Spielhallenbetreiber wehren sich

Spielhallenbetreiber wehren sich

Bereits zum Anfang des Monats Juli hätten insgesamt 11 Casinos in Pforzheim die eigenen Pforten schließen müssen, doch diese Schließung wurde von Seiten der Betreiber nicht umgesetzt. Die Schließung sollte erfolgen, weil eben diese 11 Betreiber die Frist überschritten und en Spielhallen-Antrag zu spät eingereicht hatten.

Dieser hätte bis zum November 2011 abgegeben werden sollen, um eine entsprechende Konzession zu erhalten. Für die anderen Spielhallenbetreiber, die die Frist offensichtlich eingehalten hatten, gilt die übergangszeit bis Juni 2017. Bis dahin dürfen die Spielbanken mit Konzession ihren betreib in Pforzheim fortsetzen, so sieht es die gesetzliche Regelung vor.

Die Schließung hat jedoch keines der Casinos bisher langfristig umgesetzt. Die Spielhallen haben einfach weiterhin geöffnet, drei von ihnen hatten sogar vorübergehend geschlossen. Gleichzeitig stellten die Betreiber Anträge, den Betrieb weiterhin aufrecht erhalten zu können, was jedoch von Seiten des zuständigen Amtes abgelehnt wurde. Während die Spielhallenbetreiber sich auf diese Art und Weise offensichtlich zur Wehr setzen, wurden gleichzeitig auch Klagen von Seiten der Betreiber eingereicht. Diese bezogen sich auf die gesetzlich angesetzte Verkürzung der öffnungszeiten.

Hier sollte es den Spielhallen nur noch erlaubt werden, um 11 Uhr morgens anstelle bereits um 6 Uhr morgens zu öffnen. Die Klage der Betreiber hatte Erfolg, da das Suchtpotential in Pforzheim nicht in dieser Art und Weise gegeben sei und eine gesetzliche Regelung dieser Art nicht erforderlich sei, um die Spielsucht vor Ort einzudämmen. Der Fall soll nun wieder aufgenommen werden, da die Stadt sich zu Wehr setzte und angab, dass in Pforzheim im Vergleich zum Rest des Landes doppelt so viele Spielhallen vorhanden wären. Wann die Wiederaufnahme des Falls erfolgen wird wurde noch nicht festgelegt.

Während der Kampf um die Schließung der Spielhallen in Pforzheim weitergeht wird gleichzeitig die Abdunkelung der Scheiben der Spielhallen diskutiert und geahndet. Viele Spielhallen-Betreiber haben die Scheiben der eigenen Etablissements abgedunkelt oder mit Zeitungspapier zugeklebt. Dies sei laut Gesetzgebung verboten und wird derzeit besonders geahndet. Wer die eigenen Scheiben abgedunkelt oder barrikadiert hat, wird mit einer Strafe in Höhe von 200 Euro belegt.

Desinteresse als Reaktion auf Raubüberfall

Desinteresse als Reaktion auf Raubüberfall

Hierzu bewaffneten und maskierten sie sich, um damit wohl in der Spielhalle ausreichend Eindruck zu schinden. Dass sich jedoch in der Spielhalle keiner für die Aktivität der Straftäter interessieren könnte, das wird auch für die beiden Diebe äußerst überraschend gewesen sein.

Die zwei maskierten Räuber stürmten die besagte Spielhalle in Pforzheim.

Mit Waffen in den Händen fuchtelten sie vor den Gästen und den Angestellten herum und drohten mit Gewalt, wenn der überfall nicht glatt über die Bühne laufen würde. Die Zocker an den Spielautomaten waren jedoch trotz der Aktivität vollkommen unbeteiligt und konzentrierten sich ausschließlich auf die eigene Aktivität am Daddelautomaten. Ein solches Desinteresse von Seiten der Gäste in der Spielhale dürfte die Diebe vollkommen aus dem Konzept gebracht haben.

Die Nervosität der Diebe war wohl auch zu bemerken, als diese die Kassiererin bedrohten und diese dazu aufforderten den Männern das Geld aus der Kasse auszuhändigen. Doch auch die Kassiererin ließ sich keine Aufregung anmerken und forderte die beiden Räuber dazu auf sich das Geld selbst zu holen. Die Nervosität der Männer dürfte hier ein weiteres Mal angestiegen sein, denn letztlich schafften sie es durch die eigene Unsicherheit wohl nicht die Kasse zu knacken. Aufgrund der erfolglosen Versuche zogen die Gangster letztlich ohne Beute wieder ab.

Der Mut der Kassiererin wurde von Seiten des Betreibers ausgezeichnet. Dieser überreichte ihr eine Prämie in Höhe von 10Prozent des Kasseninhalts. Für Außenstehende dürfte die Szenerie sehr unterhaltsam wirken, auch wenn nicht vergessen werden sollte, dass es sich bei dieser Tat tatsächlich um einen Überfall handelte, wenn auch um einen erfolglosen.