Das Aus für das Palais Schwarzenberg

Das Aus für das Palais Schwarzenberg

Die ersten beiden Lizenzen, die für Bruck/Leitha und Prater wurden zuerst aufgehoben. Nun folgte auch die Aufhebung der Lizenz für das Casino im Palais Schwarzenberg, welche durch den Verwaltungsgerichtshof nun gekippt wurde. Ist dies das Aus für das Casino im Palais Schwarzenberg?

Die Pläne rund um das Casino im Palais Schwarzenberg sind nun erst einmal hinfällig. Es gilt nun die Entscheidung des Finanzministeriums abzuwarten, welches darüber entscheiden soll, wie mit der Lizenzvergabe umgegangen werden soll. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

– die drei zusätzlichen Casinolizenzen für Wien und Niederösterreich werden komplett neu ausgeschrieben

– man belässt es bei den 12 bestehenden Konzessionen, die seit jeher in Händen der Casinos Austria sind

Problem mit den vorherigen Lizenzen

Eigentlich ist die Lizenzvergabe ja seit 2014 abgeschlossen. Bis heute jedoch wurde über das Verfahren diskutiert, Das Vergabeverfahren wurde nun als intransparent bezeichnet. Die Casinos Austria hatten keine der drei Lizenzen erhalten und haben aus diesem Grund das Verfahren und die Lizenzvergabe selber bemängelt. Vor Gericht wurde nun entschieden, dass die Lizenzvergabe erneut durchgeführt werden muss, diesmal transparent für alle Bewerber.

Neuausschreibung in Österreich

Neuausschreibung in Österreich

Mit der Vergabe der drei Casinolizenzen sollten Projekte an den Standorten Prater, Bruck/Leitha und Palais Schwarzenberg realisiert werden. Dies wird nun nicht umgesetzt werden können, denn das Bundesverwaltungsgericht gab dem Einspruch des Monopolisten Casinos Austria statt, wobei im Folgenden eine Neuausschreibung der Lizenzen eingeleitet werden muss. Mit dieser Entscheidung sind die Casinos Austria aktuell der einzige Casinobetreiber in Österreich, mit insgesamt 12 Casinos verteilt im ganzen Land. Bisher ist nicht klar, ob die Neuausschreibung tatsächlich erfolgen wird.

Doppelt Pech für Novomatic

Der Glücksspielkonzern Novomatic scheint aktuell eine große Pechsträhne zu haben. Die Aufhebung der Lizenzen bedeutet für das Unternehmen, dass die geplanten Casinoprojekte in Österreich nicht realisiert werden können. Seit Beginn des Jahres herrscht zudem das Automatenverbot in Wien vor.

Aufgrund dieser neuen gesetzlichen Regelung mussten die Spielautomaten vor Ort abgebaut werden, ein großer Verlust für das niederÖsterreichische Glücksspielunternehmen. Zwar wurde angegeben, dass man sich durch diese Entscheidung vermehrt auf die Auslandsgeschäfte konzentrieren werde, nichtsdestotrotz ist die Aufhebung der Casinolizenz in Österreich für Novomatic ein weiterer, herber Rückschlag.

(Bildquelle: wirtschaftsblatt.at)

Hat der Streit um die österreichischen Casinolizenzen nun ein Ende?

Hat der Streit um die österreichischen Casinolizenzen nun ein Ende?

Die Entscheidung soll noch im Juni gefällt werden. Es sollen Lizenzen für das Wiener Palais Schwarzenberg Projekt und für den Wiener Prater vergeben werden. Für den Prater hat das niederösterreichische Glücksspielunternehmen einen kompletten Umbau zum Vollcasino geplant. Neben Novomatic hatte außerdem das schweizerisch-deutsche Konsortium um die Stadtcasino Baden AG und den deutschen Automatenkonzern Gauselmann eine Lizenz erhalten.

In dieser Woche sollen bereits die ersten mündlichen Verhandlungen rund um die Lizenzvergabe durchgeführt werden. Eigentlich sollte bereits zu Beginn des Monats eine Entscheidung gefallen sein, doch dies wird nun nicht mehr passieren. Die zukünftigen Betreiber des Casinos Schwarzenberg haben dem BVwG einen Fristsetzungsantrag eingereicht, sodass eine Entscheidung bis zum 22. Juni dieses Jahres fallen muss. In vier Verhandlungsterminen soll eine Entscheidung getroffen werden. Je nach Entscheidung des BVwG könnte es passieren, dass das komplette Verfahren noch einmal neu durchgeführt werden muss.

Verstaatlichung der Casinos Austria

Die Casinos Austria sollen nach Finanzminister Hans Jörg Schelling (öVP) komplett verstaatlicht werden. Hierfür seien bereits erste Angebote eingegangen. Angebote in Höhe von 750 Millionen Euro seien für die Anteile bereits eingegangen, obwohl diese von Seiten eines Gutachters auf einen Betrag zwischen 450 du 500 Millionen Euro festgelegt wurden. Bisher sind die Casinos Austria ein teilstaatliches Unternehmen. Noch gibt es mehrere private Anbieter, die Anteile an dem Monopolisten haben. Diese Anteile sollen nun durch die privaten Eigentümer verkauft werden.

Casinos Austria – Kampf um den Prater

Casinos Austria – Kampf um den Prater

Hierbei stellte sich nun heraus dass die Konkurrenten nicht nur in Bezug auf die Lizenzen an sich konkurrieren sondern auch um den Standort selber, denn beide Glücksspielunternehmen haben angekündigt dass eine Spielstätte im Wiener Prater geplant ist. Novomatic betreibt an diesem Standort bereits einen Automatensalon und plant hier den Ausbau zum Vollcasino. Die Casinos Austria haben nach den neusten Angaben auch eine Bewerbung für den Standort Prater bei der entsprechenden Behörde eingereicht.

Der Zuschlag für einen Standort und einen Bewerber soll laut Finanzministerium bis zum Sommer erteilt werden. Beide Glücksspielunternehmen haben scheinbar ausgearbeitete Pläne für den Prater als Standort. Bisher gibt es in Wien lediglich ein Casino, welches durch die Casinos Austria betrieben wird. Durch die neuen Lizenzen soll es in Zukunft weitere Spielbanken vor Ort geben eines davon wird offensichtlich ziemlich sicher am Prater entstehen.

Die Casinos Austria hatten lange Zeit ein Geheimnis um die gewünschten Standorte gemacht. Nun wurde auch ein zweiter Standort bekannt gegeben der für das Glücksspielunternehmen von Interesse sei. Bei diesem Standort handelt es sich um den Bereich an der Linken Wienzeile 216/Stiegergasse 1 im 15. Wiener Gemeindebezirk. Hier befindet sich derzeit eine Baustelle. Auch hier sind Casinopläne vorhanden die von den Casinos Austria beim Zuschlag durch die Finanzbehörde in die Tat umgesetzt werden sollen. Als Standort in Niederösterreich haben die Casinos Austria einen kleineren Bereich in der Nähe der Schiffsanlegestelle an der Donau angegeben. Auch wenn die Standorte der Casinos Austria nun bekannt gegeben wurden so gab es dennoch von Seiten des Unternehmens bisher kein Kommentar zu den geplanten Spielbanken an entsprechenden Standorten.