Steuereinführung auf Turniergewinne

Steuereinführung auf Turniergewinne

Die Besteuerung von Gewinnen ist weltweit unterschiedlich geregelt. Bisher war es in den USA so, dass einheimische Spieler bei Turnieren durchaus bereits Steuern auf die Turniergewinne entrichten mussten. Für ausländische Spieler galt dies jedoch nicht, wodurch die World Series of Poker, die üblicherweise in den USA veranstaltet wird, zusätzlich reizvoll für viele ausländische Spieler war.

Während Spieler aus Deutschland, Österreich und zahlreichen weiteren Ländern bisher keine Steuerabgaben auf die Pokergewinne entrichten mussten, ist in diesem Jahr die Rede davon, dass noch vor der Veranstaltung der WSOP eine Steuer in Höhe von 30 Prozent eingeführt werden soll. Dies würde für alle Spieler, sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland, bedeuten, dass 30 Prozent der Turniergewinne in Form der Steuer abgeführt werden müssten.

Regelung des Doppelbesteuerungsabkommens aufgehoben?

Bisher galt in den USA das Doppelbesteuerungsabkommen. Was dies genau bedeutet?

  • Einzelpersonen sind nur im Heimatland steuerpflichtig
  • nur die Steuerregelung im Heimatland ist gültig
  • für Pokerspieler war dies besonders profitabel, da in vielen Ländern Pokergewinne steuerfrei sind
  • Grundlage hierfür war eine amerikanische Steuernummer, die meist durch die Casinos ausgestellt werden konnte

Doch aufgehoben werden soll dieses Doppelsteuerabkommen tatsächlich nicht. Grund für die Besteuerung der Turniergewinne ist ein anderer.

Modifizierung des Steuersystems durch den PATH Act

Seit Jahresbeginn soll sich die Gewinnversteuerung jedoch ändern, vor allem für ausländische Spieler. Zum Jahresanfang wurde der sogenannte PATH Act gültig. Mit diesem ist es von nun an nur den Finanzämtern möglich, entsprechende Steuernummern zu vergeben. Die Casinos sind demnach von nun an nicht mehr in die Lage, den ausländischen Spielern zu dieser Steuernummer zu verhelfen, wodurch diese ihre Turniergewinne wie es aussieht versteuern lassen müssen. Um bei dem Finanzamt in den USA eine Steuernummer zu erhalten, müssen die Spieler nun selber mit Pass und Papieren vor Ort vorsprechen. Bearbeitungszeit liegt hierbei zwischen acht und sechzehn Wochen.

Für die Spieler bei der WSOP bedeutet dies also, dass sie sich entweder frühzeitig vor Ort um diese Steuernummer kümmern müssen oder eben vorübergehend für die Gewinne Steuern abführen müssen. Die meisten Spieler reisen im Normalfall nur für das Turnier an, wodurch die Zeit vor Ort nicht ausreicht, sich um die Bürokratie beim Finanzamt zu kümmern. Wer also ohne Steuernummer an dem Turnier teilnimmt und einen Gewinn erzielt, der muss damit rechnen, dass das Casino 30 Prozent des Gewinns einbehalten wird, um diesen Betrag an das amerikanische Finanzamt abzuführen. Es besteht jedoch die Möglichkeit für die Spieler, dieses Geld im darauffolgenden Jahr über die Steuererklärung zurückzufordern, sollte der Spieler bis dahin über die notwendige Steuernummer vor Ort verfügen.

Pokerabzocke in Pattaya

Pokerabzocke in Pattaya

Wer an Urlaub denkt, der denkt sicherlich an Entspannung, Abenteuer, Abwechslung und Erholung. Doch das ist nicht immer das einzige, was ausländische Touristen in einem fremden Land erleben können. Ein aktueller Fall in Pattaya zeigt auf, dass Touristen sich manchmal auch sehr in Acht nehmen müssen, um im Ausland nicht über den Tisch gezogen zu werden. In dem aktuellen Fall geht es um Glücksspiel.

In Pattaya wurde ein illegales Spielcasino von fünf philippinischen Staatsangehörigen betrieben. In diesem Casino hatten die Betreiber es vor allem darauf abgesehen, ausländische Touristen um ihr Geld zu erleichtern. Dieses Beispiel zeigt demnach deutlich auf, dass Touristen trotz Urlaubsstimmung immer darauf achten sollten, ob alles mit rechten Dingen zugeht.

