Lizenz für zweites Casino aus Mallorca

Lizenz für zweites Casino aus Mallorca

Beide Mitbewerber sind nun, trotz vorab als gut eingeschätzter Projekte, leer ausgegangen. Die Merkur Gruppe hatte geplant ein Casino im Schloss Benidat zu eröffnen, einem alten, denkmalgeschützten Gebäude mit sehr viel Flair. Die Nevion Gruppe hingegen wollte ein Luxushotel mit Casino direkt an der Playa de Palma errichten. Beide Projekte müssen nun von Seiten der Betreiber zurückgestellt werden.

Die Pläne des Bingo-Saal-Betreibers sehen vor, dass eine Summe in Höhe von rund 10 Millionen Euro investiert werden soll, um das Casinoprojekt in der Innenstadt von Palma zu realisieren. Weitere Pläne umfassen die Schaffung von rund 170 Arbeitsplätzen. Die Idee dieses Projekts sei bei einer Umfrage zur Ausschreibung am besten angekommen und daher war klar, dass der Betreiber den Zuschlag erhalten wird. Neben dem Projekt an sich erhofft man sich, durch die weitere Attraktion in der Innenstadt Palmas, mehr Menschen anzulocken und so zusätzliches Leben in die Stadt zu bringen.

Merkur und die Nevi?n Gruppe planen nun, die Entscheidung bezüglich der Lizenzvergabe genau zu prüfen, so heißt es in einer Ankündigung. Hier sei auch nicht ausgeschlossen, dass dafür Rechtsmittel eingesetzt werden könnten. Nach den Angaben der zuständigen Behörde handelt es sich bei dem Sieg m Falle der Ausschreibung für Mallorca nur um einen knappen Sieg.

Das Teatro-Balear lag nur wenige Punkte vor der Nevion-Gruppe mit dem Projekt an der Playa de Palma, welches positive Stimmen von der Tourismusbehörde bekommen hatte, da diese sich erhoffte durch ein Casino direkt am Strand bei den anderen Hotels die Nebensaison deutlich anzukurbeln.

Lizenzvergabe auf Mallorca

Lizenzvergabe auf Mallorca

Geplant hatte Merkur Entertainment die Merkur-Sonne in einem Schloss scheinen zu lassen, welches als Glücksspieltempel umgewandelt und betrieben werden sollte. Der Plan war gut durchdacht und das bekannte Unternehmen hatte sich erhofft, die Lizenz auf Mallorca zu bekommen, doch nun hat sich das Vergabeverwahren gewendet und es sieht danach aus, als würde die Merkur Sonne in Zukunft doch nicht auf der spanischen Urlaubsinsel scheinen.

Neben Merkur Entertainment und dem Plan einen Glücksspieltempel in einem Schloss zu errichten, gab es natürlich noch weitere Bewerber für die Lizenzen. Zu diesen Bewerbern zählten zum Beispiel das Unternehmen Eusebio Cano, das eine Bingohalle "Bingo Teatro Balear" in Palmas Innenstadt am Mercat de l Olivar einrichten will. Dieses Unternehmen hat mit dem angedachten Projekt nun den meisten Zuspruch bekommen und sich somit als stärkster Konkurrent für die Merkur Sonne herauskristallisiert. Den Zuschlag erhielt nun Eusebio Cano, obwohl anfangs davon ausgegangen wurde, dass das Unternehmen keine Chance gegen die Konkurrenz haben wird.

Als Favoriten galten anfangs andere Unternehmen, die jedoch nun ohne Lizenz nach Hause gehen mussten. Zu den einstigen Favoriten zählte zum Beispiel das baskische Unternehmen Nervi?n, von dem bereits ein Casino im Shoppingzentrum Porto Pi Mallorcas betrieben wird. Auch dem Projekt von Merkur wurden Chancen zugesprochen, da die Idee, das Schloss Bendinat als luxuriösen Glücksspieltempel umzuwandeln, als positiv angesehen wurde. Letztendlich war es aber das Landschaftsbild vor Ort, welches gegen das deutsche Unternehmen entschied, denn dieses soll durch einen Glücksspieltempel nicht zerstört werden, so lautete die Begründung für die getroffene Entscheidung.

