Vom Europacenter zum Potsdamer Platz

Vom Europacenter zum Potsdamer Platz

Das Casino Berlin wurde im Jahr 1975 eröffnet. Gefeiert wurde die Eröffnung im Berliner Europacenter, wo die Spielbank viele Jahre lang täglich ihre Türen für Gäste öffnete. Im Jahr 1998 wechselte die Spielbank den Standort und öffnete seit diesem Zeitpunkt ihre Pforten am Potsdamer Platz, wo den Gästen der Spielbank noch heute Einlass gewährt wird. Die Spielbank gilt heute als umsatzstärkste Dependance in ganz Deutschland.

Neben der Berühmtheit und dem hohen Umsatz hat die Spielbank Berlin eine aufregende Geschichte zu bieten. Auf 40 Jahre zurückblickend gab es einige prominente Persönlichkeiten, die vor Ort abwechslungsreiche und aufregende Abende verbrachten. Zu diesen Persönlichkeiten gehören der "Dalli Dalli"-Moderator Hans Rosenthal, der Berliner Multisportler Gustav Jaenecke und HSV Trainer Ernst Happel. Doch nicht nur Berühmtheiten waren Gäste in der Spielbank am Ku Damm bzw. dann am Potsdamer Platz, sondern auch Gangster, die die Spielbank durch einen spektakulären Pokerüberfall im Jahr 2010 berühmt gemacht haben. Hierbei erlangten die Gauner eine Beute in Höhe von 242.000 Euro, die bis heute nicht gefunden wurde, trotzdem die Diebesbande gefasst und verurteilt wurde.

Gala zum Geburtstag

Zum 40 jährigen Bestehen gibt es eine Gala in der Spielbank Berlin. Hier können die Erfolge, die unglaublichen Geschichten und die geknackten Jackpots noch einmal gefeiert werden. Der bisher größte Gewinn an einem Spielautomaten vor Ort brachte dem glücklichen Gewinner eine Summe in Höhe von 1,2 Millionen Euro ein. Der Betreiber der Spielbank betreibt insgesamt fünf Spielbanken, an den Standorten Potsdamer Platz, Fernsehturm, Spandau, Hasenheide und Los-Angeles-Platz. In der Spielbank am Potsdamer Platz finden die Gäste rund 800 Spielautomaten vor, ebenso wie klassische Casinospiele an 21 Pokertischen, zehn Roulette- und acht BlackJack-Tischen.

Ein Tag in der Spielbank am Potsdamer Platz

Ein Tag in der Spielbank am Potsdamer Platz

Zu dieser Zeit erwartet Münstermann bereits der spannendste Moment des Tages, denn hier bekommt er die Ergebnisse vom Vortag. Die Spielbank am Potsdamer Platz ist die umsatzstärkste Spielbank in ganz Deutschland. Die Türen der Spielbank öffnen sich für die Besucher bereits um 11 Uhr. Zu dieser Zeit arbeiten bereits Mitarbeiter in der Spielbank, an der Garderobe, dem Empfang und in den Spielsälen.

Die Spielbank am Potsdamer Platz in Berlin verfügt über einen sehr zentralen Standort, also kommen hier neben Stammgästen aus Berlin auch zahlreiche Touristen vorbei. Alle Gäste werden am Empfang kontrolliert, sowohl der Ausweis wird gecheckt als auch die Frage, ob der Gast eventuell auf der Sperrliste für die Spielbank steht. Zutritt ist nur Volljährigen Spielern erlaubt und vor allem nur Spielern, die nicht gesperrt sind.

Neben den Empfangsmitarbeitern gibt es auch einen Eventmanager, der für Events innerhalb der Spielbank aber auch für Veranstaltungen au0ßerhalb der Spielbank zuständig ist. Er kümmert sich um den Auf- und Abbau der Dekoration, die Veranstaltung selber und manchmal fährt er zu Außenveranstaltungen, um ein Roulettetisch für die Betriebsfeier verschiedener Unternehmen bereit zu stellen.

Das Uhrwerk der Spielbank

Die Mitarbeiter der Spielbank funktionieren wie ein Uhrwerk, jeder arbeitet in seinem Bereich und trägt dafür Verantwortung, gleichzeitig ziehen die Mitarbeiter alle an einem Strang. Sowohl der Kassierer im Automatenbereich, als auch der Croupier am Pokertisch. Den Mitarbeitern geht es darum, den Spielern das bestmögliche Spielerlebnis zu präsentieren, denn man möchte die Gäste ja wiedersehen.

