Wetten auf die Papstwahl

Wetten auf die Papstwahl

Die Wetten heutzutage werden immer skurriler, gleichzeitig gibt es aber selbstverständlich auch noch die klassischen Wetten im Bereich Sport, zum Beispiel beim Fu&slzig;ball oder beim Pferderennen. Gro&slzig;ereignisse jeglicher Art, nicht nur aus dem Bereich Sport, scheinen sich für Wettanbieter zu eignen, um Quoten festzulegen und Wetten setzen zu können. So können Wettanbieter offenbar auch in der Zeit eines Konklaves gro&slzig;es Geschäft mit dem Wettangebot machen. Bei dem Konklave entscheiden sich die Kardinäle der katholischen Kirche mit Hilfe des Heiligen Geistes für einen Nachfolger als Papst.

Das Wetten auf den Ausgang eines Konklaves, also einer Papstwahl, ist nicht neu und wird schon seit vielen Jahrhunderten betrieben. Wetten dieser Art wurden allerdings am 21. März 1591 durch Papst Gregor XIV verboten. Nach seinem Verbot sind Wetten auf folgende Ereignisse nicht erlaubt:

– Papstwahlen

– die Dauer eines Pontifikates

– die Ernennung bestimmter Kardinäle

Wer sich diesem Verbot wiedersetzt, dem droht die Exkommunikation. Aus welchen Gründen es zu dem Verbot kam, ist heute nicht mehr bekannt. Klar ist jedoch, dass die Menschen schon damals an dem Ereignis der Papstwahlen beteiligt sein wollten und sich deshalb schnell die Möglichkeit bot, auf den Ausgang des Konklaves zu wetten. Heute ist die Vorhersage weitaus schwieriger als noch zur damaligen Zeit, wo die Konklave mit einer politischen Wahl gleichzusetzen war. Auch wenn das Verbot 1591 ausgesprochen wurde, so hat sich seit dem kaum jemand danach gerichtet.

Auch heute scheint das Verbot in Vergessenheit geraten zu sein. Es gibt noch immer entsprechende Wetten und natürlich Quoten. Wenn ein Kardinal für den wahrscheinlichen Nachfolger gehalten wird, dann sind die Quoten für die Wettfans entsprechend schlecht. Nichtsdestotrotz bieten die Papstwahlen für Wettfans offensichtlich generell immer wieder ein spannendes Ereignis, um sich beim Wetten zu vergnügen und hierbei auf das eigene Glück zu hoffen.

Abwanderung der Buchmacher sorgt für Verluste bei Pferderennen

Abwanderung der Buchmacher sorgt für Verluste bei Pferderennen

In Frankfurt steht aktuell die Frage im Raum, ob die Pferderennbahn überhaupt erhalten bleiben wird. Ein Leistungszentrum des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) soll die Pferderennbahn vor Ort verdrängen, dies ist der Wille der Stadt, die Bürger haben noch die Chance darüber abzustimmen. Mit Unterschriften könnend die Bürger für den Erhalt der Pferderennbahn stimmen, aktuell wird von einer großen Beteiligung von Seiten der Bürger gesprochen.

Die Insolvenz droht vielen der Galopprennbahnen. Insgesamt 20 Rennbahnen erhalten aktuell noch ihren Betrieb in Deutschland, jedoch sehen einige von ihnen sich in der eigenen Existenz gefährdet. Der Umsatz der Galopprennbahnen wird hauptsächlich über die Pferdewetten generiert. Ein Großteil der Wetteinnahmen wird im Zuge eines Pferderennens an die Gewinner ausgeschüttet, weniger als ein Drittel geht an die Betreiber der Rennbahnen.

Der Staat verdient heute fast nichts mehr an den Pferderennen, da die meisten Buchmacher von Gibraltar oder Malta aus operieren, wo wiederum keine oder nur geringe Steuern gezahlt werden müssen. An sich haben somit nicht die Pferderennens selber an Beliebtheit verloren, denn das Interesse am Pferderennsport sei weiterhin zunehmend vorhanden, doch durch das Wettangebot im Internet sinken die Einnahmen der Betreiber.

