Österreicher verfallen dem Glücksspiel

Österreicher verfallen dem Glücksspiel

Die Österreicher geben nach Auswertung von Statistiken immer mehr Geld für Glücksspiel aus. Hierzu wurde eine Analyse durchgeführt, die aufzeigt, dass im vergangenen Jahrzehnt insgesamt rund 84 Prozent mehr für das Spielen mit dem Glück ausgegeben wurde. Ein Teil des Anstiegs ist in jedem Fall der Fußball-Weltmeisterschaft zuzuschreiben, denn das Großereignis wurde weltweit vermehrt dazu genutzt, um Sportwetten auf die favorisierten Mannschaften abzugeben.

Neben dem Anstieg der Einnahmen bei den Buchmachern, die sich passend zur WM über einen großen Kundenzuwachs freuen konnten, gewinnen auch andere Glücksspiele in Österreich zunehmend an Beliebtheit. In Österreich werden jährlich pro Person im Durchschnitt 460 Euro in das Glücksspiel investiert. In Österreich ist eindeutig ein wachsender Wohlstand zu verbuchen, dies wirkt sich natürlich auf den Konsum der Menschen aus. Insgesamt wurden in der Vergangenheit 35 Prozent mehr Gelder in Konsumgüter investiert, dies Betrifft die Geldausgabe für Kleidung, Reisen, Bildung und Unterhaltung. Der Trend in Österreich ist weiterhin steigend.

Während den Menschen noch vor einigen Jahren zum Sparen geraten wurde, ist dies heute nicht mehr aktuell. In österreich wird das Geld lieber ausgegeben, gerne auch im Bereich des Glücksspiels, denn hier besteht für die Spieler noch die Möglichkeit, das eingesetzte Geld zu vervielfachen. Der Boom des Glücksspiels hat vor allem durch das Online Gaming Angebot noch einmal einen enormen Anstieg verzeichnet.

Durch das Internet ist der Zugang zum Glücksspiel sowohl einfacher als auch flexibler geworden. Der Besuch im traditionellen Casino geht hingegen mit einer Hemmschwelle einher, denn unerfahrene Gamer trauen sich nicht sofort, den Besuch im landbasierten Casino zu wagen, wo das Angebot im Internet viel leichter ist und genügend Zeit bietet, sich mit der Materie bekannt zu machen.

Österreicher spielen immer noch gerne

Österreicher spielen immer noch gerne

Weniger erfreulich hingegen ist die Bilanz der Tochterfirma Casinos Austria International. Trotzdem das Tochterunternehmen weiterhin Verluste einfährt, so konnten diese immerhin im letzten Jahr halbiert werden, was die negative Bilanz durchaus positiv aussehen lässt.

In Zahlen ausgedrückt lässt sich für Österreich vermerken, dass die Casinos Austria im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 3,54 Mrd. Euro erwirtschaften konnten. Während die Tochterfirma Casinos Austria International im Jahr 2011 ein Verlust in Höhe von 54,3 Millionen Euro erwirtschaftet hatte, beschränkte sich dieser in diesem Jahr auf 20,7 Millionen Euro.

Die sinkenden Verluste konnte das Unternehmen unter anderem durch Einsparungen verbuchen. Bei den Casinos Austria International wurden die Stellen der Mitarbeiter gekürzt. Weniger Angestellte bedeuteten weniger Ausgaben, wodurch letztendlich auch weniger Verluste erwirtschaftet werden konnten.

Auch bei den Lotterien sind erfreuliche Mitteilungen zu machen und die Spielfreude der Österreicher hat sich insbesondere bei Euromillionen gezeigt, denn hier sind die Umsätze um 13,66 Prozent angestiegen. Während die Umsätze der einen Lotterie steigen, musste die andere Lotterie, 6 aus 45, einen Rückgang verbuchen. Insgesamt jedoch machen die Zahlen deutlich, dass die Lotterien in Österreich weiterhin beliebt sind.

Ein leichter Rückgang ist auch in diesem Jahr bei den Casinos zu verbuchen und ebenfalls beachtlich ist der Rückgang der Umsatzzahlen bei der Fußballwette Toto. Dennoch sprechen die Zahlen eine positive Sprache und es können vorrangig Gewinne verbucht werden, die nicht zuletzt auch dem Staat zu Gute kommen, denn dieser sahnt durch das Finanzministerium ab, welches an den Umsätzen der Glücksspielanbieter beteiligt wird.

Österreicher geben nicht mehr so viel Geld für Glücksspiel aus

Alle Haushalte in Österreich verwenden rund 100 Euro weniger für das Glücksspiel als im Jahr 2009, worunter besonders die Spielstätten zu leiden haben.

Die Betreiber des Landes im Bereich Wetten und Spiele sehen ein großes Wachstum ihrer Erträge in großer Ferne. Besonders der übliche Besuch einer Spielstätte wird weniger interessant, denn die Bürger des Landes legen ihr Geld lieber auf die Seite. Das Vorurteil, dass die österreichischen Bürger in weniger guten Zeiten dem Glücksspiel nachgehen, wird durch die realen Verhältnisse entkräftet.

Eine neue Umfrage des Unternehmens "RegioPlan" macht klar, dass österreichische Betreiber unter einem "Bummerl" leiden. Vor zwei Jahren nutzen alle rund 3,5 Millionen Haushalte jährlich über 1.000 Euro für diesen Spaß und dieses Jahr sind es knapp 930 Euro. In einem Haushalt sind nach statistischen Rechnungen 2,3 Menschen zuhause. Das regulierte Glücksspiel umfasst Lotto, Toto, Lose, Lotterien, Sportwetten, Tische im Casino und registrierte Automaten.

