Casinos in Macao besonders bei Chinesen beliebt

Casinos in Macao besonders bei Chinesen beliebt

Wenn man nur einen Tag Aufenthalt hat, dem ist es geraten, sich sofort ein Ticket zur Rückfahrt zu besorgen. Die Verwaltungszone steht gerade bei den Chinesen vom Festland hoch im Kurs. Sie finden ihren Weg nach Macao nicht nur über Hongkong, sondern auch über Zhuhai in Südchina.

Die Spezialitäten, die es hier zu finden gibt, sind nur ein Grund, die Stadt zu besuchen. Die zahlreichen Reisegruppen bahnen sich ihren Weg durch mit Imbissbuden und Andenkenläden gefüllte Straßen. Die Chinesen mögen besonders das getrocknete Rindfleisch. Vor den Delikatessen, die per Megaphon beworben werden, sind die Schlangen immer lang.

Ein weiterer Besuchsgrund ist die spezielle Atmosphäre der historischen Stadt, hier kann man, wenn man genau hinsieht, noch den Einfluss aus Portugal entdecken. Dieser tritt besonders bei den Ruinen von St. Paul, die das Markenzeichen der Zone sind oder beim alten Marktplatz hervor. Vor rund 180 Jahren gab es einen Brand und seitdem ist von der beeindruckenden Kirche nur noch die Fassade vorhanden.

Schon vor 500 Jahren legen die spanischen Nachbarn an den Küsten Macaos an und errichteten das Fischerdorf. Dieses wurde nach und nach zum Handelsmittelpunkt in Asien, es wurde aber von China regiert. Bewegungen zur Unabhängigkeit hatten keinen Erfolg, die Mandschuren akzeptieren vor etwa 130 Jahren die permanente portugiesische Besetzung. 1999 bekam die Stadt den offiziellen Status einer Sonderverwaltungszone von China.

Die Einheimischen scheinen sich an den zahlreichen Besuchern, die das Monte Carlo des Ostens besuchen, nicht zu stören. Die Stadt hat eine Durchschnittslebenserwartung von etwas mehr als 84 Jahren und nimmt hinter Japan den zweiten Platz ein, was nicht auf ein anstrengendes Leben schließen lässt. Wenn man die bekannten Straßen verlässt und die richtige Altstadt besucht, dann bekommt man einen Eindruck von dieser Entspannung.

Zahlreiche Gebäude haben europäische Wurzeln und auch wenn sie wieder gestrichen werden müssten, bestechen sie durch ihren Zauber. In den Nebenstraßen kann man nach den gastronomischen Besonderheiten, zu denen gebratene Gänse und Eiertörtchen zählen, suchen.

Diese erhält man hier nicht nur günstiger, sondern die Umgebung, in der man diese verspeist, ist auch viel echter. Hier ist eine Zahlung mit dem Hongkong-Dollar möglich, wobei man immer genügend Kleingeld bereithalten sollte, denn es gibt kaum Wechselgeld. Das ist auch bei den Vergnügungsstätten der Fall.

Ein Besuch in Macao ist für den normalen chinesischen Gast erst dann gelungen, wenn er ein paar Scheine in den Casinos ausgeben kann. Auf dem chinesischen Festland ist das Glücksspiel untersagt und die Sonderverwaltungszone wird zum Eldorado. Eine der namhaftesten unter den 35 Spielstätten erhebt sich prunkvoll über die Altstadt und nennt sich "Grand Lisboa".

An den Tischen findet man kaum Platz, hier findet man eine Menge Tüten aus den Andenkenläden. Zudem gibt es hier noch farbenfrohe Käppis, Sandalen und kurze Hosen, denn die Casinos in der Stadt glänzen nicht durch Eleganz.

Dies tut dem Gewinn aber keinen Abbruch, denn im letzten Jahr belief sich der Ertrag der Casinos in Macao auf 25 Milliarden Euro. Die Mehrheit davon kam wahrscheinlich im Casino "Venetian" zustande. Dieses Resort-Hotel ist kleiner als das Pentagon und wurde viel größer gebaut als seine Vorlage in Las Vegas.

Um einen besonderen Rundgang im Gebäude, das über Kanäle nach venezianischer Art, Einkaufszentren und Unterhaltungszentren verfügt, zu machen, muss man mehr als einen Tag einplanen.