Österreichisches Glücksspiel im Wandel

Österreichisches Glücksspiel im Wandel

Vor einigen Jahren noch erlebten die Spielautomaten in den Spielhallen und Gaststätten noch einen enormen Boom, dieser flaut nun allerdings ab, Grund hierfür sind die in österreich eingeführten Gesetze, die beispielsweise in Wien das Kleine Glücksspiel komplett verbieten. Die Nachfrage nach Sportwetten ist gestiegen und auch die Online Casinos werden bei den österreichern immer beliebter. Dieser Wandel geht aus dem Branchenradar "Glücksspiel und Sportwetten" des Wiener Beratungsunternehmens Kreutzer Fischer & Partner hervor.

Generell sei in österreich eine Verlagerung des Glücksspiels in den Online Bereich bemerkbar. Den größten Zuwachs konnte das Sportwettenangebot verbuchen, welches in österreich nicht als Glücksspiel gilt. Die Sportwetten erfreuen sich aufgrund von besonderen Sportereignissen in österreich zunehmender Beliebtheit. Auch ansonsten steigt die Nachfrage nach dem Online Glücksspielangebot, welches durch mediale Präsenz vermehrt auf sich aufmerksam macht. Trotz des Automatenverbots in Wien würde nach Expertenangabe auch der Bereich des Kleinen Glücksspiels weiterhin Umsatzerhöhungen verbuchen. Die Zahlen aus dem Jahr 2014 waren für die Branche besonders positiv.

Geringes Wachstum bei den Spielbanken

Während der Boom des Online Glücksspiels an den Bilanzen des letzten Jahres deutlich ablesbar ist, konnte bei den Spielbanken kein bemerkenswerter Anstieg der Bruttospielerträge verbucht werden. Die Online Glücksspiel Branche verbuchte im Vergangenen Jahr einen Zuwachs um 5,1 Prozent. Die landbasierten Spielbanken passen ihre Konzepte vermehrt der Nachfrage an und so steht bei den österreichischen Spielbanken das Glücksspielangebot nicht mehr allein im Vordergrund, sondern die Spielbanken werben damit, dass vor Ort Unterhaltung und Abwechslung angeboten wird, um Gäste für einen vergnüglichen Abend, auch ohne Glücksspiel, in die Casinohallen zu locken.

Österreichisches Glücksspiel verlagert sich ins Internet

Im vergangenen Jahr ist die Nachfrage in Sachen Glücksspiel in Österreich zurückgegangen.

Dabei ist es unerheblich, ob dieses nun gestattet ist oder nicht. Die Studie eines österreichischen Marktforschungsunternehmens ergab diese Hiobsbotschaft. Die Erträge der kompletten Glücksspielbranche sanken um mehr als fünf Prozent und belaufen sich nun auf rund eineinhalb Milliarden Euro.

Das Online Glücksspiel und die Sportwetten hingegen konnten 2010 Gewinne verzeichnen. Diese Tendenz wird laut dem Geschäftsführer des Unternehmens nicht abreißen.

Die Spielautomaten im Land gehen immer weiter zurück, dies verwundert, denn vor kurzem wurde in der Hauptstadt wieder diskutiert, ob das sogenannte "Kleine Glücksspiel" untersagt werden soll.

Vor zwei Jahren gab es im Land rund 14.000 Spielautomaten, ob erlaubt oder nicht. Dieses Jahr sanken diese auf etwa 12.000. Dies entspricht einem Rückgang von fünfzehneinhalb Prozent.

Dies ist besonders mit der Arbeit der "SOKO Glücksspiel" zu erklären. Diese wurde vom Finanzministerium geschaffen und hat binnen eines Jahres mehr als 1.000 unerlaubte Automaten konfisziert.

Seit das Glücksspielgesetz im letzten Jahr verbessert wurde, ging diese Auswahl zurück und auch dem "Kleinen Glücksspiel" wurde ein krimineller Ruf angehängt, so erklärt man sich die Schrumpfung der Erträge.

Besonders das Online Glücksspiel macht den Automaten zunehmend das Leben schwer, da immer mehr Nutzer einer Registrierung aus dem Weg gehen und dann den virtuellen Weg wählen.

So wird auch eine Menge Geld außerhalb Österreichs geschafft. Der Marktanteil des im Land erlaubten Betreibers von Online Glücksspiel "win2day", der Teil der "österreichischen Lotterien" ist, liegt bei 52 Prozent.

Er ist der einzige Anbieter, der im Land operieren darf.