Illegales Spielcasino Pattaya:

  • Betrieb eines Spielcasinos in einem durch fünf philippinische Staatsangehörige angemieteten Haus
  • das Haus wurde bereits seit längerer Zeit für 12.000 Baht pro Monat gemietet
  • Umbau zum Spielcasino
  • Empfang  von Touristen und Expats im illegalen Spielcasino
  • Betreiber hatten es vor allem auf ausländische Kunden abgesehen
  • zusätzlicher Betrug durch die Betreiber beim Pokerspiel
  • Touristen wurde so zusätzlich Geld aus den Taschen gezogen

Bei der Razzia, die  von Polizei Oberst Major Somprasong Yentuam, der Polizeichef von Chonburi, geleitet wurde, konnte eine Gruppe von philippinischen Staatsbürgern verhaftet werden. Zusätzlich waren einige europäische Kunden während der Razzia im Casino, die ebenfalls festgenommen und befragt wurden. Direkt am Abend der Razzia wurden weitere Ermittlungen angestellt. Hierbei wurde herausgefunden, dass der Betrieb des Spielcasinos schon eine Zeit lang laufen würde und dass die Betreiber, neben dem Angebot des illegalen Glücksspiels, vor allem ausländische Kunden abgezockt hätten. Das Pokerspiel sei hier nicht mit rechten Dingen zugegangen und so konnten die illegalen Betreiber sich an dem Geld ausländischer Touristen bereichern.

Folgen durch illegales Glücksspiel

Neben der philippinischen Betrügerbande werden sich bei den Behörden auch die festgenommenen Spieler rechtfertigen müssen. Das Glücksspielangebot in Pattaya war so oder so, unabhängig von zusätzlichem Betrug, illegal und daher werden sich auch die Spieler, die zum Zeitpunkt der Razzia vor Ort waren, rechtfertigen müssen. Es ist davon auszugehen, dass die fünf philippinischen Staatsangehörigen sich vor Gericht verantworten müssen. Auch die drei Europäer werden eine Strafe bekommen, auch wenn jetzt noch nicht bekannt gegeben wurde, wie in diesem Fall weiter vorgegangen werden wird.

Niederlage für Marcel Luske vor Gericht

Niederlage für Marcel Luske vor Gericht

Der Pokerprofi Marcel Luske musste in diesen Tagen eine Niederlage hinnehmen, allerdings nicht am Pokertisch, sondern vor Gericht. Thema hierbei war dennoch das beliebte Kartenspiel Poker. Der Poker-Pro zog gegen PokerStars vor Gericht. Grund seiner Klage war eine Urheberrechtsverletzung rund um die „International Rules of Poker“ und deren Nutzung bei PokerStars Live Events. Die Klage des Spielers wurde vorerst abgewiesen.

Genaue Gründe für die Klage des Nieuderländers:

  • eingereichte Klage richtete sich gegen die Rational Group, die Mutterfirma von PokerStars und PokerStars Live
  • PokerStars sollte ihm jährlich $25.000 für die Nutzung des Regelwerks der Federation International de Poker Association (FIDP) zahlen
  • der Vertrag wurde per Handschlag im Jahr 2012 vereinbart
  • im Oktober 2013 wurde der Vertrag seitens PokerStars gekündigt
  • im August 2014 beendete der Poker Room die Zusammenarbeit mit Luske
  • der Spieler gibt an, das die die PSLive-Regeln eine Kopie seiner Regeln seien
  • die Klage wurde im August 2016 durch den Spieler eingereicht

Einreichung einer Berichtigungsklage möglich

Vor Gericht entschied Richterin Nancy Allf nun, dem Klageabweisungsantrag seitens PokerStars stattzugeben. Bei der Begründung hierfür wird darauf hingewiesen, dass der Kläger es versäumt hätte zu belegen, ob er ein exklusives Abkommen mit PokerStars hatte. Auch sei während der Verhandlung nicht deutlich geworden, wie die Verwendung von Markennamen und Logos aussieht. Aufgrund entsprechend fehlender Erklärungen und Belege ist es dem Niederländer nun möglich, bis zum 7. März 2017 eine Berichtigungsklage einzureichen. Damit könnte der Kläger die Fehlbestände der ersten Klage korrigieren. Die Niederlage vor Gericht ist für Luske demnach nur vorläufig, vorausgesetzt er hält die Frist zur Einreichung der Berichtigungsklage ein.

Trend vom Online Poker hin zu Online Slots

Trend vom Online Poker hin zu Online Slots

Während der Fun-Faktor bei den Online Games bei den Spielern immer beliebter wird, hat sich das Pokerspiel in den vergangenen Jahren in eine ganz andere Richtung entwickelt. Die Spieler legten es mehr und mehr darauf an, beim Pokerspielen besser zu werden und langfristig mehr und mehr Geld mit dem Pokerspiel zu verdienen. Doch nicht nur vereinzelte Pokerprofis wurden an den Pokertischen immer besser, auch blieben vor allem Anfänger und unerfahrene Spieler auf der Strecke und sogenannte Haie sorgten dafür, dass es an den Pokertischen zu immer höheren Verlusten kam.