Weniger Preisgelder führen zu weniger Pferderennen

Die Pferderennbahnen befinden sich in einer Art Teufelskreis. Da die Rennbahnen weniger Einnahmen haben, fallen auch die Preisgelder niedriger aus. Dies wiederum führt dazu, dass weniger Rennpferde bei der Sportart antreten, was wiederum zu weniger Einnahmen der Besitzer führt. Viele Betreibe sind Kleinbetriebe, die durch diese Entwicklung um ihre eigene Existenz kämpfen müssen. In Frankreich und Großbritannien floriert das Geschäft mit den Pferderennen hingegen. Mehr Einnahmen, mehr Veranstaltungen und mehr zufriedene Besitzer.

Der Grund für die Veränderung wird in dem Angebot des Internets gesehen. Wie beim Online Glücksspiel auch, sorgen Anbieter aus dem Ausland dafür, dass hierzulande weniger Gewinn eingefahren wird. Existenzängste sind mit dem Internet immer mehr geworden und der Staat trägt einen großen Teil zu dieser Entwicklung bei. Durch die strengen gesetzlichen Regelungen gibt es innerhalb des Landes kaum Möglichkeiten für die Anbieter hierzulande, wodurch das Angebot aus dem Ausland auch für Kunden attraktiver wird, da man hier keine Gefahr läuft, sich wegen illegalem Glücksspiel vor Gericht verantworten zu müssen.

(Bildquelle: annabelle.ch)

Das Beste ist nicht gut genug

Das Unternehmen JAXX AG ist im Dienstleistungsbereich tätig und hat seinen Schwerpunkt auf den Glücksspielmarkt gelegt. Dazu gehören Sportwetten, Lotto, Pferderennen sowie Online Casinos. Die Lockerung in Bezug auf die gesetzlichen Vorgaben in dieser Sparte in der Bundesrepublik erfüllt die Firmen mit Euphorie.

Die Erträge des obengenannten Konzerns im Hinblick auf die Sportwetten, die Spielstätte und des Pokers sind gestiegen. 2010 fuhr die Unternehmensgruppe ein Plus von 18,6 Prozent und mehr als 135 Millionen Euro ein.

Diese Zahlen sollen mithilfe der Liberalisierung des Wettbereichs in der Bundesrepublik noch weiter nach oben getrieben werden. Als die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres bekanntgegeben wurden, frohlockte die JAXX AG. Die Ziffern sagen, dass die Unternehmenserträge von rund 115 Millionen Euro auf mehr als 135 Millionen hochgeklettert sind.

Für diesen Boom sind besonders die Sparten der Sportwetten, Casinos und Pokerspiele verantwortlich, auf diese hatte man sich nach einer Neuorganisation festgelegt. Die Probleme einer negativ verlaufenden Entwicklung in Spanien und die Ausgaben der Neuorganisation sowie ein überzogenes Budget in Sachen Marketing ruht auf diesem guten Ergebnis.

Das Ass von JAXX findet sich ohne Zweifel in den Sportwetten, diese stellen rund 80 Prozent der Gewinne. Die Erträge in dieser Sparte klettern von unter 85 Millionen im Jahre 2010 auf beachtliche 107 Millionen Euro in diesem Jahr. Auch die Erlöse von Spielen im Casino- und Pokerbereich konnten ein Wachstum von rund 37 Prozent verzeichnen.

Im Bereich der Lotterien schrumpften die Erträge um rund 30 Prozent. Trotz alledem hatte das Unternehmen ein optimales Jahr 2010 und dieses Jahr soll es noch besser kommen. Die Liberalisierung des bundesdeutschen Wettmarktes soll noch 2011 in Angriff genommen werden.

Ein neu organisierter Glücksspielvertrag könnte den Privatbetreibern von Sportwetten den Weg zu diesem Markt freimachen. Die JAXX AG arbeitet mit der Seite MyBet bereits an diesem Markt, sie schrauben ihre Tätigkeiten auf diesem Markt in die Höhe. Letzteres findet man bereits unter den drei besten Anbietern von Sportwetten in der Bundesrepublik.