Die Saalchefin der Spielbank am Potsdamer Platz sorgt für Kontrolle vor Ort und dass die Abläufe reibungslos funktionieren. Auch die Mitarbeiter in den gastronomischen Bereichen leisten einigen wichtigen Beitrag zum Tagesgeschäft. Neben der guten Präsentation für die Gäste ist der Spielerschutz in der Spielbank am Potsdamer Platz ebenso wichtig. Hier gibt es auch den Spielschutzbeauftragten, der mit seinem geschulten Auge, sowohl die Gäste als auch die Mitarbeiter beobachtet. Auffälliges Spielverhalten muss im Auge behalten werden, denn die Spieler sollen sich vor Ort sicher fühlen.

Berlin hat Einiges zu bieten

Das bekannte Berliner Casino am Potsdamer Platz umfasst drei Stockwerke im Untergeschoss des Hauptgebäudes und es wurde zu einem populären Treffpunkt. Zahlreiche Gäste dieses Hauses sind bereits Stammkunden.

Sie gehen schon sehr lange ins Casino und kommen immer wieder hierher, hier findet man sowohl Touristen als auch Ansässige. Im Oktober dieses Jahres konnte die Spielbank in Berlin ihren 35. Geburtstag feiern.

Die Atmosphäre der Spielbank gleicht denen der großen Casinos in Vegas und Monte Carlo, hier glitzert und blinkt es an allen Ecken und Enden.

Um der Berliner Spielbank einen Besuch abzustatten, muss man sich nicht sonderlich in Schale werfen, denn es gibt keine Kleiderordnung, so dass Abendkleid und Anzug weiter im Schrank bleiben dürfen.

Das Casino will den Gästen Spaß am Spiel und Nervenkitzel vermitteln und dafür ist gepflegte Freizeitkleidung bestens geeignet. Auch Spieler mit nicht so gut gefülltem Geldbeutel sind hier gern gesehen.

Mit Einsätzen von ein paar Cents kann man sich hier dem Zauber der Automaten vollkommen hingeben. Beim nächsten Abstecher nach Berlin sollte man seines Glückes Schmied sein. Es könnte sein, dass man an einem der populären Automaten von Novoline den ganz großen Gewinn absahnt.

Die Handhabung der Automaten ist ganz einfach, sie funktionieren entweder mit Hebelzug oder mit Berührungsbildschirm. Die Geräte zeigen Mindesteinsätze, Limits und Gewinntabellen individuell an.

Sollte man etwas Größeres gewinnen, dann gibt es Blinksignale und eine Leuchtfeuerwerk, um den Gewinn anzuzeigen.

Erstes Deepstack-Turnier ein voller Erfolg

Bei heißen Temperaturen über 30 Grad brach man in der Berliner Spielbank am Potsdamer Platz einen Teilnehmerrekord. Drei Tage (8.7. -10.7.) dauerte das erste Deepstackturnier im Pokerfloor. Diese Turniere liegen voll im Trend. Eine große Menge an Startchips und eine allmähliche Steigerung der Blindhöhen machen ein gutes Pokerspiel möglich. Die Spieler verfügen über mehr Zeit und müssen nicht so rasch grenzwertige Entschlüsse treffen.

Der Zufallseinfluss bei früheren Blindstufen fällt deutlich schwächer aus. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass bei diesen Turnieren die Spieler mit Erfahrungen klare Vorteile haben. Deswegen ist es keine Überraschung, dass die Strukturen dieses Turniers sehr populär sind und eine steigende Nachfrage von Gästen verzeichnen können.

Das Turnier wurde über zwei Vorrundentage, dem 8.7. und 9.7. abgehalten. An diesen beiden Tagen standen je 15 Tische, die alle mit Mischmaschinen versehen waren, bereit und es gab keine Plätze mehr oder sie waren reserviert. Nicht alle Reservierungen kamen auch zur Erfüllung. Aufgrund langer Wartelisten war es möglich, alle Tische voll zu besetzen und Nachrücker kamen an beiden Tagen auch noch.

