Lügen, tricksen und lachen

Ein wilder Mix wird den Spielern im Pokerclub Schwarzwald-Baar geboten, denn hier wird gelogen, geblufft und gelacht. Es gibt sogar Spieler, die gelangweilt am Tisch sitzen, aber Langeweile ist hierbei auch nur ein Trick, um die Gegenspieler zu verwirren. Der Vorsitzende des Vereins ist Bernd Muckle und der stellvertretende Vorsitzende ist Florian Günter. Beide Vorsitzende sitzen hier bei den Pokerabenden selbst mit am Tisch und bluffen was das Zeug hält.

Was im Pokerclub Schwarzwald-Baar geboten wird:

  • wöchentlichen Spieleabend am Dienstag in der Niners Billard Lounge
  • Turnieren, die alle 14 Tage immer samstags gespielt werden
  • Fünf bis sechs Turniere bei befreundeten Pokerclubs pro Jahr

Sachpreise und selbstgebaute Pokertische

Poker ist besonders beliebt bei den Mitgliedern des Vereins, die zwischen 20 und 60 Jahren sind. Die selbstgebauten Pokertische tun dem Vergnügen hierbei keinen Abbruch. Im Verein wird nicht um Geld gespielt, das ist verboten, sondern bei anstehenden Turnieren werden Sachpreise verlost, wie zum Beispiel Tankgutscheine oder Firmengutscheine. Auch die Pokale, die ausgespielt werden, sind bei den Vereinsmitgliedern sehr beliebt.

Fakten zum Pokerclub Schwarzwald-Baar e.V.:

  • der Verein wurde im Jahr 2005 gegründet
  • seit 2013 ist der Verein ein eingetragener Verein
  • aktuell gibt es 30 Mitglieder
  • mitmachen kann jeder ab einem Alter von 18 Jahren
Strenge Regeln für legales Pokerangebot

Strenge Regeln für legales Pokerangebot

Doch die Reaktion fällt weniger freudig und viel mehr verärgert aus. Die Betreiber von kleinen Vereinen bemängeln vor allem die mit dem Geldspielgesetz einhergehenden strengen Regelungen, die es den kleinen Betrieben unmöglich machen würden, attraktive Pokerturniere in der Schweiz anzubieten.

Regelungen des Geldspielgesetzes:

– Pokerclub muss ein Verein sein

– transparente Geschäftsführung

– Maximaleinsätze

– Anzahl Turniere pro Tag

– Rechnungslegungspflichten nach Obligationenrecht

– teure Revisionen

Noch wurden keine Details zu den Regelungen von Seiten des Casinoverbands geäußert, Betreiber beschweren sich trotzdem bereits, denn die hohen Kosten seien für einen kleinen Betrieb nicht tragbar, wenn gleichzeitig auch noch die Miete und Löhne für den Betrieb gezahlt werden müssten. Die Legalisierung von Poker sei in der Theorie für die Betreiber zwar eine gute Idee, jedoch nach Befürchtungen der Experten für die meisten Anbieter nicht umsetzbar und nicht praktikabel.

Keine Pokerturniere trotz Legalisierung

Der Casinoverband macht deutlich, dass eine Erlaubnis des Pokerspiels nur dann möglich sei, wenn damit einhergehend Regelungen gefunden werden. Ziel ist es nach Angaben des Verbands, dass die Anbieter von Poker nicht zur Konkurrenz für die Spielbanken werden, deshalb war mit der Planung der Legalisierung klar, dass Poker nur in kleinen Clubs erlaubt sein wird. Nach Angaben des Casinoverbands sei man den Anbietern enorm entgegen gekommen und hätte sich auf den Wunsch eingelassen, das Pokerspiel in Clubs in der Schweiz zu legalisieren. Die Betreiber selber sehen dies jedoch ganz anders, denn trotz der Ankündigung, dass das Pokerangebot legal sein wird, glauben Experten, dass es dennoch keine Pokerclubs geben wird, da sich die Anbieter kleiner Etablissements die Kosten, die dafür entstehen würden, nicht leisten könnten.

Kein Ende für illegalen Pokerclub

Kein Ende für illegalen Pokerclub

Hier wird illegal Poker angeboten. Trotzdem der Pokerclub durch einen Undercover Agenten infiltriert wurde und mehrere Festnahmen aufgrund einer groß angelegten Razzia erfolgten, scheint das illegale Angebot nicht abzubrechen. Bei der Razzia wurde eine große Summe an Dollar beschlagnahmt und es erfolgten einige Festnahmen wegen Drogenbesitz ? und trotzdem, das illegale Pokerspiel hält vor Ort weiterhin an.

Nach Angaben der Polizei habe es von Seiten des Betreibers, der auf den Namen Jason hört, ein Statement zu dem Thema illegales Pokerangebot gegeben. Hierbei habe der Betreiber darauf hingewiesen, dass der Betrieb zu viel Geld einspiele und es sich genau aus diesem Grund nicht lohnen würde, das Angebot einzustellen. Offensichtlich sei das Risiko zu gering, im Vergleich dazu wie viel Gewinn für die Betreiber in dem Pokerclub generiert werde. Auch in Bezug auf eine Festnahme scheint der Besitzer Jason keine Befürchtungen zu haben. Nach eigener Angabe sei die schlimmste Folge die, dass er angeklagt werde und letztendlich wegen Förderung von Glücksspiel verurteilt werden könnte. Dieser Tatbestand sei jedoch lediglich eine Ordnungswidrigkeit, daher habe der Betreiber nicht viel zu befürchten.

Auch von Seiten der Polizei wurde bereits deutlich gemacht, dass die festgenommenen Personen aus dem Pokerclub keine harte Strafe zu erwarten hätten. Trotzdem auch Drogen vor Ort beschlagnahmt werden konnten, wird die Strafe nach Angabe der Behörden eher mild ausfallen. Die Hoffnung der Stadt ist es, dass die Betreiber eine Entschädigung zahlen müssen, bei der von rund 1000 Dollar pro Tag, an dem der Pokerclub illegal geöffnet hatte, die Rede ist.

Der Pokerring bietet eine Art Webseite an, bei der die Underground Pokerclubs dargestellt werden. Die Spieler können sich über die entsprechende Webseite vernetzen und organisieren. Ein Ende des illegalen Pokerangebots ist nun auch nach der Razzia nicht in Sicht, es wird erwartet, das die Betreiber als auch die Spieler in Zukunft einfach damit weiter machen werden.