Glücksspielgesetz von Schleswig-Holstein macht sich nicht nur Freunde

Das individuelle Glücksspielgesetz von Schleswig-Holstein, das von zahlreichen Betreibern lange erwartet wurde, ist nun endlich durch und der Einzelkampf des Nordlichts wird nun amtlich.

Die anderen Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern sparten nicht mit Kritik, dort konnte ein Abgeordneter der SPD dem Solo aus dem Norden keinerlei Wohlwollen entgegenbringen. Er sagt, dass die Bundesländer stets zusammen eine Lösung erarbeitet haben und er betrachtet das individuelle Gesetz des Bundeslandes als recht schwierig.

Er führt noch an, dass die Spitze der Regierungskoalition in Kiel einer Einladung der Glücksspielinteressenvertreter auf die Insel Sylt folgte, um dann ein Gesetz auf die Beine zu stellen, dass genau die Interessen dieser Lobby bedient. Die Länderchefs der anderen Bundesländer planen Gespräche in Bezug auf den neuen Glücksspielvertrag bis zum Oktober.

Dort will man eine einheitliche Alternative auf den Weg bringen. Trotz dem Nichteinverständnis der EU möchte man die Betreiber, die eine Zulassung erhalten sollen, im Vertrag limitieren, denn die Sicherheit der Spieler in Sachen Glücksspiel ist an erste Stelle, genauso wie Entgegenwirken im Bereich der Spielsucht.

Ungeachtet aller Kritik setzte die Kieler Regierungskoalition ihre Gesetzesvorlage im Landtag durch. Dieses Gesetz enthält auch die Tatsache, dass auch die Lotterien den Privatbetreibern offenstehen sollen und es sieht eine Gestattung des Online Glücksspiels und des Online Pokers vor.

In Schleswig-Holstein lässt man trotz aller Widrigkeiten Optimismus walten, denn es sollen eine Menge neuer Jobs entstehen und es soll eine Finanzspritze für den Staat geben, die mehrere Millionen Euro schwer sein soll.

Ob das Gesetz seine Versprechen hält und wie es in dieser Sache weitergeht, ist noch unklar.