Verspätete Casino Neueröffnung in Mallorca

Nach der Neueröffnung des Mallorca Casinos in Porto Pi in Palma, welche mit einer großen Feier Anfang Oktober stattfand, konnte das Casino nicht direkt den Spielbetrieb aufnehmen, sondern musste drei Tage lang geschlossen bleiben, da der Verband der Spielsalons den Betrieb der Einrichtung mit einer Anzeige blockierte.

Nach drei Tagen jedoch konnte das Casino den normalen Spielbetrieb endlich aufnehmen. Hinausgezögert wurde die Aufnahme des Spielbetriebs schlussendlich durch die Landesregierung, da diese auf die Beschwerde von Seiten des Verbandes der Spielsalons reagieren musste.

Die Anzeige lautete, dass die Betreiber des Mallorca-Casinos keine Erlaubnis für den Spielbetrieb hätten. Als Konter darauf sagte das Casino, dass die behördlichen Genehmigungen einwandfrei seien und damit eine Erlaubnis zum Spielbetrieb vorläge. Weitere Anschuldigungen es Verbandes der Spielsalons lauteten, dass die Bauweise der Einrichtung nicht den Bauplänen entspräche und schon während des Baus verändert worden seien.

Dies wurde jedoch von Seiten des Casinos wiederlegt. Laut Casino haben die Veränderungen beim Bau die Planung der Spielräume nicht beeinflusst und dies wäre einzig und allein eine Notwenigkeit gewesen, dass die Landesregierung hätte einschreiten müssen, so die Zuständigen des Casinos. Trotzdem der Spielbetrieb nun etwas verspätet endlich möglich ist, werden weitere Punkte zwischen dem Mallorca Casino und der Vereinigung vor Gericht ausgetragen.

Der Leiter des Casinos, Miguel Ortiz, feierte Anfang Oktober die Eröffnung seines Casinos. Auffällig war, dass keine Politiker zu der Eröffnungsfeier erschienen, was den Betreiber frustrierte. Trotz der Abwesenheit von den eingeladenen Politikern waren einige Wirtschaftsvertreter als Gäste in Porto Pi zugegen.

Die fehlende Unterstützung der Politiker ist bitter für den Betreiber, denn dieser, so sagt er selbst, habe jahrelang einige Millionen Euro in Form von Steuern an den Staat bezahlt und zudem mit der Eröffnung des neuen Casinos zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Die Anerkennung von politischer Seite scheint hier jedoch verloren gegangen zu sein.

Vor der Neueröffnung in Porto Pi befand sich die Einrichtung in Calvia bei Magaluf. Mit der neuen Lage und den neuen Räumlichkeiten erhoffen sich die Betreiber neue Kunden anlocken zu können und einen guten Spielbetrieb zu gewährleisten. Unter anderem werden Live Spiele wie Roulette und Black Jack in dem neuen Casino angeboten. Der Umbau und die Gestaltung der Räumlichkeiten kosteten den Betreiber 8,5 Millionen Euro. Er erhofft sich nun regen Zulauf, damit sich die Investitionen am Ende bezahlt machen.

Illegale Spielstätte in Mallorca entlarvt

Die mallorquinische Polizei konnte das unrechtmäßige Glücksspiel auf der Urlaubsinsel massiv schädigen.

Die Mitarbeiter der Polizei bekamen Tipps von den Inselbewohnern und haben so in der Hauptstadt Palma de Mallorca eine ungesetzmäßige Spielstätte aufs Gründlichste durchsucht.

In den Tipps der Bevölkerung ging es darum, dass im Hinterzimmer der Bar mehrere Spieler in regelmäßigen Abständen um größere Beträge beim Poker und Mahjong zocken sollen.

Als die Polizisten eintrafen, fanden sie 18 Leute in dem Raum, die Poker und Mahjong spielten, hier ging es um bares Geld. Der Großteil dieser Menschen stammt aus China. Diese sollen sich nach Informationen von Zeugen in regelmäßigen Abständen zum Pokern und Wetten getroffen haben.

Bei der Razzia entdeckte man eine Summe von etwa 6.500 Euro, die auch konfisziert wurde. Auf den Inhaber wird jetzt eine Anzeige aufgrund unrechtmäßigen Glücksspiels zukommen. Er bekam von jedem Spieler eine Provision, wenn sie gewannen, deswegen könnte das Strafmaß noch viel höher liegen.

Auch die Spieler müssen mit einer Anzeige wegen der Durchführung von ungesetzlichem Glücksspiel rechnen.