Wenn Dein Spiel zur Droge wird?

Wenn Dein Spiel zur Droge wird?

Aus diesem Grund wurde in der Schweiz eine Kampagne ins Leben gerufen, die unter dem Motto "Wenn dein Spiel zur Droge wird" junge Menschen vor der Spielsucht warnen und im besten Fall vom Spielen abhalten soll. Im Zuge der Kampagne wurde das Motto auf Plakate, Bierdeckel und Poster gedruckt und soll Jugendliche dazu motivieren, sich mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen, um sich so den Gefahren bewusst zu werden.

Die Kampagne wurde von zehn Deutschschweizer Kantonen initiiert. Mit dem Aufzeigen von Spielsituationen aus Sicht der Spieler und den möglichen Folgen, sollen vor allem junge Menschen darauf sensibilisiert werden, was für eine große Gefahr von dem Glücksspiel ausgehen kann. Bei der Kampagne werden Bilder aufgezeigt, die Spieler vielleicht kennen und aufgrund dessen mehr Bewusstsein für die Suchtgefahr entwickeln. Jugendliche und junge Erwachsene gelten in der Schweiz als besonders suchtgefährdet. Aus diesem Grund richtet sich die Kampagne vor allem an junge Menschen, für die das Geldspiel schnell zur Droge werden kann.

Jugendliche als Zielgruppe

Da Jugendliche in der Schweiz als Zielgruppe für Spielsucht gelten, werden im Zuge der Kampagne vor allem Soziale Netzwerke und der Jugendsender Joiz bedient. Hier werden Shows ausgestrahlt, die den jungen Menschen aufzeigen sollen, wie nahe Gewinn und Verlust beieinander liegen. Auch gibt es eine Webseite, die speziell im Zuge der Kampagne ins Leben gerufen wurde und nicht nur Informationen für junge Erwachsene anbietet, sondern vor allem auch Hilfsangebote präsentiert.

Sex sells – auch im Casino

Sex sells – auch im Casino

Während viele Menschen sich heute gar nicht mehr an Werbung dieser Art stören, so beschwert sich aktuell die SP darüber, dass die Casinowerbung zu sexistisch sei. Bei der aktuellen Werbekampagne des Grand Casinos sind leicht bekleidete Frauen zu sehen, die ein wenig an die Ikone Marylin Monroe erinnern. Genau diese Bilder sorgten bei der letzten Generalversammlung des Stadtcasinos für Diskussionen.

Laut der SP-Einwohnerrätin Andrea Arezina handelt es sich bei den Plakaten ganz klar um sexistische Werbung. Begründet wird dies durch die Politikerin damit, dass die leicht bekleideten Frauen die Werbeplakate zieren, jedoch nichts zeigen, was im Casino angeboten wird. Im Casino wird Glücksspiel angeboten, jedoch kein Modelwettbewerb, daher sei die Werbung unpassend. Arezina fordert die Stadt Baden in einer parlamentarischen Anfrage nun dazu auf, die Werbekampagne des Casinos zu stoppen.

Von Seiten bürgerlicher Politikerinnen wird diese Anfrage als überflüssig angesehen. Die Großrätin und Vizepräsidentin des Badener Einwohnerrates, Stefanie Heimgartner (SVP) ärgere sich nach eigener Aussage sogar über diese Diskussionen, denn sie halte diese für überflüssig. Die Werbeplakate des Casinos seien nicht sexistisch, denn es sei zwar nackte Haut zu sehen, jedoch seien die meisten Körperstellen von der Kleidung bedeckt. Sich gegen Sexismus in Verbindung mit Werbung auszusprechen sei richtig, sagt CVP-Großrätin Marianne Binder, jedoch sei dies an anderer Stelle viel sinnvoller.

Bereits zweiter Sexismus-Vorwurf gegen das Casino

Das Casino geriet in der Vergangenheit bereits schon einmal in die Schlagzeilen. Auch hier wurde dem Casino Sexismus in Verbindung mit einer Werbekampagne vorgeworfen. Beim letzten Mal zeigten die Werbeplakate des Casinos im Jahr 2006 eine halbnackte Frau auf einem aufblasbaren Delfin. Bereits beim letzten Mal und auch bei diesem Mal wurden Klagen eingereicht. Dieses Mal jedoch gibt auch die Lauterkeitskommission an, dass es sich bei der aktuellen Werbekampagne des Casinos nicht um sexistische Bilder handle. Aus diesem Grund gibt Grand-Casino-Chef Detlef Brose an, dass die Kampagne aktuell nicht zurückgezogen werde, da die Vorwürfe nicht gerechtfertigt seien.