Droht die Schließung in Bad Steben?

Droht die Schließung in Bad Steben?

Seit der Eröffnung der Spielbank Bad Steben werden hier leider nur Verluste eingefahren. Personallabbau und Konzepte der Spielbank scheinen zu helfen, doch rote Zahlen werden hier immer noch geschrieben. Statt Einnahmen zu generieren muss der Freistaat Bayern für die Spielbank Bad Steben weiterhin draufzahlen. Wie lange ist diese Situation noch tragbar? Muss die Spielbank in Bad Steben geschlossen werden?

Der Direktor der Spielbank Bad Steben, Udo Braunersreuther, trägt immer noch ein wenig Hoffnung in sich. Vor ein paar Jahren wurde der Spielsaal der Spielbank Bad Steben verändert, hier sind nun Automatenspiel und klassische Tischspiele in einem Raum zu finden. Mit diesem Umbau sollte dafür gesorgt werden, dass die Spielbank belebter aussieht, auch wenn nicht sehr viele Gäste vor Ort sind. Während alle Spielbanken in Bayern in den vergangenen Jahren mit Umsatzrückgängen zu kämpfen haben, wurden in Bad Steben in den letzten Jahren mehr Umsätze generiert. Dies klingt durchaus erst einmal positiv und sorgt für einen Hoffnungsschimmer bei dem Direktor, allerdings befindet die Spielbank sich trotz mehr Besuchern und dadurch höheren Einnahmen weiterhin in den roten Zahlen. Vom Obersten Rechnungshof wird bereits seit Jahren die Schließung der Spielbank gefordert.

Kulturangebot als Spielbankwerbung

Wie in vielen anderen Regionen auch, mussten die Spielbanken in Bayern sich in den vergangenen Jahren neue Konzepte ausdenken, um Spieler an die Tische zu locken. Die Konkurrenz der Spielbanken, die durch Spielhallen und Online Casinos stetig wächst, sorgte in der Vergangenheit für enorme Besucherrückgänge. Auch das Rauchverbot in den Spielbanken tat diesbezüglich das übrige. Braunersreuther zeigt dennoch weiterhin Kampfeswillen. Man habe sich in den vergangenen Monaten einige Highlights für die Spielbank ausgedacht, um auf diesem Weg Kunden in die Spielbank zu locken.

Zu diesen besonderen Angeboten zählen Shows und Konzerte, die neben dem Spielbetrieb vor Ort ausgeführt werden. Auch stellen sich in Bad Steben zu bestimmten Terminen Unternehmen der Region im Hause vor. Auf diesem Weg wird Kultur in die Spielbank gebracht und neben dem Glücksspiel wird die Spielbank somit für neue Kunden immer attraktiver. Ob diese Angebote letztendlich ausreichen, um die Existenz der Spielbank Bad Steben zu retten, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Darlehen für die ZDF Casino GmbH

Darlehen für die ZDF Casino GmbH

Zu den entscheidenden Einflussfaktoren zählten Personalabbau und dringend notwendige Brandschutzmaßnahmen in zwei Servicebereichen. Diese Maßnahmen verringerten das Gast- und Umsatzpotential. Die größten Umsatzausfälle in Höhe von rund 300.000 Euro entstanden der Gesellschaft im Jahr 2014.

Der Sender ZDF beschäftigt im In- und Ausland rund 3600 feste Mitarbeiter. Mit einem Geschäftsdarlehen griff der Sender ZDF der Tochterfirma im vergangenen Jahr unter die Arme. Doch nicht nur mit dem Darlehen wurde dem Tochterunternehmen geholfen, auch wurden im Jahr 2013 bereits Maßnahmen eingeleitet, die der Gesellschaft wirtschaftliche Stabilität bescheren sollten. Diese Maßnahmen wurden im Jahr 2013 verabschiedet und sollen der ZDF Casino GmbH langfristig nachhaltig verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen bringen.

