten im World Wide Web aus. Der Safer Internet Day, der in diesem Jahr am 5. Februar in Berlin stattfand, wurde erneut dazu genutzt, um über Präventionsmaßnahmen und die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Internet zu diskutieren.

Beim Fachdialog Online-Glücksspiel, der durch die Kooperation zwischen der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin, dem Präventionsprojekt Glücksspiel und der Kampagne UPDATE ins Leben gerufen wurde, versammelten sich etwa 100 Fachleute aus der Branche, um die Nutzung des Internets von Jugendlichen eingehend zu diskutieren.

Online-Glücksspiel scheint den Statistiken zufolge gerade bei Jugendlichen immer beliebter zu werden. Nicht nur der einfache Zugriff auf entsprechende Angebote, auch die höhere Suchtgefahr bei Jugendlichen spielt in Bezug darauf eine besonders große Rolle. Studien belegen, dass Jugendliche einem dreifach erhöhten Risiko unterliegen der Spielsucht zu verfallen.

Gerade für Jugendliche, die das Internet regelmäßig nutzen und damit gut zurechtkommen, ist die Gefahr auf Online-Glücksspielseiten zu landen und hier dem Sog zu verfallen besonders groß. Die Gefahr scheint bei Jugendlichen außerdem besonders hoch, weil Jugendliche die Hauptnutzer des Internets sind.

Nicht nur mit dem heimischen Rechner, auch mit Tablet PCs und Smartphones wird das Internet hier täglich genutzt. Da die Jugendlichen heutzutage grundsätzlich mit den technischen Geräten ausgestattet sind und so gut wie jeder Jugendliche über ein Smartphone verfügt, ist es für viele spielsüchtige Jugendliche ein einfaches an die entsprechenden Spiele zu gelangen und die Online-Glücksspiel Webseiten zu besuchen.

Das Internet zu verbieten ist in der heutigen Zeit für die Eltern demnach auch fast unmöglich und außerdem wenig sinnvoll, daher muss den Jugendlichen auf behutsame Art und Weise ein bewusster Umgang mit dem Medium Internet beigebracht werden. Auch liegt es bei den Eltern und Bekannten aufmerksam zu sein und die Gefahren der aufkeimenden Spielsucht zu erkennen, also zu sehen wann der Konsum bei Betroffenen zu riskant werden könnte.

Von Seiten der Fachstelle für Suchtprävention werden bereits seit mehr als zwei Jahren Elternkurse angeboten, die die Eltern auf dieses Thema vorbereiten und entsprechend sensibilisieren sollen.