Im Verlauf der ersten drei Blindlevel, sprich für zweieinhalb Stunden, war es möglich, die Plätze von ausgeschiedenen Spielern durch Nachrücker zu füllen. Da auch in diesem Turnier mancher früh gehen musste, schafften dies 33 Spieler und der Preispool schnellte auf knapp 17.000 Euro hoch. Ein Aspekt muss hier besonders beachtet werden. Es war das ausdrückliche Ziel für beide Tage, das Maximale an Tischbesetzungen für die Turnierinteressenten bereitzustellen, deshalb war es nicht möglich, in den ersten Stunden des Turniers, Cashgame anzubieten.

Wenn man berücksichtigt, dass die Spielbank damit gewollt auf Gewinne aus dem Rake verzichtet, so kann dies als besonders lobenswert angesehen werden und spricht für ein besonderes Engagement für die Teilnehmer. Zu der spielerfreundlichen Organisation sorgte die Gastrocrew an allen Turnieren mit leckerem Fingerfood wie Mini-Pizzastücke und Gemüse im Tempurateig mit pikanten Dips für Speis und Trank. An diesen Tagen spielte man bis inklusive Blindlevel 8 (400/800). Mit den Turnierpausen eingerechnet, dauerte jeder Vorrundentag knapp 10 Stunden.

Für das Finale am 10.7. qualifizierten sich letzten Endes 122 Teilnehmer. Bei den Blinds von 400/800 und einer Ante von 100 ging das Spiel um drei Uhr Nachmittags bei mehr als 35 Grad Celsius Außentemperatur in einem klimatisierten Innenraum weiter. Zu diesem Zeitpunkt betrug der durchschnittliche Chipstack knapp 41.000, jeder Teilnehmer verfügte also im Schnitt über 20 Big Blinds. Allerdings ging der Chipleader vom vorherigen Tag mit circa 180.000 Chips an den Finaltisch.

Das Turnier dauerte bis halb fünf Uhr früh am Sonntag. Dann machten die letzten 6 Spieler einen Deal. Den ersten Platz machte Alexander Paul mit 2.470 Euro, den zweiten Platz bekam Herr Babic mit 2.380 Euro, den dritten Platz erhielt Mafi mit 1.970 Euro, auf den vierten Platz kam Peter Kaufmann mit 1.770 Euro, den fünften Platz belegte Leon ?huligun? mit 1.740 Euro und auf den letzten Platz kam M. Kühn mit 980 Euro.

Der Pokerchef Olcay Kacak, die Floormen Bernd Plätrich als Designer des Turniers und A. Petkoff, die Dealer(innen) haben exzellente Arbeit geleistet. Das Turnier war tadellos organisiert und war trotz der beengten räumlichen Verhältnisse reibungslos.

Das muss hier besondere Erwähnung finden, dass es das erste Mal war, dass ein solches Turnier in einer derartigen Größe und zeitlicher Dimension abgehalten wurde. Die Atmosphäre an den Tischen war toll, das Preisgeld auf rekordverdächtigem Niveau, viele Teilnehmer betonen, sie hätten gerne mehr, auch mit einer höheren Teilnahmegebühr, gehabt.

Pokerräuber haben Angst auszusagen

Der Pokerraub-Prozess nimmt seinen Anfang. Die Beschuldigten gestehen die Tat, aber mehr auch nicht. Eine Reihe von Persönlichkeiten vom Kiez saß mit im Gerichtssaal. Die Aussagen sind nach den Ermittlungen unzweifelhaft.

Ein Vierteljahr nach dem Überfall auf ein Pokerturnier im Berliner Luxushotel Hyatt am Potsdamer Platz räumten die Angeklagten vor einer Jugendkammer des Berliner Landgerichts die Tat ein. Zwei Beschuldigte, unter ihnen der mutmaßliche Kronzeuge Vedat S. ließen ihre Anwälte zu diesem Punkt eine knappe Erklärung mit dem Inhalt vorlesen, dass die Anklage korrekt sei und man nichts über die Hintermänner aussagen und auch sonst keine Fragen beantworten werde.

