Legale Pferdewetten in Griechenland

Legale Pferdewetten in Griechenland

Durch das Parlament in Athen wurde der Transfer der Lizenz für Pferdewetten an den Lotterie- und Sportwettenmonopolisten Opap genehmigt. Das Verfahren dauerte sechs Monate, doch nun kann der Ministerpräsident Alexis Tsipras mit Stolz seinen Erfolg in Bezug auf die Privatisierung von Pferdewetten präsentieren.

Tsipras, der seit der Widerwahl im Januar im Amt ist, muss nun ein Reformpaket durchsetzen. Hierzu gehören verschiedene Unterpunkte, wie auch die Privatisierung von Pferdewetten. Auch gehört die Privatisierung der beiden wichtigsten Häfen des Landes zu dem Reformpaket. Der Ministerpräsident musste nun erste Wiederstände hinnehmen, denn die Hafenarbeiter legten aufgrund der bevorstehenden Privatisierung für einen Streik die Arbeit nieder. Ziel ist es mit den Reformen die angehäuften Schulden des Landes abzubauen. Kein Wunder also, dass auch der französische Präsident Francois Hollande darauf pocht, das die Reformen so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Griechenlands Reformpaket:

Das Reformpaket für Griechenland, welches durch die Tsipras Regierung umgesetzt werden soll, beinhaltet folgende Reformen:

Festlegung eines höheren Rentenalters

Verringerung der Anreize für eine Frühverrentung

Maßnahmen im Kampf gegen die Steuerhinterziehung

Weitere Reformen sind geplant, die mit dem nächsten Sparmaßnahmenpaket im November auf den Weg gebracht werden sollen. Diese Sparmaßnahmen sollen die Abschaffung der Steuererleichterungen für Bauern beinhalten. Nur im Falle der Umsetzung der Reformen und Maßnahmen wird Griechenland eine erneute Finanzhilfe in Höhe von zwei Milliarden Euro ausgezahlt bekommen.

Privatisierung von griechischen Staatsfirmen ein Reinfall

Privatisierung von griechischen Staatsfirmen ein Reinfall

Mit der Privatisierung sollten 50 Milliarden Euro in die Staatskassen fließen, doch bisher floss nicht einmal ein Zehntel dieser Summe in die Kassen. Dafür ist der griechische Lottoanbieter in Hochform. Die Lotto-Geschäfte boomen und das nachdem der Staat seinen Anteil an dem Wettmonopolisten bereits im Jahr 2013 verkauft hatte, für einen geringeren Erlös als die nun erwarteten Einnahmen pro Jahr. Nachdem nun die neue Linksregierung die Staatsgeschäfte in der Hand hat, sollen die Verkäufe von Staatseigentum wie Häfen und Energieversorgung gestoppt werden.

Sowohl in der Syriza-Regierung als auch bei der Bevölkerung herrscht Unmut. Es wird erwartete, dass das bestehende Hilfsprogramm weiterhin verlängert werden wird. Dies wiederum wird die Regierung von Alexis Tsipras nicht im besten Licht stehenlassen.

Entscheidungen, die im Vorfeld von Seiten Tsipras gefallen sind, wie zum Beispiel der Aufstieg des Politikers Prokopis Pavlopoulos zum Staatspräsidentensorgten bei den Wählern und den Koalitionsparteien für Unmut, denn der Politiker hatte bereits in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass sich die Staatsausgaben in diesem Zeitraum verdreifacht hatten. Die Syriza-Politiker schimpften über die Personalentscheidung von Seiten Tsipras und machten deutlich, dass dies das letzte Mal gewesen sei.

Schuldenerlass soll die Geldnot beheben

Um nun im Land für bessere Stimmung zu sorgen versucht die Regierung die Bevölkerung mit Hilfsangeboten zu überzeugen. So wurde den Griechen nun Angeboten nur die Hälfte der Schulden beim Staat mit einem Schlag zu bezahlen, um so die andere Hälfte erlassen zu bekommen. Auch Ratenzahlungen seien möglich. Dieses Angebot gelte sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen.

Auf diesem Weg verfolgt die Regierung das Ziel Geld in die Staatskassen zu spülen. Es sei nicht damit zu rechnen, dass alle Schulden eingetrieben werden können, weil viele der Schuldner seien komplett pleite oder sogar im Gefängnis. Mit diesem Entgegenkommen erhofft sich die Regierung, dass zumindest ein Teil der Schulden möglichst schnell in die Kassen des Landes fließen wird.

Bekämpfung des illegalen Glücksspiels in Griechenland

Bekämpfung des illegalen Glücksspiels in Griechenland

Auch in Griechenland wird das Thema illegales Glücksspiel zunehmend brisanter. Eine Aufstellung macht deutlich, dass sich das illegale Glücksspiel vor Ort, vor allem seit der Krise, zum großen Problem entwickelt hat. Fast die Hälfte der Ausgaben für das Glücksspiel wurde in illegale Spielangebote investiert. Diese Zahlen sind für die Regierung besonders erschreckend und geben Anlass, Wege und Mittel zu finden, um das illegale Glücksspiel in Zukunft wieder einzudämmen.

