Novomatic erhält Lizenz für kleines Glücksspiel

Novomatic erhält Lizenz für kleines Glücksspiel

Für diese Konzessionen hatten sich insgesamt fünf Unternehmen beworben, doch lediglich Novomatic hat die Zusage für die Lizenz erhalten.

Mit dieser Entscheidung festigt das Unternehmen seine Stellung am Glücksspielmarkt, vor allem auch in Bezug auf den direkten Konkurrenten die Casinos Austria. Insgesamt darf Novomatic nun 326 Spielautomaten in dafür vorgesehenen Etablissements aufstellen.

Die PA Entertainment & Automaten AG bekam die zweite Salon Lizenz. Da das Unternehmen Mietkunde von Novomatic ist, kann das Unternehmen auch aufgrund dessen von der Neuigkeit profitieren. Darüber hinaus verfügt Novomatic über eine Beteiligung in Höhe von 50 Prozent an der H. Polanz GmbH.

Hier entstehen weitere gute Kontakte dadurch, dass Frau Polanz zum Vorstand der Admiral Casinos gehört und Herr Polanz der Vorstand bei PA Entertainment ist. Die Verbindungen zwischen Novomatic und diesen Unternehmen bringend den engen Kontakt zustande und helfen den Unternehmen beidseitig weiter.

Da Novomatic die einzige Lizenz erhielt, gingen die anderen Bewerber leer nach Hause. Zu eben diesen Bewerbern gehörten sowohl die Casinos Austria als auch Merkur Entertainment. Mit dieser Vergabe zählt Oberösterreich nun als zweites Bundesland zu dem Gebiet, welches Lizenzen verteilt hat.

Vorher war die Rechtsgrundlage nicht gegeben, so dass es einen Schwarzmarkt gab und vieles nicht reguliert war. Mit der neuen Regelung sollen künftig auch Spielgeräte in Gaststätten erlaubt werden.

Die Glücksspielvergaben wurden strengstens überwacht. Es gab einige politische Ungenauigkeiten, die dazu führten, dass sogar strafrechtliche Ermittlungen angestellt wurden. In dieser Sache gab es mehrere Beschuldigte.

Ex-Vizekanzler Wilhelm Molterer wurde verdächtig, dass das Glücksspielgesetz von ihm nur zu Gunsten von Novomatic geändert werden sollte, was einem Betrugsversuch gleich käme. Novomatic und die Telekom wollten im Jahr 2006 eine zweite Lizenz für Internet- und Handy-Wetten anfordern.

Von Seiten Walter Meischbergers und Peter Hocheggers wurde daraufhin Lobbying in Höhe von 450.000 Euro betrieben. Das Vorhaben scheiterte jedoch, woraufhin Molterer öffentlich in wilde Beschimpfungen verfiel. Doch nicht nur Molterer gehört zu den Beschuldigten, auch Novomatic-Vorstandsmitglied Thomas Graf gilt als Beschuldigter.

Die Beschuldigten wiesen die Vorwürfe jedoch zurück. Auch den Casinos Austria wird Betrug in einer anderen Sache vorgeworfen, doch auch diese wiesen die Vorwürfe zurück.