Kampf um 17 Glücksspiellizenzen in Österreich

In Österreich wird schon seit dem Frühjahr die Ausschreibung für die zu vergebenden Lizenzen auf dem Glücksspielmarkt erwartet. Bisher wurden diese noch nicht frei gegeben, aber erwartet werden sie schon lange, denn die Bewerber müssen bis zum Herbst 2011, in dem die Lizenzen endgültig vergeben werden sollen, ihre Bewerbungen eingereicht haben, damit Entscheidungen getroffen werden können. Insgesamt sollen 15 Lizenzen für Casinos vergeben werden, eine Lotterielizenz und eine Lizenz für eine Poker-Spielbank.

Im Vergleich zu den letzten Ausschreibungen für die Lizenzvergebe, haben sich dieses Mal einige Spielregeln verändert. Das Finanzministerium lässt sich vielleicht nicht zuletzt wegen den Veränderungen mit den Ausschreibungen schon so lange Zeit. Es werden in diesem Jahr mehr Lizenzen für Spielbanken ausgeschrieben, um genau zu sein drei mehr, also 15 anstelle von 12 Spielbanken.

Darüber hinaus werden die Lizenzen für die gesamte EU ausgeschrieben, so dass auch Anbieter aus anderen Ländern die Möglichkeit haben, eine Lizenz für eine der österreichischen Casinos zu erhalten. Die bestehenden Lizenzen laufen zum Teil schon im nächsten Jahr und die restlichen erst im Jahr 2015 aus. Bisher gehören die bestehenden Lizenzen alle dem österreichischen Glücksspielkonzern Casino Austria.

Das Interesse an den Lizenzen scheint jetzt schon sehr groß zu sein und dies nicht nur bei den österreichischen Glücksspielunternehmen. Es habe bereits einige Anfragten gegeben, sowohl von österreichischen Glücksspielkonzernen als auch von ausländischen Firmen. Der Glücksspielmarkt ist bereits jetzt in vielerlei Hinsicht eine wirtschaftliche Einnahmequelle. Die Spielcasinos kommen nicht nur den Arbeitssuchenden zu gute, sondern durch die Steuern auch den Staatskassen des Landes. Daher müssen die Ausschreibungen mit klaren und fairen Regelungen erfolgen. Nicht zuletzt muss auch bei einer Neuvergabe der Lizenzen besonders viel Wert auf Spielerschutz und Jugendschutz gelegt werden.

Die bestehenden Lizenzbesitzer sorgen sich schon jetzt nicht nur um die eigenen Mitarbeiter, sondern vor allen Dingen auch um Themen wie Spielersachutz und Suchtprävention. Bisher existiert ein bereits bestehendes System in den Spielcasinos, aber ob eventuelle neue Lizenznehmer dieses so einfach übernehmen können ist eine andere Frage. Die jetzigen Lizenznehmer müssen sich Gedanken darüber machen, wie mit eventuellen Standort und Lizenzverlusten umgegangen werden kann.