Gute Prognosen für kommende Jahre

Auch wenn das Geschäftsdarlehen als Rückschlag angesehen werden kann, so wurde dieses dennoch innerhalb des Unternehmens vergeben. Der Geschäftsführer des Casino-Unternehmens, Hans-Jürgen Fiedler, gibt an, dass die Eigenregie des Unternehmens auch in Zukunft weiter gestärkt werden soll. Gleichzeitig dürfe nicht vergessen werden, dass auch kostendeckend gearbeitet werden muss. Mit dieser Einstellung und den entsprechenden Zukunftsplänen soll es bis zum Ende dieses Jahres weiterhin eine stabile Unternehmensentwicklung geben. Auch werde erwartet, dass die Gesamtumsätze der Casino GmbH dank der Hilfe innerhalb des Unternehmens noch in diesem Jahr steigen werden.

Bayerns Spielbanken müssen Mitarbeiter kündigen

In der letzten Zeit wurde die Situation rund um die Spielbanken Bayerns zunehmend kritischer. Die meisten der insgesamt 9 Spielbanken fahren immer mehr Verluste ein und lediglich zwei können sich mit ihren Erträgen selber über Wasser halten.

Mit den anderen bayrischen Spielbanken ist es nun so weit gekommen, dass sie staatliche Hilfen in Anspruch nehmen mussten .Diese Hilfen wurden den Spielbanken in Form von Steuergeldern übergeben, damit die Existenz der Einrichtungen nicht gefährdet wird. Insgesamt haben die Spielbanken lau Finanzministerium ein Loch in Höhe von rund 8 Millionen Euro in ihren Kassen zu verbuchen. Um dies ausgleichen zu können, wurden nun die staatlichen Hilfen gewährleistet, was jedoch auch die Aufforderung zum Personalabbau nach sich zieht.

Die ganze Situation kommt natürlich den Angestellten der Spielbanken am wenigsten zu Gute. Der erste Versuch die Situation ohne große Nachteile für das Personal zu suchen, war nur ein kleiner Erfolg, denn die Unternehmen boten Abfindungen für diejenigen unter den Angestellten, die freiwillig gehen.

Hierauf haben sich jedoch gerade einmal 60 der insgesamt 730 Angestellten gemeldet und mit dem Vorschlag einverstanden erklärt. Aber auch diese 60 seien für die Zukunft zu wenig, denn um die Situation zu entschärfen, wäre mehr Personalabbau notwendig, so die Experten. Viele der Angestellten bangen nun um ihren Arbeitsplatz.

Von vielen Seiten folgt auf diese Reaktion nun Kritik, da viele die Schuld beim Staat sehen, der das rechtzeitige Eingreifen in die verhängnisvolle Situation verpasst oder nicht für notwendig gehalten hat. Jetzt müssen die Spielbanken mit Gewalt am Leben erhalten werden, was zu diesen negativen Auswirkungen für die Mitarbeiter führt. Geschlossen werden soll jedoch keines der neun Häuser.

Von allen Spielbanken in Bayern gibt es sogar zwei, die seit der Eröffnung noch nicht einmal schwarze Zahlen geschrieben haben. Trotzdem wurde nun entschieden, dass der Spielbetrieb aller Häuser aufrecht erhalten werden soll. Das Finanzministerium erhofft sich durch die Umstrukturierungen der Spielbanken eine Verbesserung der Betriebe.

Insgesamt haben die Spielbanken überall im heutigen Zeitalter mit härteren Bandagen zu kämpfen. Die Konkurrenz auf dem Glücksspielmarkt wird immer größer, so dass sich im Laufe der Zeit, gerade die Online Angebote als größte Konkurrenz für die Spielbanken herausgestellt haben. Die Erträge sind merklich zurückgegangen. Auch die Spielhallen werden als große Konkurrenz für den Spielbankbetrieb gesehen.

Da diese Hallen mehr und mehr wie Unkraut aus dem Boden geschossen sind, haben diese die Spielbanken ein wenig vom Markt gedrängt, so Sprecher der SPD. Hierfür wird teilweise der Staat selber als Schuldiger gesehen. Das oft kritisierte Rauchverbot hat den Spielbanken dann mit der Einführung den Rest gegeben.

Da für viele Raucher der Glimmstängel zum Spielbetrieb dazugehört, haben diese Kunden sich mit dem Verbot auch automatisch von den Spielhallen distanziert. In den Nachbarländern darf derweil weiterhin geraucht werden, was für Bayern ebenso eine harte Konkurrenz darstellt. Nun liegt es an den Staatschefs das Beste aus der derzeitigen Situation zu machen und zu retten was noch zu retten ist.