Auch der Niedergang des "Great Dane" zeigt, dass sich Onlinepoker nicht mehr lohnt. Gus Hanser, auch bekannte als "Great Danequot; war in diesem Jahr kein Teilnehmer der Poker World Series. Dies ist ein Zeichen, dass es ihm ernst ist, aus der Online Poker Szene auszusteigen. Hanser war in den vergangenen Jahren ein Aushängeschild des Pokers, vor allem durch Gewinne in Millionenhöhe. In den vergangenen Jahren war er jedoch in die Abwärtsspirale gerutscht, die von hohen Verlusten begleitet wurde. Dies lag jedoch nicht daran, dass der Spieler schlechter wurde, jedoch wurden andere Spieler immer besser. Dies bestätigt die Annahme, dass die Starken überleben und sich weiterentwickeln, während die schwachen gefressen werden.

Glück wird wieder beliebter

Während in den vergangenen Jahren beim Glücksspiel Geschick immer beliebter wurde und der Trend deutlich in Richtung der Spiele ging, bei denen Können wichtig war, dreht sich dieser Trend nun wieder und die Spieler setzen erneut wieder mehr auf das eigene Glück. Während bei Spielen wie Poker Können wichtig ist und immer mehr Spieler zu Profis werden, entscheidet an den Online Slots lediglich das Glück.

Zwar ist dies keine Möglichkeit, das Glücksspiel zum Beruf zu machen, da Glück zu unbeständig ist, allerdings ist dies auf jeden Fall mit mehr Spaß verbunden, als das Hai-Becken der Pokerspieler, wo es kaum noch Chancen gibt, sich gegen die starken Spieler durchzusetzen.

Poker Workshop des Museums für Angewandte Kunst

Poker Workshop des Museums für Angewandte Kunst

Dies demonstriert der Spieler bei dem Workshop, welcher bei der "Depotschau: Glück und Verheißung&quot, des Museums für Angewandte Kunst von ihm geleitet wurde. Seit acht Jahren finanziert der 34-jährige mit dem Pokerspiel seinen Lebensunterhalt. Er nimmt regelmäßig an Pokerturnieren teil und ist auch begeisterter Online Poker Spieler.

Der Pokerabend im Museum für Angewandte Kunst (MAK) hat 16 interessierte Spieler angelockt, unter ihnen auch die Direktorin des Museums. Die Besucher konnten sich an diesem Abend gemeinsam beziehungsweise gegeneinander beim Pokerspiel ausprobieren. Gross spielte an diesem Abend nicht mit, sondern teilt entspannt als Dealer die Karten aus. Die anderen Spieler zockten, blufften und konzentrierten sich auf ihre Karten, die beim Pokern Hände genannt werden. Die Spieler setzten sich mit Paaren, Straßen und Full House Händen auseinander und lernten so, wann es angebracht ist auf die eigene Hand zu vertrauen oder zu bluffen, um so den Einsatz am Tisch nicht zu verlieren. Allerdings musste auch die Direktorin des MAK am Tisch am eigenen Leib erfahren, dass auch ein guter Bluff nicht immer erfolgreich ist, wenn ein Kontrahent dann am Ende doch noch die besseren Karten hat.

Mit Strategie und Psychologie zum erfolgreichen Pokerspieler

Der Workshop im MAK lockte vor allem Personen an, die großes Interesse am Pokerspiel selber haben. Christophe Gross und seine Lebensgefährtin Andrea Klein (28) sind nicht nur selbst leidenschaftliche Pokerspieler, sondern konnten bei diesem Abend bei den Gästen für interessante Informationen rund um das Pokerspiel sorgen.

Mit Erläuterungen zu Spielregeln, Strategien und Pokerhänden führte das Paar die Gäste durch diesen Abend und auch selbst spielen war den Gästen selbstverständlich gestattet. Während mit der Ausstellung im MAK Glück auf verschiedenen Ebenen thematisiert wird, ist Gross überzeugt davon, dass Poker nicht viel mit Glück zu tun hat, auch wenn es allgemein als Glücksspiel gilt. Er ist überzeugt davon, dass mit Psychologie und Strategie das Spiel für jeden Spieler positiv beeinflusst werden kann.

Bildquelle:fnp.de

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