Ecuador macht Spielstätten den Garaus

Ecuador macht Spielstätten den Garaus

Die Regierung des Landes setzt dem Spielbetrieb, der seit rund 50 Jahren toleriert wird, nun ein Ende. Nun haben mehr als 3.000 Menschen keine Arbeit mehr.

Schon im Mai des letzten Jahres schlossen mehr als 20 Casinos ihre Pforten und acht Casinos in erstklassigen Hotels wurden für einen gewissen Zeitraum toleriert. Auch wenn die Spielorte dem Staat Erträge von rund 15 Millionen Dollar einbrachten, machte der Präsident diese dicht.

Er sagte, dass sie moralisch verwerfliche Gruppen anziehen, dass Steuern veruntreut und dass auch Geldwäsche betrieben wird. Der stellvertretende Präsident des "Verbandes der Casinos und Bingos" kritisierte den Wegfall der obengenannten Arbeitsstellen.

Dem Verband war es nicht gelungen, zu erreichen, dass die Schließung später stattfand. Damit wollte man 180 Millionen Dollar an Investitionen sicherstellen und neue Jobs für die nun Arbeitslosen suchen.

Neues "Tropica Casino" in Bad Oldesloe öffnet seine Pforten

Das "Tropica Casino" in Bad Oldesloe, das über 400 Quadratmeter verfügt, bietet beleuchtete Palmen, die sich auf dem Dach befinden und Skulpturen aus Buchsbaum, die an der Tür stehen.

Dies alles glänzt mit leisen Farben und eleganten Spiegelelementen im Interieur des Casinos, das erst vor Kurzem aufgemacht wurde. Die Firma gleichen Namens, die der Familie Hünecke gehört, die im Anbieterbereich tätig ist, erhielt 2010 den "Golden Jack", der die besten Spielstätten kürt.

Das Casino befindet sich in der einstigen Verkaufshalle von BMW und hier arbeiten die Techniker noch daran, dass die Spielgeräte und die Beleuchtung angeschlossen werden. Sie nehmen auch Geräte zum Geldwechsel unter die Lupe, rücken mehr als 20 Videokameras ins rechte Licht und machen die Tresen casinotauglich.

Das Casino beherbergt zwei Spielhallen mit über 20 Automaten und separaten Bereichen für die Spielgeräte, sowie Roulette in elektronischer Form. Dazu gehören auch Spielgelegenheiten, die eine Kontaktaufnahme mit Spielern aus aller Herren Länder möglich machen und auch ein besonderes Eckchen für Wetten.

Hier hat man auf großen Monitoren die Möglichkeit, Echtzeitwetten nachzuvollziehen und an den entsprechenden Terminals kann man seine Wette gleich abgeben. Dazu gehören auch Fußball- und Hunderennen, so ein Mitglied der Betreiberfamilie. Die Casinos in Lübeck und an der Lohmühle stehen unter der Leitung von Frau Hünecke und ihrem zweiten Gatten.

Sie hat zwei Kinder und zahlreiche Enkel und ist für das Kreative im Unternehmen zuständig, bei dem eine ansprechende Atmosphäre und die Wünsche der Kunden im Mittelpunkt stehen. Sie sagt, dass ihr Unternehmen Entertainment anbietet, diese kann nicht einem Paket geliefert werden, die Kunden begegnen ihr in den Casinos.

Frau Hünecke hat große Erwartungen an ihre Angestellten, die mehrheitlich aus Familienmitgliedern und Bekannten bestehen. Ein bedachte Ausdrucksweise und ein gepflegtes äußeres sind sehr wichtig und sie betont, dass wenn man zu den Kunden nicht freundlich ist, man entlassen werden kann.

Auch die Handwerker machten schon damit ihre Erfahrung, denn die Unternehmerin weiß was sie will und ihr fällt es gleich auf, ob man an einem Platz zu viel oder nicht ausreichend Farbe verwendet hat, hier muss für sie alles richtig sein. Sie beherrscht es, simplen Gebrauchsgegenständen Eleganz zu verleihen, was auch bei der Inneneinrichtung zum Tragen kommt.

Die Glasscheiben in schwarzer Farbe sind Schranktüren, die Tresen werden mit Küchenmöbeln gemischt und die Decke besteht aus Tischen. Weitere Einrichtungsgegenstände werden eigens aus China angeliefert. Wie viel Geld in das Casino in Bad Oldesloe gesteckt wurde, das will die Unternehmerin nicht preisgeben. Wichtig ist der Familie, dass die Besucher nur das Beste haben sollen und auch nüchtern sind.

Deswegen gibt es keinen Alkohol, sondern nur kalte Erfrischungsgetränke und Kaffee in allen Formen.