Russland zieht andere Seiten auf

Bewohner Russlands, die man beim Spielen in einem Online Casino oder von Online Poker ertappt und die sich dazu nicht einer der vier Glücksspielzonen des Landes befinden, sollen in Zukunft ein Bußgeld zahlen.

Savvidi, ein Abgeordneter der Duma ist der Initiator dieses Gesetzes, das Online Glücksspiel in jeder Art für die Bevölkerung untersagt. Wenn man erwischt wird, muss man 2.000 Rubel (umgerechnet 50 Euro) entrichten.

Seit dem Sommer letzten Jahres sind die Casinos nur noch in den vier Sonderzonen Primorje, Altai, Kaliningrad und zwischen Krasnodar und Rostow gestattet. Die Glücksspielbetreiber konnte man bisher noch nicht unter Kontrolle bringen.

Nun geht man die Spieler an, die via Internet und Handy in Online Casinos zu finden sind und sich auf den Pokerseiten tummeln. Auch den unrechtmäßigen Spielclubs in der russischen Hauptstadt will man den Garaus machen.

Seit die Glücksspielreform getätigt wurde, sollen über 700 dieser Spielstätten ins Leben gerufen worden sein. Nur in Moskau sollen 100 davon zu finden sein. Sie geben sich als Clubs im Bereich Internet und Lotterie aus und geben Gelegenheit zum Zugriff auf Internetseiten im Bereich Glücksspiel und Zahlungsterminals.

Diese sind aber nicht gerne gesehen. Der Duma-Abgeordnete möchte auch die Spielautomaten beseitigen. Er erhofft sich von den Untersagungen eine wirkungsvolle Reduzierung der Spielsucht und einen effektiveren Schutz von Jugendlichen unter 18 Jahren vor den Verlockungen dieser Branche.

Er wird die Gefahren wohl am besten einschätzen können, denn er war viele Jahre lang der Generaldirektor eines Tabakriesen.