Nur der 20jährige Mustafa U. wurde etwas deutlicher. Er machte ebenfalls einen eingeschüchterten Eindruck und wollte bei seiner Aussage augenscheinlich nicht zu viel sagen. Das hat seine Gründe, denn auf den Zuschauerbänken befanden sich eine Reihe bekannter Persönlichkeiten aus seinem Kiez in Neukölln, die gute Ohren hatten. Bei allen Aussagen stellte sich heraus, dass die 19 und 21 Jahre alten Männer nur die Handlanger waren. Ausgedacht und ausgeführt haben diese Tat ganz andere.

Mustafa U. sagte aus, dass er am Morgen des 6.3. von seinem Komplizen Vedat S. per Telefon geweckt worden sei. Er solle mal eben herunterkommen und sich beeilen. Vedat S. habe ihn und einen weiteren Komplizen mit dessen Mercedes zu einem McDonalds Restaurant am Potsdamer Platz gefahren. Auf dem Weg mussten sie die SIM- Karten aus ihren Handys nehmen. Wenig später wurden sie in davon Kenntnis gesetzt, was eigentlich geplant war. Der Überfall auf das gelegene Luxushotel. Er wollte eigentlich gar nicht mitmachen, denn er sei ja erst vor zwei Monaten aus dem Gefängnis entlassen worden.

Er habe Muffensausen bekommen und wollte sich irgendwie aus der Sache herauswinden, dies sei ihm aber nicht geglückt. Ein älterer, der im McDonalds auf sie wartete, redete auf ihn ein, dass sie zum Gespött des ganzen Kiezes würden, wenn sie nicht mitmachten. Der Tippgeber hätte ihnen eine große Chance gegeben. Mustafa U. war auch der einzige der Angeklagten, der diesen Mann näher beschrieb. Es sei ein Onkel eines der Angeklagten, den 28 Jahre alten Libanesen Ibrahim El-M., auch Ibu genannt. Derselbige soll die vier jungen Männer gedroht haben, wenn sie festgenommen würden, in keinem Fall seinen Namen preiszugeben.

Egal wie viele Jahre Gefängnis man ihnen zu geben droht. Die Welt sei ein Dorf und man würde sich irgendwann einmal wieder begegnen. Vermutlich war diese Drohung, neben den böse dreinblickenden Zuschauern im Saal für ihn, sich nicht allzu genau zu äußern. Er habe keine Ahnung welches Alter Ibrahim habe, er würde ihn ja nicht kennen, sagte er, als er Richter um genauere Auskünfte bat. Noch verunsicherter und verschlossener wurde Mustafa U. als sich der Richter nach einem sechsten Mann erkundigte, nach einem Drahtzieher, der sich an einem der Spieltische befand und von dort aus per Mobiltelefon die Anweisungen und den Startschuss für den Überfall gab.

Davon wisse er nichts, murmelte der Angeklagte und zuckte mit den Schultern. Aber fast jedem im Saal war klar, dass die Staatsanwaltschaft mit diesem sechsten Mann den 31-jährigen Mohamed Abou-C. vermutet. Er stammt aus demselben Kiez und soll laut Information eines Ermittlers in der Rangordnung noch über Ibrahim El-M. stehen. Auch gegen ihn wurde Anklage erhoben, er und Ibrahim El-M. werden sich separat wegen des Überfalls auf das Turnier vor Gericht verantworten müssen.

Die Organisation, das wurde am ersten Tag des Prozesses ebenfalls klar, war nicht konkret und auch wenig überlegt. Laut Mustafa U. sollte die Tat vor dem Hotel abgewickelt werden, wenn die Wachleute, die Einnahmen des Tages in die gegenüberliegende Spielbank bringen, doch dieser Plan wurde geändert. Die vier Täter sollen direkt in dien Spielraum zu dem ungeschützten Tresor gestürmt sein. Ibrahim El-M. habe die Anweisung gegeben, laut zu schreien, reinrennen und soviel mitnehmen wie möglich, so Mustafa U. Dieser Plan ging, denn der Überfall brachte viele Teilnehmer in Panik. D

ie Täter konnten nach einem Scharmützel, bei dem Wachleute verletzt wurden, mit über 240.000 Euro flüchten. Jeder Angeklagte soll davon 40.000 Euro bekommen haben. Bisher hat nur Mustafa U. 4.000 Euro zurückgezahlt. Der Richter sagte zu den Angeklagten, dass es ihm am besten gefiele, wenn deren Verteidiger mit dicken Tüten mit dem Geld aufwarten könnten. Doch dies sei wohl ein Wunschtraum.