Einnahmen aus dem Glücksspiel etwa 12 Milliarden Euro

Die Einnahmen aus dem Glücksspiel in Griechenland beliefen sich im vergangenen Jahr auf eine Summe in Höhe von etwa 12 Milliarden Euro. Fast die Hälfte dieser Ausgaben, also ein Betrag zwischen 5,5 und 6 Millionen Euro, wurde in illegale Glücksspielangebote investiert. Für die legalen Glücksspielangebote wurden demnach im Jahr 2013 etwa 5,49 Milliarden Euro ausgegeben, im Vorjahr lag dieser Betrag noch bei 6 Milliarden und im Jahr davor, vor der Krise also, bei einem Betrag in Höhe von 8,73 Milliarden Euro. Diese Zahlen machen die Problematik umso deutlicher. Etwa 60.000 bis 100.000 Spielautomaten sind in Griechenland illegal aufgestellt.

Folgeprobleme durch das illegale Zocken

Das illegale Glücksspiel bedeutet für das Land daraus resultierende Folgeschäden. In erster Linie schaden die Ausgaben für das illegale Zocken der Volkswirtschaft, da die Einnahmen nicht versteuert werden und das Land somit gleichzeitig keine Kontrolle über das illegale Angebot hat. Die fehlende Kontrolle wiederum führt dazu, dass das illegale Glücksspiel oftmals mit Kriminalität und Geldwäsche in Verbindung gebracht wird. Der Vorsitzende der Kommission für die überwachung und Kontrolle solcher Spiele, Evgenios Jannakopoulos, macht deutlich, welche Auswirkungen das illegale Angebot für das Land aber auch die Spieler im Einzelnen haben können.

Dem illegalen Glücksspiel gehen hauptsächlich Niedrigverdiener nach, denen gleichzeitig ein niedriges Bildungsniveau nachgesagt wird. Als Lösungsansatz ist nun die Aufstellung einiger legaler Glücksspielautomaten von Seiten der griechischen Lottogesellschaft OPAP geplant. Mit dem zur Verfügung stellen eines legalen Glücksspielangebotes erhoffen sich die Verantwortlichen das illegale Angebot einzudämmen und das illegale Glücksspiel langfristig bekämpfen zu können.

Privatisierungen in Griechenland

Privatisierungen in Griechenland

Die Privatisierung schien eine gute Idee zu sein, doch lange Zeit fruchtete die Idee nicht und es fand sich kein entsprechender Käufer. Nun jedoch ist es den Griechen gelungen ein staatlich geführtes Unternehmen an private Hand abzugeben. Das Glücksspielunternehmen OPAP wurde nun privatisiert und aus staatlicher Hand an private Hände abgegeben.

Andere Länder hatten wohl gar nicht mehr damit gerechnet, dass Griechenland zu Privatisierungen dieser Art fähig ist, doch der Finanzminister des Landes sagt nun mit Stolz, dass es eine starke Nachricht an das Ausland sei. Dass OPAP privatisiert werden sollte, wurde schon zu Beginn des Jahres festgelegt und ist nun, einige Monate später, tatsächlich umgesetzt worden. Die Verträge zur übergabe sollen in wenigen Tagen abgeschlossen und unterzeichnet werden.

Als Käufer ist das tschechisch-griechische Konsortium Emma Delta Ltd in Erscheinung getreten. Die staatlichen Anteile, die bei genau 33 Prozent lagen, gingen nun in die Hände von Emma Delta, für eine Summe in Höhe von 652 Millionen Euro. Neben dieser Privatisierung im Bereich des Glücksspiels soll in naher Zukunft eine weitere Privatisierung folgen.

Hier ist angedacht die staatlichen Anteile an dem griechischen Gasversorger Desfa zu verkaufen. Als Käufer wurde bereits das aserbaidschanische staatliche Energieunternehmen Socar gefunden, die eine Summe in Höhe von 400 Millionen Euro für die Anteile Griechenlands zahlen wollen.

Griechische Regierung verkauft Anteile am Glücksspiel

Griechische Regierung verkauft Anteile am Glücksspiel

Die Regierung Griechenlands hat nun die ersten Anteile an dem Glücksspielunternehmen OPAP verkauft und strebt damit die Privatisierung des Glücksspiels in Griechenland an.

Mit dem Verkauf sichert der griechische Staat sich eine Summe in Höhe von mehr als 650 Millionen Euro. Eine Summe die groß erscheint und erst einmal helfen soll, jedoch laut Experten auch weit unter dem Wert der Anteile an dem Glücksspielunternehmen, welches stetig Gewinne verbuchen kann, liegt.

Mit dem Verkauf der OPAP Anteile ist der erste Schritt der Privatisierung des griechischen Glücksspielmarkts abgeschlossen, in Zukunft sollen weitere Schritte folgen. Die Privatisierung soll dem Staat zu Gute kommen und diesem damit aus der Schuldenfalle helfen. Der erste Teil, der Teil des Glücksspielunternehmens betrug 33 Prozent und brachte einen Betrag in Höhe von 652 Millionen Euro ein.

Als Käufer trat das tschechisch-griechische Konsortium Emma Delta in Erscheinung. Das Unternehmen war als einziges Unternehmen an den staatlichen Anteilen interessiert und hatte in der vergangenen Woche den Betrag für die Anteile noch einmal um mehrere Millionen Euro erhöht. Letztendlich konnte der Staat sich dann bei dem nun festgelegten Betrag für den Verkauf an das Unternehmen entscheiden.

Während ein Teil des staatlichen Monopols nun verkauft wurde hält der Staat weiterhin das Monopol auf Sportwetten und das Lotterie-Monopol. Die Anteile an OPAP wurden zu einem sehr günstigen Preis verkauft und dennoch zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. Dies macht wieder einmal mehr deutlich, wie wichtig die Einnahmen aus dem Verkauf für den Staat derzeit sind. Weitere Verkäufe von Staatseigentum werden nun angestrebt.

Seite 1 von 3123