Gerade ein Casinobesuch ist nicht mehr so "angesagt", denn 2009 gab jeder Haushalt laut der Studie rund 65 Euro im Jahr für einen Besuch im Casino aus und dieses Jahr waren es von Januar bis Oktober noch rund 52 Euro, dies entspricht einem Rückgang von mehr als einem Fünftel. Der Sprecher der "Bundeswirtschaftskammer Gruppe Casinos Austria und Lotterien" bejaht diese Tendenz.

Er sagt, dass die Meinung, dass, wenn es nicht so gut läuft, sich mehr dem Spiel zugewandt wird, ein Klischee ist. Nach den vorliegenden Daten gibt der Verbraucher zunächst bei Besuchen in Gaststätten weniger aus und dann folgt das Glücksspiel, dies trifft besonders die Spielstätten. Das allgemeine Rauchverbot in den Spielstätten leistet ebenfalls einen Beitrag zu diesen Zahlen.

2009 war es bei den 12 Casinos im Land so, dass es noch einen Gewinn in Höhe von rund 280 Millionen gab, im Folgejahr lag dieser Betrag bei rund 260 Millionen Euro und in diesem Jahr sollen es nach Meinung des Sprechers der "Casino Austria" und der Lotterien gleich viel oder sogar etwas mehr wie im letzten Jahr sein.

Die guten Zeiten sind nun vorbei und auch für die Lotterien sieht es nicht besser aus, denn in den letzten zwei Jahren beliefen sich die Erträge hier auf jeweils 2,6 Milliarden Euro, in diesem Jahr dürfte die Summe etwas größer werden, dennoch haben die Betreiber keinen Grund zum Frohlocken. Der Sprecher sagte, dass die Lotterien besonders in diesem Jahr von den oft vorkommenden mehrfachen Hauptgewinnen profitiert haben, denn hier wird mehr Geld ausgegeben.

Das Brieflos, das einmal recht populär war, kämpft ums überleben, deshalb bemühen sich die Lotterien, ihre Offerten dauerhaft reizvoll zu gestalten. Die Bürger des Landes verwendeten in diesen beiden Jahren je Haushalt rund 9 Prozent weniger Geld für Glücksspiele, aber das Finanzministerium bekam trotzdem mehr Geld. Von Januar bis Oktober dieses Jahres rechnete man mit rund 206 Millionen Euro Erträgen aus Abgaben, tatsächlich wurden mehr als 400 Millionen eingenommen.

Dies ist auf die seit Januar dieses Jahres etablierte Glücksspielsteuer für Automaten zurückzuführen. Der stellvertretende Präsident des europäischen Dachverbandes "Euromat" bringt ebenfalls eine Erklärung vor. Die Zulassungen wurden zeitlich nicht erweitert, doch die Geräte blieben, wo sie waren. Die Anbieter entrichten Abgaben ungeachtet der Tatsache, dass die Automaten nicht rechtmäßig aufgestellt sind.

Somit ist es möglich, bei überprüfungen den Steuerprozess zu umschiffen. Die Betreiber von virtuellem Glücksspiel aus dem internationalen Raum sorgen für Kopfzerbrechen, denn die Einsätze aus Spielen und Wetten fließen ohne Steuerabgaben aus Österreich heraus. Hier findet man höhere Quoten und viele Spieler wechselten in diese rechtlich nicht definierte Zone.

Vor etwa einem Vierteljahr wollte die Stadtregierung in Wien dem Spiel an den sogenannten ?einarmigen Banditen? den Garaus machen und das kleine Glücksspiel soll kein neues Gesetz des Landes bekommen. In vier Jahren wird es dann keine kleinen Spielhallen mehr, wie beispielsweise in der äußeren Mariahilfer Straße, geben.

Die Stadträtin, die der SPö angehört, erklärte die neue Vorgehensweise in Sachen Glücksspiel und wie eine bessere Kontrolle des Jugendschutzes vonstatten gehen soll. Sie sagt, dass man bereits seit August des letzten Jahres, als das Glücksspielgesetz des Bundes gültig wurde, keine Lizenzen mehr für neue Automaten gegeben hat.

Ebenso wenig hat man bereits vorhandene Zulassungen nicht ausgedehnt. Rund 40 Geschäftsleute haben sich beim Verwaltungsgerichtshof beschwert, doch diese wurde abgewiesen, was für die Stadträtin ein erfreulicher Anlass ist. Es gibt nun 805 Automaten weniger in Wien als im August des letzten Jahres, zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch rund 5.400 Automaten dort, jetzt sind es etwas über 4.500 Geräte.

Das Straßenbild erhält durch diese änderungen schneller als gedacht ein neues Aussehen. Sie hat den Beamten der MA 36 den Auftrag gegeben, binnen eines Jahres jeden der 1.300 Standorte einer Kontrolle zu unterziehen. Man kam mit den Gesetzeshütern darin überein, dass zweimal monatlich strenge Kontrollen in Sachen Jugendschutz durchgeführt werden sollen.

Im November dieses Jahres nahm man 65 Spielstätten unter die Lupe, das Strafmaß kann maximal 7.000 Euro betragen. Im letzten Jahr gab es 53 Prozesse gegen Betreiber und 41 Geräte wurden konfisziert.