In Frankreich bleibt alles beim Alten

Der Entschluss des französischen Staates, die Abgaben im Bereich des E-Gamings nicht zu ändern, bedeuten dem Geschäftsführer von Unibet zufolge massive Konsequenzen. Dieser Entschluss hat zur Folge, dass das Comeback des Unternehmens auf dem Markt Frankreichs noch nicht stattfinden kann, auch wenn eine Zulassung vorliegt.

Der Finanzminister des Landes sagte, dass die Höhe der Abgaben nicht vor den neuen Wahlen im kommenden Jahr unter die Lupe genommen und verbessert werden wird. Das Unternehmen, welches schon über eine Zulassung für Poker, Online Sportwetten und Pferderennen verfügt, weiß nicht, ob es wieder auf dem Markt Fuß fassen will.

Der Geschäftsführer sagte, dass man schon im Februar erläutert habe, dass man sich abhängig von der Wirtschaftlichkeit um die Zulassungen bemüht habe. Mit den aktuellen Abgaben hat es den Anschein, als ob das Anbieten von virtuellem Glücksspiel in diesem Land nicht besonders lukrativ ist.

Für ein Unternehmen heißt das, wenn sie auf einem Markt Fuß fassen wollen, dass sie viele Investitionen in Angriff nehmen müssen. Die momentanen Steuersätze, die auf den gesamten Ertrag gerechnet werden, machen einen Gewinn nicht möglich. Wenn man nun auf dem Markt sei, sei dies mit hoher Wahrscheinlichkeit keine gute Idee.

Weitere Online Anbieter beklagten sich auch im Hinblick auf das momentan herrschende Abgabensystem, welches einem Ertrag im Weg stehe. Die Spieler hätten so nicht die Chance auf wettbewerbsfähige und rechtmäßige Angebote im Internet.

Die Spielebehörde in Frankreich, die die Interessen der Anbieter von Online Glücksspiel vertritt, sagte, dass man an den Staat appelliere, über die aktuellen Vorgaben noch einmal nachzudenken und wichtige Veränderungen schneller in Angriff zu nehmen.

Sie sind der Meinung, dass ein Glücksspielmarkt auf legaler Basis keine guten Karten habe. Der Vorsitzende der Institution der gleichzeitig BetClic Everest leitet, sagte, dass die Behörde drei Vorschläge zu bieten habe, um dem legalen Markt eine Chance zu geben. Man wird abwarten müssen, ob der französische Staat einlenken wird.

Schreckgespenst geht in Großbritannien um

Der namhafte Anbieter von Sportwetten aus Großbritannien, Betfair, hat verlauten lassen, dass er in Erwägung zieht, den Sitz des Unternehmens ins Ausland zu verlagern. Damit tut das Unternehmen das Gleiche wie William Hill, Ladbrokes und weitere Betreiber von Online Casinos.

Dies geschieht wegen Ungereimtheiten mit Behörde für Pferderennen in Großbritannien, dem Unternehmen sollen mehrere Zusatzabgaben auferlegt werden. Momentan sind die Glücksspielabgaben der Dorn im Auge zahlreicher Anbieter im Land.

Schon jetzt verlagerten ein paar große Unternehmen ihren Sitz, um den zu hohen Zulassungsabgaben der Behörde für Pferderennen zu entgehen. William Hill und Ladbrokes taten diesen Schritt schon, wenn Betfair ihnen folgt, dann wird es eine Flaute auf dem Glücksspielmarkt des Landes geben.

Dem Vorsitzenden von Befair zufolge wäre das Unternehmen sehr froh, eine Zulassung im Inselstaat zu besitzen, aber unter der Bedingung angemessener Abgaben. Es hat aber den Anschein, als ob die oben genannte Behörde nicht neutral vorgeht, wenn sie viel mehr fordert als die Konkurrenz im Ausland.

Betfair ist ganz neu auf dem Aktienmarkt und festigt seine Position als einträglichstes Unternehmen im Online Glücksspiel im Vereinigten Königreich. Sollte das Unternehmen dem Markt Großbritanniens den Rücken kehren, dann gehen dem Land viele Gewinne durch Einnahmen und Abgaben seitens Betfair und seiner Kunden durch die Lappen.

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