Verbraucherschutzkonzept für Glücksspiele in Deutschland

Verbraucherschutzkonzept für Glücksspiele in Deutschland

Zum "Düsseldorfer Kreis", eine Initiative, die von dem Wissenschaftsberater Knut Walter mitbegründet wurde, gehören folgende Anbieter und Personen:

– WestLotto

– WestSpiel

– Prof. Dr. Bühringer

– Prof. Dr. Ennuschat

– Günther Zeltner

– eva Stuttgart

– private Spielbanken

– LÖWEN ENTERTAINMENT

– LÖWEN PLAY

– SCHMIDT Gruppe

Ziel des &quot Düsseldorfer Kreises&quot ist es, einen gemeinsamen Vorschlag zu einer verbraucherschutz-orientierten Regulierung zu unterbreiten, um die inzwischen völlig blockierte Diskussion rund um das Thema Regulierung von Glücksspielen in Deutschland aufzulösen. Die erste Version des gemeinsamen Verbraucherschutzkonzeptes liegt nun bereits der Öffentlichkeit vor, nachdem in den vergangenen Jahren von den beteiligten Unternehmen und Personen gemeinsam daran gearbeitet haben.

Es wurde erreicht, dass Wissenschaft, Hilfe und fast alle Glücksspielsegmente sich auf gemeinsame Ziele, Prinzipien und Qualitätsanforderungen verpflichten. Der &quot Düsseldorfer Kreis&quot wurde im Januar 2012 von Martin Reeckmann (Rechtsanwalt und BupriS Vorstandsvorsitzender), Andre Schmidt (Psychologischer Psychotherapeut) und Knut Walter (Wirtschaftsberater) in Düsseldorf gegründet.

Folgende Kernaussagen beinhaltet das Verbraucherschutzkonzept des &quot Düsseldorfer Kreises&quot:

– Spielerschutz als Kern des Konzepts

– Glücksspiel wird nicht als Randgruppen-Phänomen angesehen

– Datenschutz, Manipulationssicherheit oder Auszahlungsgarantien als wichtige Kriterien des Verbraucherschutzes

– Entstigmatisierung des Glücksspielens

– frühere und zielgerichtetere professionelle Hilfe

Der Düsseldorfer Kreis teilt zu 100 Prozent gemeinsame Maximalvorstellungen von Qualität, die als formuliertes Angebot zur Diskussion und als Regulierungsalternative angeboten werden. Der &quot Düsseldorfer Kreis&quot soll nicht als Ersatz für Verbände angesehen werden, sondern versteht sich selbst als Vordenker, die gewissermaßen in Vorleistung gehen und eine Basis für folgende Diskussionen bieten.

Drei Millionen Euro für Spielerschutz

Laut dem Bundesverband privater Spielbanken haben die privaten Spielbanken im Jahr 2008 über drei Millionen Euro für den Spielerschutz ausgegeben. Kosten für Sozialkonzepte, Mitarbeiterschulungen, Zutrittskontrollen und Spielersperrsysteme wurden damit gedeckt.

„Private Spielbanken bieten ihren Gästen traditionell die Möglichkeit der Selbstsperre an – und leisten damit seit Jahrzehnten einen Beitrag zur Bekämpfung von Glücksspielsucht. Das Sperrsystem der Spielbanken ist vom Gesetzgeber im Glücksspielstaatsvertrag aufgegriffen und auf staatliche Lotterieanbieter ausgedehnt worden.“ so Martin Reeckman, der Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Spielbanken. Außerdem fügt er hinzu: „Ein besseres Gütesiegel für das Sperrsystem der Spielbanken ist kaum denkbar. Private Spielbanken sind Wegbereiter des Spielerschutzes – und werden das auch künftig sein.“

Bundesweit soll ein einheitlich hohes Niveau des Spielerschutzes beim Glücksspiel herrschen, das fordert der Bundesverband privater Spielbanken vom Gesetzgeber. Wenn der Gesetzgeber weit verbreitete und risikobehaftete Glücksspielangebote nicht gleichwertig reguliert, sind die streng limitierten Spielbanken bei ihren erheblichen Anstrengungen für den Spielerschutz allein gelassen.

Eindeutig zeigen empirische Untersuchungen zur Glücksspielsucht, das mit weiten Abstand das Spiel an gewerblichen Geldspielautomaten, die gefährlichste Form des Glücksspiels ist. über die Reihenfolge der Bedeutung der verschiedenen Formen des Glücksspiels sind sich alle Untersuchungen einig. Das Hauptproblem der Spieler seien nicht die Spielbanken sondern die sog. Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit in Spielhallen und Gaststätten.

In allen Studien ist dieses Ergebnis einhellig. Bei Mehrfachnennungen schwanken die Prozentabgaben hier zwischen 80 und 90 Prozent. Als Hauptproblem haben etwa die Hälfte der krankhaften Spieler die Geldgewinnspielgeräte in Spielhallen und Gaststätten erlebt. Die Angaben schwanken hier zwischen 42 und 69 Prozent.